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Lucilen
Sehr geehrter Herr Dr Busse, folgende Situation: ein Säugling von 11,5 Wochen und eine 16jährige. Die kleine wird jeden Tag geküsst von der großen ( Backe, Stirn) Am Samstagmorgen hat die große zwei Herpesbläschen. Davor war nichts zu sehen. Natürlich hat sie dann nicht mehr hin dürfen. Creme und Pflaster wurden gleich besorgt. Da Samstag war, habe ich im KH angerufen. Im ersten hieß es: die Bläschen sind erst ansteckend, wenn sie aufgehen. Also Entwarnung. Im zweiten KH hieß es, sie dürfen keine Auskunft geben. Die kleine wird nun mit Argusaugen von mir beobachtet, ob sich irgendwo Bläschen bilden, Temperatur wird gemessen und ihr Allgemeinbefinden beobachtet. Wie schätzen Sie die Situation ein? Da nun ja auch sehr warmes Wetter ist, sind auch schneller Hitzepickelchen da. Um die Augen hat sie auch immer wieder Milien. Wie erkenne ich den Unterschied zu Herpesbläschen? Ich muss ja dann direkt handeln können. Im ersten KH hat die Dame immer nur gemeint: meine Kollegin sagt..... hat mich aber nicht an die Kollegin weitergeleitet, die wohl mehr Ahnung hat. Ich bin schon so leicht panisch, dass ich nachts aufwache und die kleine mit der Tascjenlampe absuche. Ich freue mich auf Ihre Antwort
Liebe L., bitte keine Panik!! Was Sie beschreiben, ist nun mal normaler Alltag in Familien und es ist in der Tat so, dass eine schwere Infektion mit Herpes simplex Viren im Wesentlichen in der Neugeborenenzeit, und wenn sich ein Baby unter der Geburt an genitalem Herpes der Mutter ansteckt, ein Risiko bedeutet. Ansonsten wird sich praktisch jedes Kind irgendwann mit Herpes simplex Viren anstecken, was dann entweder ohne Symptome stumm verläuft. Oder es kommt als häufigste Ersterkrankung zu einer fieberhaften Mundfäule. Es macht also auch keinen Sinn, wenn Sie panisch Ihr Baby auf Bläschen absuchen. Sie dürfen das alles bitte abhaken. Aber natürlich ist es wie bei jeder Infektion geboten, Abstand von Anderen zu halten, nicht zu schmusen und häufig Hände zu waschen. Alles Gute!
KielSprotte
So ein Quatsch, wenn überhaupt ist es für Neugeborene (sprich in den ersten 4 Lebenswochen) gefährlich - wenn man vor etwas Angst hat, sollte man sich zumindest richtig informieren.
Lucilen
Naja Quatsch ja nicht direkt. Es können bis zum ersten Lebensjahr schon Schäden bleiben ( Blindheit zb) Aber deswegen frage ich ja hier, weil die Dame im KH auch nachfragen musste. Und ich denke, einer Mutter, die Angst hat, kann man auch bisschen anders antworten Frage ich nicht deshalb hier um Infos???
bea+Michelle
Warum rufst du in 2 Krankenhäusern an? Ich kenne das auch nur so, das es die ersten 4 Wochen sehr gefärhlich sein kann.
Lucilen
Ich denke zwar nicht, dass ich mich hier rechtfertigen muss. Außerdem habe ich extra aus diesem Grund im Expertenforum geschrieben. Hier ein Auszug aus dem Internet Lippenherpes kann eine Gefahr für Babys unter 3 Monaten darstellen. Sollte ein Neugeborenes an Lippenherpes erkranken, muss unverzüglich Kontakt zum Hausarzt aufgenommen werden. Da das Immunsystem noch nicht ausreichend entwickelt ist, besteht die Gefahr, dass das Baby ernsthafte Erkrankungen davonträgt. So kann Herpes im Mund bei einem Baby zu einer Hirnhautentzündung führen. Auch wenn Ihr Baby bereits 6 Monate alt ist, sollten Sie zu jeder Zeit versuchen, den Kontakt zu kürzlich an Lippenherpes erkrankten Personen zu vermeiden, da Herpes im Mund hochansteckend ist. Darüber hinaus fallen die Symptome von Herpes bei Babys schlimmer aus, als bei Erwachsenen, da deren Abwehrkräfte noch nicht ausreichend entwickelt sind. Durch küssen und schmusen, sowie über Gegenstände, wie ein Schnuller, kann Lippenherpes leicht an Ihr Baby übertragen werden. Dann als nächstes: du bringst dein Auto in die Werkstatt. Man sagt dir: es KÖNNTE das und das sein.... hast du vertrauen? Nein, du holst dir eine zweite Meinung!
LeaundLinus
Je älter das Kind, umso geringer das Risiko. In der Neugeborenzeit ist es - Wie schon richtig erwähnt wurde - am gefährlichsten. Das Immunsystem reift von Tag zu Tag mehr. Natürlich gibt es immer Ausnahmen wie bei jeder Erkrankung. Es gibt auch Kinder, die mit 3 einen schweren Verlauf mit Komplikationen haben. Genauso wie jährlich etliche Menschen an Influenza, COVID oder auch bei Autounfällen, Naturkatastrophen etc. Versterben. Zum Glück ist das aber nicht die Regel :) Ich kann deine Sorge absolut nachvollziehen. Beobachte dein Kind in einem gesunden Rahmen, nicht nachts mit der Taschenlampe absuchen. Falls es fiebert oder eine Mundfäule entwickelt, zeitnah zum Kinderarzt oder zum Notdienst. Die Wahrscheinlichkeit ist aber größer, dass alles in Ordnung ist :)
misses-cat
es gibt auch Kinder die mit 3 abends ins Bett gehe. und morgens nicht mehr aufwache , Herztod. Also damit braucht man nicht anfangen so zu denken den das macht einen wahnsinnig Dr Busse hat dir ja geantwortet das du ruhiger werden kannst
bea+Michelle
Stell Dir vor, ich brauche mein Auto nicht in die Werkstatt bringen, und auch keine Zweitmeinung. Ich habe meinen Haus und Hof Mechaniker zu Hause ;)
Lucilen
Allen, die mir ernsthaft nett geantwortet haben, ein Dankeschön. An die anderen: vielleicht kommt ihr auch mal in eine Situation, die ihr sehr schlecht einschätzen könnt und es wird sich lustig gemacht....
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