Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Asbest Bohrloch

Frage: Asbest Bohrloch

Sandrita86

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Guten Tag Herr Dr. Busse Wir sind neu in eine Maisonettewohnung gezogen. Gestern hat mein Mann -während ich mit meinen Kindern (1 Jahr und 4 Jahre alt) in einem anderen Zimmer war- im Badezimmer zwei Mal in die Silikonfugen zwischen den Badezimmerplatten gebohrt,damit er etwas aufhängen kann. Ich weiss nun nicht,ob in den Platten möglichereise Asbest verbaut ist,da das Gebäude etwa um 1986 gebaut wurde. Ich musste später dann mit meinen Kindern ins Badezimmer,um die Zähne zu putzen (etwa 45 Min nach dem Bohren. Ich bin jetzt so verunsichert,ob durch das Bohren Asbest freigesetzt wurde und ob meine Kinder die feinen Partikel eingeatmet haben. Ich mache mir grosse Sorgen und ärgere mich über meinen Mann,wieso er das gemacht hat! Wie soll ich weiter vorgehen? Sollte ich das abklären lassen? Herzliche Grüsse und vielen Dank!


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe S., das ist eine absurde Idee. In solchen Wänden gibt es kein Asbest. Sie dürfen sich also einfach nur bedanken, dass Sie so einen fleißigen Handwerker im Haus haben. Alles Gute!


Mamamaike

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Hallo, weder in Fliesen noch in Mörtel ist Asbest, auch nicht in denen von 1984. Viele Grüße


kinderloser-papa

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Im Asbestkleber gab es früher eben doch Asbest. Aber nicht immer. Und 1986 ist eigentlich schon eine Zeit, wo es im Fliesenkleber wohl nicht mehr verwendet wurde. Und selbst wenn, wegen 2 Bohrlöchern wird nicht das ganze Badezimmer voller Asbest verwirbelt worden sein. Bitte bedenkt auch, dass wir alle draußen jeden Tag unvermeidbar 70 bis 150 Asbestfasern pro Kubikmeter Luft begegnen. Im Jahr atmen wir jeder ca. 1 Million Asbestfasern unvermeidbar ein durch die natürliche Hintergrundbelastung. Und viele nehmen es außerdem noch mit dem Trinkwasser auf, wenn die Versorgungsleitungen noch aus Asbestzement bestehen. Deshalb ist die 1-Faser-Theorie großer Quatsch. Überlegt mal, von 83 Millionen Bürgern in Deutschland erkranken jährlich gerade mal 1500 Bürger an Asbest. Obwohl wir alle täglich damit Kontakt haben. Asbesterkrankungen waren bis heute nur für diejenigen relevant, die damit über viele Jahre in hoher Dosis in Berührung kamen, in der Regel waren es Berufstätige, keine Heimwerker, die nur gelegentlich damit zu tun hatten. Die Medien verallgemeinern mit deren Wirbel und verängstigen die Leute unnötig.


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