Re: Abneigung gegen Kindergarten
Hallo Tito12,
auch mit 3 - 3,5 Jahren dauert es noch eine ganze Weile, bis Fremdes vertraut wird. Geben Sie sich beide noch einige Wochen Zeit, um sich an diese neue Situation ohne vertrauter Schwester zu gewöhnen.
Sie sind sich sicher, dass die Erzieherinnen gute Arbeit leisten und sich Ihr Sohn nach dem langsamen Abschiednehmen doch auf die Betreuung einlässt. Gut! Trauen Sie Ihrem Sohn nun 100% zu, dass er mit dieser neuen Situation klar kommt! Er testet Sie und Ihr Verhalten und genießt es, die volle Aufmerksamkeit zu bekommen, wenn Sie unsicher werden beim Abgeben in der Kita. Wenn er zu Hause wenig oder gar nichts isst, reden Sie ihm dann gut zu?? = 100% Aufmerksamkeit = gewonnen.
Haben Sie keine Sorge, im Kindergarten wird gemeinsam gefrühstückt, dass macht mehr Spass als mit ermahnenden Mama zu Hause in Schnelle am Esstisch.
Sicher ist es wunderbar, Mama mal für sich wieder alleine zu haben, da die Schwester ja vielleicht schon auf dem Weg zur Schule, bzw. in der Schule ist.
Den jüngsten nun auch loszulassen, dass fällt einer Mutter nicht ganz leicht und Junior hat alle sensiblen Antennen zur Mama ausgefahren – er kennt Sie ganz genau.
Loben Sie ihn, wie groß er nun ist und wie toll Sie es finden, dass er ein Kindergartenkind ist. Nehmen Sie sich nach dem Abholen etwas Zeit nur für ihn und lassen Sie sich auf Augenhöhe erzählen, was er heute im Kindergarten gemacht hat. Auch so kann man ihm dann für ein Zeitfenster bewusst die volle Aufmerksamkeit schenken.
Großeltern dürfen mit Ihren Sohn gerne nach der Kindergartenzeit oder am Wochenende Zeit verbringen. Wenn er erst 1 oder knapp 2 Jahre wäre, dann ist die Tagespflege bei den Großeltern eine tolle Alternative, aber mit 3,5 Jahren braucht Ihr Sohn eine Gruppe altersgemischte Kinder in der er seine Sozialkompetenzen ausbauen, festigen und sichern lernt.
Fragen Sie Ihren Sohn und die Erzieherin im Kindergarten, mit wem er aus der Gruppe – egal ob Junge oder Mädchen gerne spielt und laden Sie dieses Kind mit Mutter vielleicht mal nachmittags zu sich ein. So werden seine ersten Kontakte mit den neuen Spielgefährten gestärkt.
Freundliche Grüße
Gaby O-Mascher |