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Schwangerschaft - Fragen und Antworten





 
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Übelkeit

Übelkeit zählt zu den typischen Beschwerden in der Schwangerschaft. Obwohl sehr unangenehm, ist die Schwangerschaftsübelkeit in den meisten Fällen harmlos. Meist tritt sie besonders im 1. Trimester stark auf und verschwindet nach dem 3. Schwangerschaftsmonat. Jede Schwangere ist unterschiedlich davon betroffen. Manchen ist "nur" am Morgen etwas übel, andere leiden unter häufigem Erbrechen. Verursacht wird die Übelkeit in den meisten Fällen durch die Umstellung der Hormone - oder auch durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel, den recht viele Frauen in der Schwangerschaft entwickeln. Erwartet eine Schwangere Mehrlinge kann es zu einer noch stärker ausgeprägten Übelkeit kommen.

Zur Linderung der Beschwerden: Oftmals hilft es, bereits vor dem Aufstehen im Liegen einige trockene Kekse oder Zweiback zu essen, um den Blutzuckerspiegel zu normalisieren. Ingwer ist bekannt, gut gegen Übelkeit zu helfen, beispielsweise als Ingwertee oder als Ingwertabletten. Auch Akupunktur und viel Entspannung können helfen, die Übelkeit zu vertreiben. Außerdem sollen Düfte, wie Zitrusdüfte, Bergamotte, Mandarine und Pfefferminze helfen.
Hier kann auch eine Hebamme wertvolle Tipps geben.

In schweren Fällen, wenn die Übelkeit nach dem 3. Monat nicht verschwindet oder das Erbrechen sehr häufig und stark ausgeprägt ist, spricht man von Hyperemesis gravidarum. Es kann schwerwiegende Folgen für Mutter und Kind haben und muss behandelt werden. Aufgrund des Flüssigkeitsverlustes müssen diese Frauen zeitweise in der Klinik betreut werden.


von Sandra Kunze
* Hier finden Sie Infos zu den häufigsten Beschwerden in der Schwangerschaft
* Stichwort Übelkeit
Eine Frage dazu stellen an:
Dr. med. Bluni Schwangerschaftsberatung
Prof. Dr. Costa Ernährung in der Schwangerschaft
Dr. med. Paulus Medikamente / Schwangerschaft
Dr. med. Kniesburges Geburt, Kaiserschnitt, Baby
Martina Höfel Hebamme, Schwangerschaft, Baby
Expertenantwort Antworten von Prof. Dr. med. Serban-Dan Costa zu dem Stichwort  Übelkeit
 
Frage: Übelkeit

Sehr geehrter Herr Costa
ich bin nun in der 17. Woche und die Übelkeit will nicht nachlassen - mein Arzt meint, solange das Baby sich gut entwickelt und ich nicht erbrechen müsse, bestehe kein Handlungsbedarf, also keine weiteren Abklärungen. Der Zustand ist ertragbar, aber alles andere als angenehm. Ich kann das Essen behalten, habe aber noch kaum zugenommen. Wichtig für Sie ist vielleicht, dass es sich um die 2. Schwangerschaft handelt und diese verläuft absolut gleich wie die erste, wo es mir bis zur Geburt schlecht war. Der Wunsch nach einem 2. Kinde war grösser als die Angst vor den Schwangerschaftsbeschwerden und zum Glück hab ich viel Unterstützung von meinem Mann und der ganzen Grossfamilie, auch bei der Arbeit wird mir Verständnis entgegengebracht und ich kann meist von zu hause aus arbeiten. Muss ich einfach diesen Zustand ertragen, oder gibt es Ihrer Meinung nach etwas, was ich tun kann? Spaziergänge im Wald, Akupunktur, Ginger-Essen und Wellness-Weekend etc. haben nix gebracht :-( Tali


Antwort

So wie Sie Ihre Beschwerden beschreiben, die offenbar nur während der Schwangerschaften auftreten und danach verschwinden (ist es so ?), glaube ich eher, dass man sie nur versuchen kann mit Medikamenten zu lindern. Trotzdem möchte ich Ihnen empfehlen, einen Magen-Darm-Spezialisten aufzusuchen, um zu sehen, ob Ihre Beschwerden nicht doch eine organische (also körperliche) Ursache haben. Häufiger als man denkt/glaubt, gibt es einen sogenannten Reflux (das Essen mit Magensäure kommt zurück in die Speiseröhre, reizt diese und so kann Sodbrennen und/oder Übelkeit entstehen).

