venusblau
Sehr geehrter Herr Busse, ich bin etwas verzweifelt und hoffe, sie können mir weiter helfen. Meine Tochter ist nun genau 6 Monate alt (7,8 kg, ca. 67 cm) und wir haben noch immer Probleme mit der Kopfkontrolle. Man kann sie aufrecht halten und sie kann auch ihren Kopf halten und nach rechts und links drehen. Aber nicht so schön aufrecht mit Kinn nach oben, wie man es bei anderen Kindern sieht. Sie hängt doch eher oft wie ein Sack Kartoffeln da und legt den Kopf auch oft auf meiner Schulter ab. Bauchlage funktioniert nicht länger als 5 Minuten, danach klappt der Kopf nach unten (auch mit dem Gesicht nach unten, sie legt ihn nicht seitwärts ab). Man merkt richtig, dass sie keine Kraft mehr hat, ihn zu halten. Vor allem Sorgen macht mir jedoch, dass sie den Kopf überhaupt nicht hebt, wenn man sie in Rückenlage nach oben zieht bzw. an den Armen hält, so dass sie sich hochzieht. Der Kopf hängt einfach kraftlos nach hinten (keine Angst, ich bin vorsichtig). Sie macht auch keine Anstrengung, ihn zu haben. Vielleicht einmal von 20 Versuchen hält sie ihn kurz. Nun lese ich überall, dass man das eigentlich schon bei der U4 hätte können müssen. Sie konnte es damals auch nicht wirklich, aber der KiA hat nichts gesagt. Selbst in meinen Büchern steht, dass wenn sie das nicht kann mit 6 Monaten, sollte man auf jeden Fall den KiA konsultieren. Auch wenn man sie in Fliegerposition mit beiden Händen in der Luft hält, hält sie den Kopf nicht vertikal zum Boden, sondern mit dem Gesicht zum Boden. Ansonsten ist sie zeitgerecht entwickelt, denke ich. Sie spielt mit ihren Füßen, steckt sogar die Zehen in den Mund. Sie kann gut greifen und Spielzeug von einer Hand in die andere geben. Sie kann den Kopf auch in beide Richtungen gut drehen. Allein, sich selbst drehen schafft sie noch nicht. Höchstens ab und an mal von der Rückenlage auf die Seite. Aber weder von Bauch auf Rücken noch von Rücken auf Bauch. Nun ist es so, dass mein KiA im Urlaub ist und wir erst wieder in 2 Wochen einen Termin haben. Eine Woche darauf fahren wir auch noch für 1 Monat ins Ausland, so dass ggf. Krankengymnastik gar nicht möglich ist. Ich überlege nun schon auf eigene Kosten einfach bereits jetzt mit Krankengymnastik zu beginnen, denn wenn uns sonst ein ganzer Monat fehlt, dann ist das sicherlich auch nicht gut. Aber das wäre natürlich sehr teuer. Oder sollte ich zu einem Vertretungsarzt gehen, oder mache ich mir Sorgen, wo gar keine notwendig sind? Ist das Mitanheben des Kopfes beim Hochziehen aus der Rückenlage schon etwas, was man mit 6 Monaten können muss. Oder kann das auch noch gut Zeit haben?
Liebe V., man sollte sich davor hüten, die Entwicklung eines Kindes anhand einer Fähigkeit beurteilen zu wollen. Ihr KInderarzt wird das ja in 2 Wochen tun, er fand die Entwicklung bisher in Ordnung und alleine deshalb sehe ich keinen Grund zur Panik. Alles Gute!
venusblau
Sehr geehrter Herr Busse, vielen Dank für die rasche Antwort. Der letzte Kinderarztbesuch ist bereits 3 Monate her, daher sagt das wohl nicht so viel über die Entwicklung seitdem aus, da das Fehlen der Kopfkontrolle zu dem Zeitpunkt noch gut im Rahmen lag. Ich weiß, meine Email klingt etwas panisch und mir ist auch klar, dass Kinder sich unterschiedlich entwickeln und einzelne Fähigkeiten wenig Aussagekraft haben. Aber handelt es sich beim Kopfheben beim Hochziehen nicht eher um einen Reflex als um eine erlernte Fähigkeit (natürlich bedarf es Muskeln, aber sie zeigt ja nicht einmal diesen Reflex). Ihrer Antwort entnehme ich ein bisschen, dass es schon außerhalb des Normalen liegt, wenn mit 6 Monaten beim Hochziehen der Kopf nicht gehalten wird. Ist das korrekt? Sie überstreckt sich auch hin und wieder und z.B. auch in diesen Situationen geht sie ins Hohlkreuz. Ich weiß, es sind nur 2 Wochen bis zum Arzttermin, aber wie gesagt sind wir danach für 1 Monat außer Landes. Jetzt hätte ich noch fast 3 Wochen, die ich sonst nutzen könnte - und sei es nur für weiterführende Diagnostik oder eben Krankengymnastik. Daher meine Frage: Handelt es sich hierbei um einen Reflex, der eigentlich da sein müsste? Also würden Sie als Arzt das Fehlen durchaus als Zeichen ansehen, dass etwas nicht stimmt und dem nachgegangen werden muss, selbst wenn sonst keine weiteren Auffälligkeiten vorhanden sind? Es wäre nett, wenn Sie mir diese Fragen noch beantworten könnten. Vielen Dank
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