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Das Spiel von Angebot und Nachfrage

Das Spiel von Angebot und Nachfrage

Ihr Körper stellt normalerweise genau die Menge Milch bereit, die Ihr Baby braucht. Die Natur sorgt auf wunder­bare Weise dafür, dass das klappt: Wenn Ihr Baby an Ihrer Brust trinkt, geht automatisch ein Signal an die Regionen Ihres Gehirns, die für die Ausschüttung des Milchbildungs­hormons Prolaktin zuständig sind.

Vereinfacht gesagt heißt das: Trinkt Ihr Baby wenig, wird weniger Prolaktin ausgeschüttet und weniger Milch gebildet. Trinkt Ihr Baby mehr, erhöhen sich Prolaktin- und Milchmenge. Natürlich braucht Ihr Körper ein wenig Zeit, um die Milchmenge zu steigern oder zu senken. Dieser Zeitpuffer ist jedoch so bemessen, dass Sie und Ihr Baby normalerweise problemlos damit klar kommen.

Mit dem Beginn der Stillzeit kommt die Milchproduktion so richtig auf Touren, indem viel Prolaktin ausgeschüttet wird. Ein paar Tage nach der Geburt kann schlagartig sehr viel Milch in den Brüsten sein, die sich dann sehr voll anfühlen. Hebammen und Stillfachfrauen ermutigen Mütter, ihr Baby von Anfang möglichst oft anzulegen. Die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten können unter Umständen recht kurz ausfallen. Schließlich will ein Neugeborenes innerhalb von 24 Stunden gut acht bis zwölf Mal gestillt werden.

Das bewirkt einerseits, dass die Milchproduktion aufrecht erhalten wird. Andererseits hilft das regelmäßige Anlegen, die Milchmenge allmählich auf das benötigte Maß einzupendeln.

Wenn Sie den Kreislauf von Angebot und Nachfrage kennen, ist es leichter, vermeintliche Stillkrisen zu bewältigen:

Hat Ihr Baby zum Beispiel einen Wachstumsschub und braucht mehr Milch, wird es häufiger trinken wollen. Wenn Sie es dann öfter anlegen, steigert Ihr Körper automatisch die Milchbildung bzw. die Milchproduktion.

Umgekehrt gilt bei zu viel Milch: Zwischen den Stillmahlzeiten nur gerade so viel abpumpen oder ausstreichen, dass die Brust nicht spannt. Alles andere würde Ihrem Körper signalisieren, dass er noch mehr Milch bereitstellen muss.

von Anne Malburg

Zuletzt überarbeitet: Juni 2015

   

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