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Schwangerschaft - Fragen und Antworten





 
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Listeriose

Die Listeriose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, ausgelöst durch Lebensmittel, die mit Listerien verunreinigt sind. Schwangere haben ein etwa 12-fach höheres Risiko, daran zu erkranken. Die Krankheit zeigt sich meist nur mit einem kurzen Fieberschub, erkältungsähnlichen Symptomen mit Magen-Darm- Beschwerden. Jedoch kann die Infektion auf das ungeborene Kind übergehen, als Folge sind ein Abort oder, im 3. Trimester, auch eine Frühgeburt möglich. Auch kann das Neugeborene direkt nach der Geburt Symptome zeigen oder erst bis zu vier Wochen danach. Listeriose kann vom Arzt oder der Hebamme durch eine serologische Untersuchung nachgewiesen werden.

Die sicherste Vorbeugung vor einer Lebensmittelinfektion ist das ausreichende Erhitzen der Lebensmittel. Rohmilch, Rohmilchprodukte, rohes Fleisch, roher Fisch, rohe Eier sollten beispielsweise gemieden werden. Hier finden Sie weitere wichtige Hinweise zur Ernährung und Vermeidung von Listeriose.



von Sandra Kunze
* Hier finden Sie Infos zu den häufigsten Beschwerden in der Schwangerschaft
* Stichwort Listeriose
Eine Frage dazu stellen an:
Dr. med. Bluni Schwangerschaftsberatung
Prof. Dr. Costa Ernährung in der Schwangerschaft
Dr. med. Paulus Medikamente / Schwangerschaft
Dr. med. Kniesburges Geburt, Kaiserschnitt, Baby
Martina Höfel Hebamme, Schwangerschaft, Baby
Expertenantwort Antworten von Hebamme Martina Höfel zu dem Stichwort  Listeriose
 
Frage: Listeriosegefahr?

Hallo Frau Höfel, ich habe heut eine andere Frage, die mir auf der Seele brennt. Ich habe mir vorhin ein belegtes Brötchen gemacht. Dazu habe ich noch eine Scheide Wurst (Lyoner) aus der bereits vor 1 Woche geöffneten Wurstpackung verwendet (war die letzte). Habe auch daran gerochen usw. und fand sie (noch) nicht ungenießbar. Nun mache ich mir doch Sorgen ob die vielleicht schon zu alt war und ich mich mit Listerien infizieren könnte und habe etwas Angst um das Baby. Wie schätzen Sie die Gefahr ein?

Vielen Dank, ich hoffe Sie können mich etwas beruhigen! (37+6)


Antwort

Liebe Mama0909,

die Listeriosen wachsen ja nicht, weil die Wurst alt wird. Entweder es sind Listeriosen auf der Wurst, dann sind sie auch beim Öffnen der Packung da.

Liebe Grüße
Martina Höfel

Expertenantwort Antworten von Frauenarzt Dr. med. V. Bluni zu dem Stichwort  Listeriose
 
Frage: Listeriose

Sehr geehrter Herr Dr. Bluni,

Ich hatte vor einiger Zeit grippeähnliche Symptome und habe mir Sorgen wegen einer möglichen Listerioseinfektion gemacht, da ich z.B. Sprossen und Cremekuchen gegessen hatte.
Ich habe einen Listeriose-Bluttest durchführen lassen, der negativ war. Allerdings setzte das Fieber erst zwei Tage nach der Blutabnahme ein (Gliederschmerzen und Husten schon vorher).

Hat der Test eine Infektion wirklich ausschließen können oder wurde er zu früh durchgeführt?

Deutet der immer noch anhaltende Husten und Schnupfen überhaupt auf eine Listeriose hin?

Vielen Dank für Ihre Einschätzung!


Antwort

Hallo,

eine solche Situation stellt sich offensichtlich immer mal wieder ein: Das Fleisch war offensichtlich nicht ganz durchgegegart oder es wurde ein vermeintliches Rohmilchprodukt verzehrt und nun besteht die Angst einer Listeriose– oder Toxoplasmoseinfektion. Hier ist es grundsätzlich nicht möglich, nun das Risiko der Infektion zu quantifizieren.

