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Eine allgemeine Frage zu Zweitnamen

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Eine allgemeine Frage zu Zweitnamen

Muschu73

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Hallo, komme aus Österreich und wollte mal nachfragen wie das mit den Zweitnamen bei euch läuft? Werden sie laut gesprochen oder kommen sie nur auf die Geburtsurkunde? Habe bemerkt das hier alle wie verrückt nach zweitnamenkombinationen suchen und je spezieller desto besser. Für mich ist es ein wenig befremdlich wie stark die Namen aus dem englischen oder anderen fremdsprachlichen Räumen kommen müssen. Finde es schade gibt doch soviele schöne Namen aus unserem Sprachraum. Und bitte nicht böse auffassen! lg muschu


hubbabubba

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Antwort auf Beitrag von Muschu73

"wie stark die Namen aus dem englischen oder anderen fremdsprachlichen Räumen kommen müssen." Habe in letzter Zeit gar nicht so spezielle oder fremdsprachliche ZN hier gelesen - hast Du mal ein paar Bsp, damit wir wissen, welche du genau meinst? Und was sind für dich fremdsprachliche Räume genau???? Und welche Namen verbindest du mit unserem Sprachraum??? Ich frage deshalb, da es ja kaum ein Kind in Deutschland gibt (oder Österreich), welches tatsächlich einen DEUTSCHEN Namen trägt. Noah, Hannah, Elisabeth, Sophia, Katharina, Sarah etc sind ja auch fremdsprachliche Namen bzw kommen aus dem Ausland. Sind halt nur etwas länger in Gebrauch bei uns, als zB englische (die ich btw ganz gut finde, warum griechische, aber keine englischen?). Hier sind aber auch Viele, die einen internationalen Hintergrund haben. Meine Kinder zB (die Großen) - Großvater aus Frankreich, Großvater aus den USA, Großmutter aus Schweden, Großmutter aus Polen und Papa ist Türke. Ich denke, hier besteht jedes "Recht der Welt", Namen aus eben diesen Ländern zu vergeben (ob als RN oder als ZN). Zu deiner Frage, wie wir das händeln: Uns war es wichtig, dass wir im ZN etwas Spirituelles haben. So tragen meine drei Mädchen Namen von Engeln (die Große hat sogar im RN einen und im ZN) und die eine von Maria. Dann ist es uns sehr wichtig, das der ZN gleichberechtigt ist mit dem RN. Hier in D besteht eh das Gesetz, das beide Namen gleichwertig sind. Meine Mädchen lieben ihre ZN und wir rufen sie auch manchmal nur damit (allerdings rufen wir nicht Name + Zweitname - das wäre ein bischen viel ;-) ) Die Mittlere besteht darauf, dass der Name auf jedem Schulheft mit drauf steht. Dashändelt aber jeder selber, wie er mag...bei Vielen steht der Name auch nur stumm auf der Geb.Urkunde. Bei uns steht er wie gesagt auch auf Klassen- und Telefonlisten und auf den Krankenkassenkarten etc... Zu guter Letzt ist es in D ein uralter Brauch (wohl nicht nur in D), den Kindern mehrere Namen zu geben, schon seit hunderten von Jahren. Dieser Brauch wurde nur einige Jahre "vergessen"...70/80er Jahre etwa wurde es kurz Mode, dem Kind nur einen Namen zu geben. Jetzt kehren wir einfach nur wieder zu den Wurzeln zurück, was ich sehr schön finde. Denn so ein ZN gibt dem Kind immer die absolut tolle Gelegenheit, später selber wählen zu können. Wir vergeben gerne einen seltenen/außergewöhnlichen Namen in Kombination mit einem klassischen ZN. lg Hubba


Muschu73

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Antwort auf Beitrag von hubbabubba

