Mitglied inaktiv
Lieber Herr Dr. Busse, gestern bekam meine 2jährige Tochter nach dem Kindergarten einen heißen Kopf, schlief 2 Stunden und erwachte mit über 40 Fieber und in schlechtem Zustand. In der Ambulanz stellte der Oberarzt stark geschwollene Mandeln und eine Ohrenentzündung fest.Ein Scharlach-Test war negativ. Er riet zu einem Antibiotikum, das wir ihr auch abends gegeben haben, nachts war sie noch fiebrig, aber heute früh schon in viel besserer Verfassung, was für mich deutlich zeigte, dass es angezeigt war und angeschlagen hat. Aus meinem familiären Umfeld bekam ich aber viele Bedenken zu hören, das schwäche doch das Kind, die Abwehr etc.Ich gehe bestimmt nicht leichtfertig damit um, bin aber in bestimmten Fällen dankbar, dass es diese Mittel gibt und vertraue dem fachlichen Einschätzungsvermögen eines Kinderarztes, fühle mich aber auch unter Druck gesetzt. Es ist ihr 2. Antibiotikum überhaupt. Muss ich mir nun Gedanken machen? Herzlichen Dank und mit freundlichen Grüßen-H.
Liebe H., diese "Mittel" haben in der Tat mehr Menschen in den letzten 100 Jahren das Leben gerettet als alle anderen Medikamente zusammen und viele Eltern haben kurz nach dem Krieg auf dem Schwarzmarkt Unsummen bezahlt, um ihr Kind zu retten. Wie bei vielen Dingen gibt es auch bei Antibiotika nicht "gut" oder "schlecht", entscheidend ist der richtige Gebrauch. Der Kinderarzt wird also immer abwägen und zu klären versuchen, ob es sich wirklich um einen bakteriellen Infekt handelt, wie schwer krank das Kind ist, wie hoch das Risiko der Verschlimmerung ist, wenn man erst mal abwartet - und natürlich auch wie hoch das Risiko der Nebenwirkungen des Antibiotikums ist. So wird man z.B. einen Säugling mit Mittelohrentzündung sofort antibiotisch behandeln, weil bei ihm eine drohende Ausbreitung auf den Knochen oder das Gehirn häufiger vorkommt als bei Kindern über 2 Jahren, bei denen man durchaus einen Tag abwarten kann, wie sich der Infekt entwickelt. Dass es - weniger bei Kinderärzten als bei anderen Ärzten - unnötig viele Verordnungen von Antibiotika gab und gibt. ist natürlich schlecht und kann nur durch gute Aus- und Weiterbildung der Ärzte geändert werden. Und auch manche Patienten müssen Geduld lernen und nicht unzufrieden sein, wenn Ihr Arzt erst mal zu Hausmitteln und Kontrolle in 1 bis 2 Tagen rät und nicht gleich ein Antibiotikum aufschreibt. Alles Gute!
Mitglied inaktiv
Meine Meinung? Richtig angewandt, sind Antibiotika eins der besten Dinge, die die Menschheit erfunden hat (was anderes, wenn's wegen jedem Sch... gegeben wird, wo es nicht noetig oder angezeigt ist). Das Antibiotikum hat angeschlagen, deine Tochter ist auf dem Weg der Besserung. Gib es wie empfohlen bis zum Ende durch, und ignoriere die Holzkoepfe in deiner Verwandtschaft. LG Connie
Mitglied inaktiv
Solang du nicht wegen jedem Pups Antibitika gibst, kannst du nichts falsch machen! Der Körper kann eine Resistenz entwickeln, wenn dieser zu oft Antibitika bekommt. Um mal Zahlen zu nennen: 4x im Jahr über 2-3 Jahre wäre definitiv zu viel Antibiotika. LG
Mitglied inaktiv
Das stimmt so nicht. Nicht der Körper wird resistent, sondern die Bakterien die mit dem Antibiotikum bekämpft werden sollen: http://de.wikipedia.org/wiki/Antibiotikum-Resistenz
Ähnliche Fragen
Sehr geehrter Dr. Brügel Mein Sohn ist zwei Jahre alt und seit einigen Wochen sehr müde und recht schnell erschöpft (vor einer Woche hatte er 4 Tage lang über 40 Fieber). Er isst nicht mehr so gut wie sonst und hat dauernd blutige Popel und blutiges Zahnfleisch (beim Zähneputzen). Wir waren mehrmals beim Kinderarzt der erst meinte er hätte ein ...
