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Heißhunger

Heißhunger auf ganz bestimmte Lebensmittel oder Getränke ist eine bekannte Begleiterscheinung in der Schwangerschaft. Viele Frauen können von einem gesteigerten Appetit in der Schwangerschaft berichten oder von ungewohnten Lebensmittel, die sie in dieser Zeit besonders gemocht haben.

Plötzlicher Appetit auf bestimmte Gerichte

Oft kommen die Essgelüste aus heiterem Himmel: Spontan hat die werdende Mama Lust auf ganz bestimmte Lebensmittel und Speisen. Vielleicht richtet sich der Appetit auch auf ganz andere Geschmacksrichtungen als noch vor der Schwangerschaft. Plötzlich sind Naschkatzen auf Heringssalat, Chips, Currywurst oder Rührei mit Schinkenspeck etc. aus, Frauen, die eigentlich eine Vorliebe für deftiges Essen haben, stehen plötzlich wegen Eis, Sahnetorte oder Quarkcreme vor dem Kühlschrank bzw. der Tiefkühltruhe.

Neben ungewohnten Vorlieben beim Essen sind jetzt auch ungewöhnliche Kombinationen beliebt: Da werden Salami mit Nuss-Nugat-Aufstrich gegessen, das Marmeladenbrot mit Gewürzgurken belegt. Der Jieper auf Süßes, Saures oder Salziges tritt scheinbar wahllos und unvermittelt auf, meist zwischen dem 4. – 7. Schwangerschaftsmonat.

Ursachen für den Heißhunger

Die Hormone sind schuld an diesem Phänomen in der Schwangerschaft. Sie verändern den Appetit. Die Geschmacksnerven und das Geruchsempfinden sind nicht vollkommen in der Balance – das ist eine Erklärung.

Möglicherweise ist der biologische Sinn dahinter aber auch, dass der Körper nach Lebensmitteln verlangt, die einen Vitamin- oder Nährstoffmangel ausgleichen sollen. Dies besagt eine wissenschaftliche These, für die aber noch keine endgültigen Beweise erbracht wurden. Demnach zeigt sich der Heißhunger auf Fleisch beispielsweise, wenn der Eisenwert abgerutscht ist oder der Appetit auf Eiscreme oder würzigen Käse tritt auf, wenn der Kalzium-Haushalt aufgefüllt werden will. Bei Hunger auf Süßes, soll vielleicht ein Mangel an Phosphor und Magnesium behoben werden, Appetit auf Obst signalisiert einen Vitamin-Bedarf und mit Heißhunger auf Fleisch und Hülsenfrüchte soll dem Körper Eiweiß zugeführt werden.

Selten wird eine werdende Mutter auch von merkwürdigem Appetit auf nicht essbare Dinge geplagt: Es treibt sie, am liebsten Erde, Kreide, Seife, Sand etc. zu verzehren. Hier sollte man keinesfalls mit dem Naschen beginnen, sondern besser mit einem Arzt darüber sprechen. Diese Essgelüste sind als Pica-Syndrom bekannt und bedürfen einer Behandlung.

Was hilft gegen den Heißhunger?

Im Normalfall ist der Heißhunger kein Grund zur Sorge und – in Maßen – darf die Schwangere ihren Essgelüsten auch gern nachgeben: Genießen Sie Ihre Leckereien, auch mal „kleine Sünden“ und essen Sie ohne schlechtes Gewissen. Natürlich sollte man grundsätzlich auf eine gesunde Ernährung achten, auf einen ausgewogenen Speiseplan mit ausreichend Vollkornprodukten, Obst, Gemüse, Milchprodukten, Fleisch, Fisch etc. und nicht regelmäßig zu viele Kalorien zuführen. Vor allem Frauen, die einen Schwangerschaftsdiabetes haben, sollten ihren Appetit auf Süßigkeiten zügeln.

Richtet sich Ihr Heißhunger oft auf kalorienreiche, süße und/oder fetthaltige Lebensmittel, sollten Sie vermeiden, jederzeit zuzugreifen, andernfalls könnte die Gewichtszunahme schnell etwas zu üppig ausfallen. Manchen Frauen hilft es, wenn Sie bei aufkommendem Heißhunger Zähne putzen oder eine Mundspülung benutzen. Ein anderer Tipp: Viele kleine Mahlzeiten verteilt über den Tag essen, viel Obst, Naturjoghurt, Nüsse, Vollkorngetreide etc. Dies stabilisiert den Blutzucker. Bei Lust auf Süßigkeiten sind Trockenfrüchte, frisches Obst oder dunkle Schokolade eine bessere Alternative zu allzu fettreichen Snacks.

 
von Sandra Kunze

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Hier finden Sie unser Lexikon für die Schwangerschaft  
* Stichwort Heißhunger
Eine Frage dazu stellen an:
Dr. med. Bluni  Schwangerschaft
Prof. Dr. Costa  Ernährung
Dr. med. Paulus  Medikamente
Dr. med. Kniesburges  Geburt
Martina Höfel  Hebamme
Fragen an den ExpertenFrage an Hebamme Martina Höfel zum Thema  Heißhunger
 
Frage:   39 ssw und plötzlich wieder Heißhunger?

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wie ...

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