Danke für deine ausführliche Belehrung. Ich habe selbst einen ausländischen Mann und daher vollstes Verständnis für "ausländische" Namen. Findest du Jamie, Jayden, Tyler, Maddox, Lennox, Henry usw als "alte" gebräuchlichen Namen im "deutschsprachigen" Raum? Ich kenne unsere geschichte gut genug um zu wissen, dass gerade österreich durch und durch ein Mischstaat schon seit Jahrhunderten ist. Trotzdem finde ich nichts verwerfliches an alten, eingebürgerten und für uns tradiotionelle namen. gibt ja auch soviele schöne darunter. Bei uns ist es durchaus noch üblich mehrer Namen zu vergeben aber selten dann nur einen 2. sondern dann zb beide Grossmütter oder Väter usw. eben auch mit Bedeutung der Person. Ich glaube nicht das ich so ein Ignorant bin jemand ein Recht auf einen Namen abzusprechen aber ich hoffe das die Nachnamen dann auch gut passen. Wie gesagt mein Kind hat einen Namen bekommen den sowohl Kosovaren wie Österreicher als "einheimisch" empfinden und der gut zum nachnamen passt. Ein weiteres,zukünftiges Kind wird hoffentlich genauso einen Namen nach reiflicher Überlegung bekommen. Ich kenne auch einige Kinder in meiner Umgebung die einen sogl Zweitnamen haben aber bis auf einen sagt niemand den zweitnamen. Find ich dann auch schade! lg muschu


hubbabubba

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Antwort auf Beitrag von Muschu73

Belehrung hört sich aber streng an - ich wollte nur erklären ;-) "Findest du Jamie, Jayden, Tyler, Maddox, Lennox,... usw als "alte" gebräuchlichen Namen im "deutschsprachigen" Raum?" Nein, ALTE und gebräuchliche Namen sind es für hier nicht. Aber sie "stören" mich auch nicht...wir werden später bei unserem geschätzen Hausarzt Dr. Jamie Leroy Müller sitzen und unsere Aktien bei Leslie Summer Bergmann anlegen,in der Bank unseres Vertrauens ;-) Wenn ich meinen Kindern englische oder frz Namen gebe (sowie griechische ZN), dann "darf" das Jeder da draußen. Ich stehe dem völlig neutral gegenüber...vielleicht horche ich etwas auf, wenn es um Namen geht, die bspw bei chantalisator.de rauskommen - die, so denke ich, bergen Diskussionsbedarf (wenn zu extrem). Aber ob Jamie oder Fritz, Lennox oder Hans...mit welchem Namen lebt es sich besser oder schlechter? Das kann man gar nicht beantworten. Meine Stiefschwester, die ihren Sohn Lennox genannt hat, ist bspw Bankkauffrau, die anderen Schwestern Personalsachbearbeiter und 2x Erzieher - sprich, man kann die Namen nicht einmal einer bestimmten "Schicht" zuordnen. Einen Namen habe ich ausgelassen - Henry. Denn DAS ist ja ein alter deutscher Name, der bereits im Mittelalter einer der beliebtesten deutschen Vornamen war. Mit Y ist es die engl. Variante, mit i die deutsche. Ob engl. oder dt - beim Aussprechen hört man es ja nicht. Henry kann man also nicht mit Tyler vergleichen. Ansonsten mag ichweder Tyler, noch Lennox, Jayden oder Maddox. "Trotzdem finde ich nichts verwerfliches an alten, eingebürgerten und für uns tradiotionelle namen. " Ich auch nicht :-) Aber Jeder halt, wie er mag - wenn Jemand nun mal diese Namen total scheußlich findet, dafür aber auf neumodische Namen wie zB Maddox steht, dann finde ich auch daran nichts Verwerfliches. "aber ich hoffe das die Nachnamen dann auch gut passen. " Bei uns passt er nicht so - naja, es geht. Typischer dt NN wie Schmidt und Müller. Aber warum soll der passen??? Also, ich für mich habe schon den Anspruch, dass der NN wenigstens etwas passen sollte - ich liebe zB den Namen Stella oder Smilla, aber da finde ICH halt, dass es klingt wie gewollt und nicht gekonnt. Würde ich nie machen. Aber ansonsten...Und vor allem - für WEN soll er passen? Für meine Nachbarn? Für die Kassierein bei Aldi? Für die Kindergärtnerin??? Warum sollte ich für "Andere" darauf achten, ob der Name meines Kindes auch ja zu unserem NN passt? Sprich, ich müsste dann ja (in unserem Fall) darauf verzichten, meinen Kindern Namen aus ihrer Herkunft zu geben...wenn es Jemand für sich ausschließt, bzw sagt "der NN muss passen", ist es völlig oK Aber für Andere? Ich finde auch nichts Schlimmes an zB Jamie Müller oder Sienna Bergmann. Wenn es um extremere Kombis oder Namen geht, verstehe ich aber, was Du meinst! "mein Kind hat einen Namen bekommen den sowohl Kosovaren wie Österreicher als "einheimisch" empfinden " Ihr habt die spanische Version des Namen gewählt (Leonor) - hier in D würde man erst einmal komisch gucken...allerdings habe ich den für Floras kleine Schwester auch auf der Liste ;-) Wieder so viel geschrieben ;-) lg Hubba