Die Listeriose äußert sich in mäßigem Fieber, geringem Schüttelfrost, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen; also mit den Symptomen eines grippalen Infektes beziehungsweise einer Harnwegsinfektion.

Charakteristische Hinweise auf eine Listeriose fehlen, eine Abgrenzung zur Grippe beziehungsweise anderen Infektionen ist nicht gegeben, so dass eine gezielte Suche nach den Bakterien in der Regel unterbleibt.

Bei Verdacht oder der Diagnose eine Listeriose kann mit einer antibiotischen Behandlung Schaden abgewendet werden.

Wie häufig ist eine Listeriose?

In Deutschland kommt es nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zu rund 200 Fällen pro Jahr, die relativ gleichmäßig über das Land und das Jahr verteilt auftreten. Die Dunkelziffer ist sicher höher. Die konnatale Listeriose (Infektion unter der Geburt) wird etwa nur 30- bis 40-mal pro Jahr registriert (bei ca. 800.000 Entbindungen pro Jahr).

Kann Listeriose verhindert werden?

Die generellen Hygienerichtlinien empfehlen für die Verhinderung von Listeriosen die gleichen Maßnahmen wie zur Vorbeugung anderer durch verunreinigte Lebensmittel verursachter Erkrankungen (z.B. Salmonellen).
generelle Empfehlungen:

• Kochen Sie rohes Essen von Tieren, wie Rind, Schwein und Geflügel immer ganz durch
• Waschen Sie rohes Gemüse gründlich bevor Sie es essen
• Halten Sie bei der Zubereitung rohes Fleisch strikt fern von Gemüse und von gekochtem Essen und essfertigen Lebensmitteln
• Vermeiden Sie rohe (unpasteurisierte) Milch oder Nahrungsmittel, die aus roher (unpasteurisierter ) Milch hergestellt wurden
• Waschen Sie sich die Hände, Geschirr und Geräte, die mit rohen Lebensmitteln in Berührung gekommen sind.

Es sollte immer der behandelnde Arzt entscheiden, ob er in einem solchen Fall wirklich die Abklärung einer Listerioseinfektion für geboten hält.

Ergibt sich ein begründbarer(!!) klinischer Verdacht auf eine Listerieninfektion bei der Schwangeren, empfiehlt sich hierbei die entsprechende Diagnostik.
Diese ist aber nur durch den direkten Erregernachweis z.B. in der Blutkultur, im Liquor oder auch in Abstrichen von Neugeborenen möglich.

Sinnlos und überholt ist ein Antikörpernachweis, da es sehr viele falsch negative (Antikörper werden erst spät, bei Immunsuppression gar nicht gebildet) und auch falsch positive Ergebnisse gibt (Kreuzreaktivität mit vielen anderen Bakterien durch Antigengemeinschaft).



VB

Expertenantwort Antworten von Dr. med. Stefan Kniesburges zu dem Stichwort  Listeriose
 
Frage: Listeriose

Hallo Dr. Kniesburges, ich bin völlig verzweifelt, da ich Angst habe mich durch den Verzehr von fertigem Weißkrautsalat mit Listerien infiziert zu haben. Habe gelesen, dass auch durch Blutuntersuchungen kein eindéutiger Nachweis von Listerien möglich ist. Wozu raten Sie mir? Bin in der 13.SSW.Vielen Dank für eine Antwort. Vera von Rennbeck


Antwort

Hallo,

eine Listerioseinfektion wird durch Nachweis der Listerien z.B. in Rachen- oder Vaginalabstrichen oder Urin gestellt. Der Nachweis von Antikörpern ist aufgrund von Kreuzreaktionen mit anderen Bakterienarten relativ unspezifisch. Nur Titer über 1:200 und Titeranstiege um mindestens 2 Stufen haben eine diagnostische Bedeutung.
Ihr FA wird bei entsprechendem Verdacht o.g. Untersuchungen veranlassen. Solte tasächlich eine Listerioseinfektion vorliegen, muss sofort eine Antibiotikabehandlung eingeleitet werden.

Dr. S. Kniesburges, St. Anna Hospital

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