Guten Tag Herr Dr. Busse, meinem Sohn (8) wurde am Mittwoch die Mandeln verkleinert sowie die Polypen entfernt. Da die OP ambulant durchgeführt wurde und es eine sehr große Wundfläche gab, hat der operierende HNO Arzt das Antibiotikum Cefpodoxin verordnet für 5 Tage. Nun am 4. Tag klagt mein Sohn über Bauchschmerzen und Durchfall. Sollte man t ...
Hallo dr Busse, meine kleine hat mit 7 Wochen ein Antibiotikum bekommen. Das Cefixim. Seit dem habe ich das Gefühl dass sie ständig krank wird und fiebert. Meine Mutter sagt das antibiotikum sei schon lange aus dem Körper und der Darm sei wie vorher ich brauche mir keine Sorgen machen. Ich bin da stutzig. Welche Auswirkung hat das cefixim ...
Hallo, ich habe von meiner Frauenärztin Clindamycin (300mg jew. 1 Tabletten morgens und abends) verschrieben bekommen. Ich stille jedoch voll, das weiß sie. Im Beipackzettel steht es ist nicht für die Stillzeit geeignet. Ich habe gelesen, dass die Halbwertszeit des Mittels ca. 3h beträgt. Welchen Stillabstand sollte ich einhalten um die Auswirkung ...
Guten Tag Frau Althoff, meine 14-jährige Tochter hat sich mit Scharlach infiziert und heute vom Arzt Penicillin V 1.5 M Tabletten verschrieben bekommen. Diese soll sie 3 mal täglich eine Stunde vor dem Essen einnehmen. Nun habe ich im Internet in der gelben Liste gelesen, dass bei Scharlach dreimal täglich penicillin gegeben werden soll, ab ...
Sehr geehrter Herr Dr. Busse, mein Hausarzt hat mich eben angerufen und mir gesagt, dass in meinem Abstrich von Donnerstag der Keim Haemophilus Influenzae gefunden wurde und der sei ansteckend. Nun, wo die Praxis geschlossen ist, mache ich mir meine Gedanken. Ist das für meine beiden Kinder (4 Jahre, 9 Monate) gefährlich? Gegen diese B Varia ...
Guten Tag, mein Sohn 15 Monate ist leider etwas schwierig in der Verabreichung von Schmerzsaft, Zäpfchen und jetzt auch Antibiotikum. Er hat eine Mandelentzündung und soll das Amoxicilin 3x täglich nehmen. Nach der ersten Gabe hat er es mir aber postwendend wieder erbrochen.. gibt es hier eine Möglichkeit das Antibiotikum in etwas unte ...
Guten Morgen Herr Dr. Busse, bei unserem Sohn (7) wurde am Donnerstag Abend (27.11.) eine starke Bronchitis festgestellt. Es wurde ein Lungen-Röntgen gemacht und das Blut untersucht - der CRP war erst bei 4. Der AZ unseres Sohnes war nicht gut: Fieber, appetitlos, schwach. Wir haben das Antibiotikum Ceclor erhalten und mussten zwei Mal tägli ...
Guten Morgen Herr Dr. Brügel, meine 11-jährige Tochter hat gestern Abend angefangen zu frösteln und hatte leichte Halsschmerzen. Um 23 Uhr dann 39,7 Grad Fieber, sehr starke Kopfschmerzen und Übelkeit. Sie hat 200mg Ibuprofen bekommen, das sehr gut und schnell angeschlagen hat. Heute Morgen geht es ihr wieder sehr gut, 37,4 Grad Temperatur, ...
Darf sie zusätzlich Ibu 400 nehmen? Ausserdem plagt mich eine weitere Sorge. Bei meiner Tochter wurde im Herbst das MRKH Syndrom festgestellt. Wir sind noch mitten in der Diagnostik. Es dauert ewig, bis zu allen Terminen. Immerhin ein MRT wurde schon gemacht und der Radiologe meinte, er kann an den anderen Organen nichts auffälliges erke ...