Brave

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Antwort auf Beitrag von hubbabubba

Ich heisse Asanassia und habe einen typisch deutschen NN. Hat mich nie gestört ;-) Schließlich heiße ich von kleinauf so und dann denkt man gar nicht drüber nach, ob das passt oder nicht :D


isabelita

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Antwort auf Beitrag von hubbabubba

"Meine Kinder zB (die Großen) - Großvater aus Frankreich, Großvater aus den USA, Großmutter aus Schweden, Großmutter aus Polen und Papa ist Türke." -Wie geht das denn? Dann hätten die Kinder ja 3 Großmütter (Schweden, Polen, Türkei) und 3 Großväter (Frankreich, USA und Türkei). Ein Kind hat ja "nur" 2 leibliche Großmütter & 2 leibliche Großväter.


hubbabubba

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Antwort auf Beitrag von isabelita

Find das manchmal echt spannend hier ;-) Sind die Urgroßeltern, also meine Großeltern...wollte es nicht so komliziert machen - die Familie meines Opas mütterlicherseits kommt aus Frankreich, meine Oma mütterlicherseits aus Polen. Mein Opa väterlicherseits USA, meine Oma väterlicherseits Schweden (hab ich aber auch schon oft hier geschrieben in den letzten Jahren). Daraus meine Eltern, Papa Mix aus amerikanischem GI (kam damals in der Nachkriegszeit hierher) und Schwedin, Mama Mix aus Polin und frz Familie. Daraus dann ich und ich habe dann zwei Kinder mit meinem Exmann bekommen, welcher vom schwarzen Meer kommt. Sind dann auch noch Oma und Opa türkischer Abstammung dabei. Bei weiteren Fragen einfach fragen :-)


isabelita

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Antwort auf Beitrag von hubbabubba

Tut mir leid. :-) Hat mich einfach nur etwas gewundert. :-) Aber sehr schön so viele Vorfahren aus verschiedenen Ländern zu haben.


hubbabubba

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Antwort auf Beitrag von isabelita

Kein Problem :-) Ja, schön ist es...leider leben FR, PL und S nicht mehr. Und zu USA ist der Kontakt abgebrochen. Aber die Verbindung bleibt, besonders im Herzen...meine Mittlere erz immer, sie wäre ein Mix aus Türkei und Schweden


Amaryllis

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Antwort auf Beitrag von Muschu73

für mich macht nur ein zweitname einen amen vollständig. sie stehen nicht nur in der geburtsurkunde und viele wissen auch um die anderen rufnamen meiner kinder :) meine kinder sind stolz auf ihre zweit- bzw drittnamen und nennen sie gerne. wenn sie größer sind und ihre jetzigen rufnamen nicht mögen können sie einfach diesen ändern und eben einen der anderen namen zu rufnamen erklären, ohne behörden^^ allerdings weis ich jetzt auch nicht genau was du mit unserem sprachraum meinst, denn hier sind so viele namen, die bei "uns" gebräuchlich sind, aus den unterschiedlichsten ursprüngen abzuleiten...und so reine wirklich deutsche namen gibt es kaum^^ meine kinder tragen namen aus dem nordischen bzw aus dem germanischen, aber diese würdest du dann auch als befremdlich erachten, da sie sehr selten sind^^ bzw haben sie namen mit biblischen oder mythologischem hintergrund. jedem das sein...jeder nach seiner fasson :) wie würdest du denn ein kind nennen?


