Baywatch
Lieber Dr. Busse, unsere Tochter Maria ist am 28. Mai rund 1,5 Wochen zu früh per Kaiserschnitt geboren worden. Sie ist also nun 5 Monate. Wir sind sehr glücklich, doch immer wenn meine Frau vom DELFI-Kurs nach Hause kommt, ist sie sehr verunsichert: angeblich „können alle anderen Babys mehr als Maria“ – besser greifen oder sie krabbeln schon oder oder…Das belastet die Stimmung zuhause. Ich bin der Meinung, solange bei den U-Untersuchungen immer alles ok ist, braucht man sich keine Sorgen machen. Unsere Tochter lacht laut, sie hebt das Köpfchen schön, sie greift gezielt nach Spielzeug, legt es von einer in die andere Hand und führt es zum Mund und lutscht dran rum. Sie gibt auch Laute von sich, blubbert und gurrt so vor sich hin. Sie hebt immer mal wieder den Bauch und Po an und macht ein Hohlkreuz und dreht sich immer mal wieder ein Stück nach links und nach rechts – aber sie dreht sich noch nicht vom Bauch auf den Rücken oder andersherum. Aber sie schafft 20 Minuten auf dem Bauch zu liegen und interessiert durch die Gegend zu gucken. Sie folgt Gegenständen mit den Augen, lacht und sieht glücklich aus. Für mich als Laie klingt das alles ganz normal. Sehen Sie hier Grund zur Sorge, nur weil andere Babys schon mehr können??? Ich möchte eigentlich kein Vergleich mit anderen Babys, weil jedes Kind sein eigenes Tempo hat oder? Noch eine ergänzende Frage: seit ca. einer Woche wird unsere Tochter (wird nachts 1x wach zum Trinken, schläft sonst durch) immer so gegen 04:00-04:30 Uhr wach und fängt dann an zu kreischen….Es ist kein Weinen sondern ein Kreischen. Was bedeutet dies? Sind das Stimmübungen? Auch hier sorgt sich meine Frau… Die nächste U-Untersuchung ist Anfang Dezember - können Sie so aus der Ferne was zu den Fähigkeiten unseres Schatzes sagen, damit ich meine Frau beruhigen kann? Danke, Baywatch
Liebe B., jedes Kind darf seinen eigenen Entwicklungsfahrplan haben und Entwicklung ist wirklich keine Olympiade. Es ist deshalb sehr schade, wenn sich Eltern ständig unnötige Sorgen machen, die oft auch mit tiefergehenden Ängsten verbunden sind. Ich kann Ihnen deshalb nur raten, einmal gemeinsam mit Ihrer Frau einen ausführlichen Termin beim Kinderarzt wahrzunehmen, bei dem er Ihnen bestätigen kann, dass Ihre Tochter völlig gesund und "normal" entwickelt ist, und Sie gemeinsam überlegen können, was gegen solche Sorgen und Ängste getan werden kann und soll, bevor sie die ganze Familie unnötig belasten. Alles Gute!
Mitglied inaktiv
Also nach zwei Kindern, die sich in sehr unterschiedlichen Zeitschüben entwickelt haben kann ich Dir als Mama nur sagen, dass Kinder einfach verschieden sind und deine Einstellungen genau die richtige ist. Mein erster Sohn hat sich zum ersten Mal mit 3,5 Moanten gedreht, der Zweite erst mit 6,5. Der erste lief mit 9 Monaten frei, der Zweite mit 12 (und da ist er auch nicht gerade "spät"). In der Turngruppe damals konnte mein Großer an Wänden laufen, da sind ältere Babys dort nicht mal gerobbt. Dafür gab es dort ein Mädchen, das fing mit 7 oder 8 Monaten schon an zu "singen". Auch wenn es schwer ist, nicht zu vergleichen... Im ersten Jahr machen die Kinder innerhalb von einer Woche manchmal DERMASSEN große Fortschritte... Und es gibt halt auch Kinder, die etwas später motorisch sich entwickeln und sich dafür erst einmal auf Laute und "Sprache" konzentrieren. Wenn ihr Sorgen habt, sprecht es zur U im Dezember an, auch wenn es für mich als Mama völlig normal alles bei euch klingt. Sollte der Arzt dann Bedarf sehen kann man Physiotherapie machen (hatte mein Kleiner zB weil er einen extrem hohen Muskeltonus hatte). Das macht den Kindern Spaß und lockert mögliche Verspannungen. Aber wie gesagt, sie darf sich trotzdem auch Zeit lassen. In unserem Umfeld sind viele Kinder "erst" mit 14-16 Monaten frei gelaufen. Da haben mich auch alle angesprochen wegen meinem Großen, weil der schon so früh lief, und ihn für deutlich älter gehalten. LG Lilly
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