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So fließt die Milch

So fließt die Milch

Es kann gut sein, dass ab und zu etwas Milch aus Ihrer Brust tropft. Grundsätzlich aber fließt die Milch erst dann richtig, wenn Ihr Baby saugt. Dabei bekommt es zuerst die etwas wässrigere, fettärmere Milch (Vordermilch). Sie stillt den ersten Durst.

Die sattmachende, nährstoffhaltigere Milch (Hintermilch) kommt etwas später direkt aus den Milchbläschen. Ein Hormon sorgt dafür, dass diese Milch fließt: Wenn Ihr Kind saugt, schüttet Ihr Körper Oxytozin aus. Dieses Hormon steuert den Milchfluss- oder Milchspendereflex. Die Milchbläschen ziehen sich zusammen und pressen die Milch in die Milchgänge.

Es kann, zumindest in der Anfangsphase des Stillens, bis zu drei Minuten dauern, bis der Milchspendereflex einsetzt (Sie spüren dann wahrscheinlich ein Prickeln oder Ziehen in der Brust). Sie und Ihr Baby brauchen in diesen Minuten möglicherweise etwas Geduld. Die Milch anzusaugen ist Arbeit, die Neugeborenen unruhig machen kann. Sie wissen ja noch nicht, dass ihre Mühe gleich belohnt werden wird. Und Ihnen ist das kräftige Ansaugen unter Umständen unangenehm. Es ist hilfreich, wenn Sie Ihr Kind trotzdem an der Brust lassen, bis es zu einem ruhigeren Saugrhythmus findet. Je enger Sie und Ihr Baby zu einem Stillteam zusammenwachsen, desto besser spielt ich der Milchspendereflex ein. Später fließt die Milch bei vielen Frauen fast von alleine, wenn Sie nur ans Stillen denken.

Während Ihr Baby noch an der ersten Brust trinkt, sorgt der Milchspendereflex dafür, dass sich die Milchbläschen in der zweiten Brust zusammen ziehen. Hier mischt sich die durststillende Milch gleich mit der nährstoffhaltigeren Milch aus den Bläschen. Ein wunderbarer "Nachschlag", den Ihr Baby mühelos trinken kann. Auch das ist ein Grund dafür, dass Ihr Kind zumindest anfangs immer an beiden Seiten trinken sollte.

Tipp: Stress, Aufregung oder Schmerzen können den Milchspendereflex blockieren. Daher ist es ideal, wenn Sie und Ihr Baby sich so oft wie möglich von allem Trubel zurückziehen. Viel Ruhe und ggf. der Rat einer erfahrenen Hebamme oder Stillberaterin tun Ihnen gut, falls Ihnen alles mal zu viel wird.

von Anne Malburg

Zuletzt überarbeitet: Juni 2015

   

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