Muschu73

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Antwort auf Beitrag von Amaryllis

Wie ich dachte hat mich hier leider jeder missverstanden und hat das persönlich genommen. Ich kenne hier keine persönlichen Hintergründe wer wie und mit wem verwandt ist und wie gesagt ich habe in meiner Familie auch einen Mischmasch an Nationen und finde es total bereichernd. Natürlich soll jeder seine Kinder so nennen wie er mag. Dafür lebe ich ja auch in einer Demokratie nur hat mich manches gewundert und mir gedacht ich frag mal nach. Bin ja noch nicht zu alt um dazuzulernen. Naja ist wohl nach hinten losgegangen. Leider Übrigens ja Leonor mag spanisch sein aber Leonor ist wie Leonora sehr gebräuchlich im Kosovo soweit ich es erlebt habe. Ist aber klar da albanisch auch eine romanische Sprache ist. Mit dem Nachnamen zusammenpassen meinte ich er muss für mich als Elternteil harmonieren, egal wie die Kombi heisst, denn alles andere ist mir dann auch egal denn dann kann ich meinen Standpunkt auch jedem klarlegen den es interessiert. also in diesem Sinne lg muschu


hubbabubba

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Antwort auf Beitrag von Muschu73

"hat mich hier leider jeder missverstanden und hat das persönlich genommen" Also, ich nicht. Habe ja ganz nett und vor allem wertfrei auf deine Fragen geantwortet. Habe dich nicht missverstanden und es gab auch nichts persönlich zu nehmen ;-) Finde auch die Antwort von Amaryllis ganz normal und einfach nur erklärend. Ist doch ein spannendes und interessantes Thema. Vielleicht siehst du das Ganze auch einfach nur etwas zu streng, was für dich und deine Werte ja völlig i.O. ist...aber überträgst das halt auf Andere (deine Werte)? Es besteht ja auch ein großer Unterschied zwischen urteilen und Anwendung des Urteilsvermögens... "nur hat mich manches gewundert und mir gedacht ich frag mal nach" dafür ist so ein Forum ja auch da. Es hat dich Keiner angeblafft oder deine Einstellung angegriffen. Nicht mit einem Wort.... "kenne hier keine persönlichen Hintergründe wer wie und mit wem verwandt ist" du wolltest u.a. wissen, warum Einige von uns Namen vergeben, die eher fremdländisch klingen...darauf zB meine Erklärung, warum. Andere haben andere Gründe, aber da leider nicht drauf geantwortet.... Ich verstehe grad nicht, was nach hinten losgegangen sein soll und warum du auf uns sauer bist


hamnavoe

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Antwort auf Beitrag von Muschu73

Ich kann die Frage auch nur für mich persönlich beantworten. Mein Sohn hat einen stummen Zweitnamen. Dieser hat für meinen Mann und mich eine persönliche Bedeutung, etwas das uns und damit auch unseren Sohn miteinander verbindet. Das würden wir auch bei einem weiteren Kind so machen. Ich kann allerdings wenig damit anfangen, wenn krampfhaft und ohne Hintergrund ein Zweitname gesucht wird. Verstehen kann ich es, wenn ein Name aus der Familie genommen wird, um z.B. den verstorbenen Opa zu ehren, oder wenn es ein Name mit einer schönen Bedeutung ist, dem man den Kind mit auf den Weg geben möchte. Der Sprachraum - weiß nicht, die Geschmäcker sind halt verschieden. Es gibt einige Namen aus dem englischen oder keltischen Sprachraum, die mir gut gefallen, ebenso wie ich ganz viele schrecklich finde. Das geht mir mit klassischen (lateinisch, griechisch, hebräisch - dürfte den Großteil der Namen abdecken, die allgemein vergeben werden) Namen aber ebenso. Mein Sohn hat einen nordischen Erstnamen und einen lateinischen Zweitnamen - der ZN ist der deutlich "exotischere". Für einen zweiten Jungen stehen auf meiner Liste gerade ein keltischer, ein hebräischer und ein germanischer ganz oben. Davon ist der germanische - also der aus unserem Sprachraum - wohl der ungewöhnlichste. Es ist also alles relativ.