| Es ist bemerkenswert, auf welch' merkwürdige
Ideen Eltern kommen können, wenn es um einen Vornamen für ihren Nachwuchs geht. Nach
Angaben der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) wurden von deutschen Gerichten und
Standesämtern folgende Vornamen u.a. abgelehnt: Agfa, Atomfried, Bierstübl, Grammophon, Lenin, McDonald,
Ogino, Omo, Pillula, Schnucki, Schroeder, Sputnik, Störenfried ...
Dagegen wurden allerdings u.a. genehmigt:
Leonardo da Vinci Franz, Pepsi-Carola, Pumuckl,
Rapunzel, Rasputin, Timpe, Windsbraut, Winnetou, Blücherine, Gneisenauette, Katzbachine,
Napoleon, Solarfried, Waterloo ...
"Die meisten Menschen verbinden mit
bestimmten Namen bestimmte Eigenschaften", sagt die Psychoanalytikerin Ingeborg
Lachinger-Karger aus Düsseldorf. So denken fast alle Eltern zum Beispiel bei dem Namen
Julia an ein liebes Mädchen und bei dem Namen Kevin an ein freches, schlaues und
selbstbewusstes Kind. Mit dem Namen verknüpften Eltern auch gewisse Erwartungen und
Hoffnungen an ihr Kind - bewusst oder unbewusst und erziehen es oftmals auch entsprechend.
Entwickelt sich das Kind aber nicht nach den Vorstellungen der Eltern, hätten diese oft
ein Problem damit, so Ingeborg Lachinger-Karger in einem Gespräch mit dem WDR ... ganz zu
schweigen von den Problemen, die ausgefallene Vornamen für die Kinder verursachen.
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