Die "übliche", schwangerschaftsbedingte Übelkeit und das Erbrechen hören eigentlich fast bei allen Schwangeren so um die 16. Schwangerschaftswoche auf..

Also mein Tipp: warten Sie 1-2 Wochen, wenn die Beschwerden fortbestehen, suchen Sie einen Magen-Darm-Spezialisten (Gastroenterologen) auf, der die Ursache Ihrer Beschwerden abklären soll. Dabei dürfen Sie in der Schwangerschaft sehr viele, verschiedene Magen-Darm-Medikamente einnehmen, ohne dem Kind zu schaden.

Wenn Sie möchten, können Sie mir schreiben, wie es ausgegangen ist - es würde mich sehr interessieren.

Expertenantwort Antworten von Hebamme Martina Höfel zu dem Stichwort  Übelkeit
 
Frage: Was kann ich gegen die Übelkeit tun?

Hallo! Hab eine Frage, bin in der 34 SS woche und hab seit ein paar Tagen immer wieder mit starker Übelkeit zu kämpfen. Ich esse deshalb schon immer wieder mal eine Kleinigkeit, hilft aber nicht wirklich. Grad spät abends lieg ich im Bett, und da is es ganz schlimm. So dass ich erst nochmal aufstehn muss, und rumlaufe, oder brechen muss, bevor es besser wird. Ich dachte eigentlich man hat damit nur zu Anfang der SS zu kämpfen? Haben Sie noch einen Tipp für mich was ich machen kann?
Lieben Dank f.d. Antwort! Grüssle


Antwort

Liebe walle,

Eine sehr angenehme Möglichkeit Übelkeit (und Erbrechen) in der SS zu behandeln sind ätherische Öle. Verwendet werden gerne Bergamotte (Stimmungsschwankungen), Mandarine und Zitrone (riecht schön frisch), Pampelmuse (hindert Magen am Routieren) und Pfefferminze. Einen Tropfen auf den Schläfen einmassieren - dabei bitte keine Homöopathie anwenden).

Liebe Grüße
Martina Höfel

Expertenantwort Antworten von Frauenarzt Dr. med. V. Bluni zu dem Stichwort  Übelkeit
 
Frage: Übelkeit

Hallo Herr Dr. Bluni,
ich bin momentan in der 11. SSW.
Mir war hauptsächlich in der 8 + 9 SSW übel (ich musste aber nie brechen), dann ist es besser geworden.
Gestern (bei 10+5) kam ich von der Arbeit nach Hause und musste brechen.
Mir kommt es komisch vor, dass ich jetzt erst das erste Mal brechen musste.
Ist das ungewöhnlich, oder kann das schon mal vorkommen?


Antwort

Hallo,

die Übelkeit tritt bei 50-90 Prozent, Erbrechen bei 25-55 Prozent aller Schwangerschaften auf, meist begleitet von Kopfschmerzen. Das verstärkte Erbrechen stellt eine schwere Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens dar, das sich in schweren Fällen bis zum Ende der Schwangerschaft hinziehen kann. Meist dauert es aber nicht länger, als bis zur 12. Oder 13. SSW. Die seltenere Form mit ständigem Erbrechen, stellt ein schweres Krankheitsbild dar mit Gewichtsreduktion, Elektrolyt- und Wasserhaushaltsstörungen, was dazu führen kann, dass man diese Frauen stationär behandeln muss.

