Calpurni
Sehr geehrter Doktor Busse, heute kam die Erzieherin meines zweijährigen Sohnes auf mich zu und sagte, dass er nun zwei Wochen lang von einer externen Pädagogin beobachtet werden solle, weil er vielleicht einen Förderbedarf habe. Ich fragte sie, woran sie das im Einzelnen festmache. Sie sagte, er sei - im Vergleich zu den Mädchen - nicht risikofreudig/spontan genug (z.B. auf der Rutsche). Zudem würde er, während die anderen Kinder ihre Schuhe anziehen würden, vor sich hinträumen. Ich finde, dass diese Aussagen unmöglich sind. Es ist einfach sein Charakter! Und er ist ein kleines Kind! Dennoch möchte ich nichts übersehen. Deshalb möchte ich Sie, Dr. Busse, fragen, wo ich meinen Sohn vorstellen kann, um einen Experten überprüfen zu lassen, ob er tatsächlich von der Entwicklung her auffällig ist. Die Kindergärtnerin berücksichtigt auch gar nicht, dass der Kleine aufgrund einer Mangelgeburt als Frühchen ,,Anspruch" auf etwas mehr Zeit hat. Ich weiß nicht, was ich denken soll. Der Familie und dem Umfeld kommt der Junge vollkommen normal vor. Mit freundlichen Grüßen C.
Liebe C., vielleicht ist das etwas unglücklich rübergekommen. Es spricht doch aber gar nichts dagegen, wenn Sie sich die Beobachtung und die Einschätzung der Pädagogin erst mal unvoreingenommen anhören und dann am besten anhand eines schriftlichen Berichts darüber mit Ihrem Kinderarzt besprechen. Gezielte Förderung gerade eines "Frühchens" wäre ja auch nichts negatives und keineswegs ein Nachteil für Ihren Sohn. Alles Gute!
Kickmaus81
Hallo, liebe Calpurni, Vielleicht kann ich da weiterhelfen, da es früher mein Fachgebiet war. Die externe Pädagogin könnte von der Frühförderstelle sein und es ist eigentlich gut, dass die Erzieherin da so umsichtig ist und sich noch eine zusätzliche Meinung von einer Fachperson holt. Ansonsten kannst du selbstverständlich auch selbst zu einer Frühförderstelle gehen, falls du eine Einschätzung haben möchtest. Auch deine Kinderarztpraxis kann dir sicher weiterhelfen. Liebe Grüße
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