Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Asbest

Frage: Asbest

cw23

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Sehr geehrte Herr Dr. Busse, mich treibt eine sehr große Sorge um meinen Sohn umher.. Auf dem elterlichen Hof stehen seit letztem Jahr sehr große Abrissarbeiten an. Irgendwie kam das Thema Asbest nun auf..leider erst jetzt, nachdem vor ca. einem Jahr eine große Halle abgerissen wurde, die mit sehr alten Ethernit-Platten gedeckt war, die auch teils sehr beschädigt und gebrochen waren. Diese wurden in Eigenleistung von meinem Vater entfernt, dann ordnungsgemäß verpackt und zur vorschriftsgemäß zur Spezialentsorgung gegeben. Im Anschluss wurde die Halle abgerissen. Mein Vater sorgt sich in diesem Zusammenhang nicht besonders um seine Gesundheit und sieht das für ihn als unkritisch. Das sehe ich ganz anders..aber nun ja..das ist ein anderes Thema. Wir, also unsere Kinder und ich, waren an dem Tag nicht vor Ort, sondern erst Tage später zu Besuch, als die Platten schon längst entsorgt waren.  Wir sind an der Baustelle vorbeigegangen und haben uns diese angesehen..unser Sohn hat ein paar Steine vom Schotterhaufen aufgehoben, an denen ja eventuell Asbest-Fasern hätten haften können. Zudem ist mein Vater eine Runde mit ihm mit dem Trecker gefahren, weil unser Sohn das so sehr liebt. Dieser Trecker war dienlich bei den Abrissarbeiten..er hat zwar ein Verdeck, aber dennoch kann ja Staub ins Innere gelangt sein..zum einen durch das hinten geöffnete Fenster und zum anderen durch die Kleidung von meinem Vater. Drei Wochen nach dem Abriss hat mein Vater unseren Sohn in die Schubkarre gesetzt und ihn herumgefahren, weil unser Sohn das so lustig fand. Wahrscheinlich wurde auch diese für den Transport der Platten benutzt.. zwischenzeitlich wurde diese wahrscheinlich auch für andere Arbeiten am Hof verwendet, sodass ich hoffe, dass die Fasern nur noch in kleiner Menge vorhanden waren.. Des Weiteren gehe ich davon aus, dass die Kleidung, die mein Vater bei der Demontage der Platten trug, einfach in der Maschine gewaschen wurde.. meine Mutter hat irgendwann in diesem Zeitraum auch Kleidung von unserem Sohn in dieser Waschmaschine gewaschen, zwar nicht zusammen mit der Kleidung von meinem Vater, aber halt in der gleichen Maschine. Zu dem Zeitpunkt habe ich irgendwie noch keinen großen Gedanken daran verschwenden, aber nun kommt mir das gerade alles in den Kopf und ich habe solche Angst. Ich kann deshalb überhaupt nicht mehr klar und rational denken und habe riesige Angst, dass unser Kind aufgrund dieser Vorfälle nun in 20, 30 oder 40 Jahren an Lungenkrebs erkrankt. Im Internet liest man viel.. von 'bereits das einatmen einer Faser ist schädlich und kann Krebs auslösen' bis hin zu 'jahrerlanger, v.a. beruflicher, Kontakt ist gefährlich'. Wie schätzen Sie aus kinderärztlicher Sicht die Situation ein? Sollte unser Sohn nun aufgrund der Vorfälle speziell untersucht werden? Sollten wir gesondert Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen? Sollte ich die Kleidung, die von meiner Mutter gewaschen wurde und die teils noch nicht wieder getragen wurde, lieber wegwerfen oder geht davon keine Gefahr aus? Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Einschätzung. Mit freundlichen Grüßen 


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe C., um Ihren Vater dürfen Sie sich wegen seines sorglosen Umgangs mit den asbesthaltigen Baumaterialien zurecht Sorgen machen.  Alles andere schlagen Sie sich aber bitte aus dem Kopf!! Es gab aufgrund Ihrer Beschreibung keine ernsthafte Bedrohung für Ihre Kinder. Alles Gute!


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