Die so genannte Hyperemesis stellt sich nicht als ein isoliertes Geschehen dar, sondern muss als das Zusammenspiel von biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren gesehen werden. Die genaue Entstehung der Übelkeit und des Erbrechens in der Schwangerschaft ist nicht sicher geklärt. Während gewisse Autoren hormonelle Ursachen rasch ansteigende Östrogenspiegel im ersten Trimester; abnorm hohe HCG-, Progesteron- und Androgen-Serumspiegel postulieren, weisen andere Untersuchungen auf die Bedeutung psychosozialer Faktoren im Sinne einer unerwünschten Schwangerschaft oder Konfliktsituationen hin.

Andere Untersuchungen zeigen eine instabile elektrische Aktivität des Magens und eine verminderte elektrische Antwort auf Nahrungseinnahme.

Offensichtlich spielen bestimmte Keime, wie Helikobakter pylori-Bakterien im Magen, in einigen Fällen eine nicht unerhebliche Rolle, so dass deren Behandlung durch den Hausarzt notwendig wird. Ebenso ist bei lang anhaltender Übelkeit die Funktion der Schilddrüse zu überprüfen.

Die verstärkte Übelkeit auch in Verbindung mit Erbrechen scheint in unseren westlichen Kulturen stärker vertreten zu sein als z.B. bei ursprünglich asiatischen und afrikanischen Völkern was auf eine Kulturabhängigkeit hinweist.

Wichtig ist, die Ernährung entsprechend einzustellen: auf fettreiches zu verzichten und viele kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Da die morgendliche Übelkeit auch durch einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel hervorgerufen werden kann, sollte die Schwangere morgens vor dem Aufstehen eine kleine Mahlzeit - z.B. Zwieback - zu sich nehmen oder auch einen warmen Tee trinken und danach noch etwas ruhen.

Empfehlenswert ist es, mehrmals geringe Flüssigkeitsmengen über den Tag verteilt einzunehmen und vor einer Aufnahme von Nahrung oder Einnahme von Medikamenten die Zunge mit frischer Ingwerwurzel einzureiben. Zusätzlich sollte Stress gemieden werden.

Ansonsten hilft manchmal ein Teeaufguss aus Zingiberis rhizoma Ingwerpulver; Teemischung aus Kamille, Pfefferminz und Melisse ein gehäufter Teelöffel auf eine Tasse Wasser 5-10 Minuten ziehen lassen, schluckweise trinken.

Schwangere Frauen mit Übelkeit in der Frühschwangerschaft sollten die folgende Ernährungsprinzipien einhalten: Essen oder trinken Sie nichts Kaltes. Meiden Sie Kaffee, saures, scharfes und fettiges Essen. Geeignete Flüssigkeiten sind z. B. warmes Wasser, warme Getränke aus Ingwer und Koriander, Fenchel- bzw. grüner Tee. Geeignete Speisen wären z.B. Reis-, Hühner- oder Nudelsuppe, Kartoffelbrei und gekochtes Gemüse (Karotten und Kartoffeln)

Sollten homöopathische Präparate, wie Brechnuss (Nux Vomicae C30 – 3x5 Globuli pro Tag), Sepia, Nausyn-Tabletten oder Ähnliches keine Linderung verschaffen, kann die behandelnde Frauenärztin/Frauenarzt auch u. a. Zäpfchen verordnen, die die Übelkeit beseitigen.

Die Medikamente, die folgende Wirkstoffe enthalten, dürfen in der Schwangerschaft bei Übelkeit und/oder Erbrechen verabreicht werden:

Wirkstoff:

* Diphenhydramin (Emesan®)
* Meclozin (Peremesin®)
* Metoclopramid (MCP®)
* Dimenhydrinat (Vomex A®)

Sehr empfehlenswert ist die Akupunktur, mit der sehr gute Erfolge bei der Übelkeit in der Schwangerschaft erzielt werden können. Wichtig: eine homöopathische Therapie sollte immer in Absprache mit dem behandelnden Frauenarzt/Frauenärztin erfolgen.


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