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Keine Angst vor Wäschebergen

Schmutzwäsche sammelt sich in Familien mit beängstigender Geschwindigkeit an. Und ist endlich alles sauber, müssen die Sachen gebügelt, gefaltet und weggeräumt werden. Aber auch hier gilt: Dranbleiben und möglichst pragmatisch vorgehen. Dann ist die Sache mit der Wäsche nicht so schlimm. 

Manches lässt sich zweimal tragen

Früher geizte man mehr mit der Wäsche als heute. Und tatsächlich können Sie den Schmutzwäscheanfall ein wenig reduzieren, ohne gleich einen Hygienenotstand befürchten zu müssen.

- Klar, Socken und Unterwäsche gehören täglich gewechselt. Manches andere Stück jedoch muss nicht immer gleich in die Wäsche. Babys können einen Strampler zwei, drei Tage hintereinander anziehen, solange die Windel nicht ausläuft und das Stück keine Milch- oder Breiflecken hat. Dicke T-Shirts und Pullis abends zum Auslüften hinhängen, dann kann man sie nochmal anziehen.
 
- Ein altes T-Shirt von Mama oder Papa schützt Kinderkleidung bei Mal- und Bastelaktionen. Abwischbare Platzsets oder eine Plastikdecke ersetzen die Stoff-Tischdecke, solange Ihre Kinder klein sind: Im Alltag lässt sich an vielen Stellen Dreckwäsche vermeiden.

Ab damit in die Waschmaschine ?!

Die meisten Textilien sind heute waschmaschinengeeignet, erst recht Baby- und Kinderwäsche. Hat Ihre Maschine einen Wollwaschgang, dürfen sogar manche Wollsachen rein (Schleuderfunktion aus- bzw. auf niedrigste Stufe stellen, sonst gibt‘s Filz!). Schauen Sie aber sicherheitshalber spätestens vor der ersten Wäsche eines Wäschestücks auf das Pflegeetikett. Noch besser: Gleich beim Kauf prüfen, ob ein Kleidungs-/Wäschestück in die Maschine darf. Sonst sollten Sie sich gut überlegen, ob es Ihnen die Mühe einer Handwäsche oder die Kosten einer chemischen Reinigung wert ist.

- Gut sortiert ist halb gewaschen
Weißes und Dunkelbaues zusammen in der Maschine? Lieber nicht. Mit ziemlicher Sicherheit haben Sie am Ende verfärbte Sachen. Sortieren Sie Ihre Wäsche nach Farben und ggf. noch mal extra nach Materialien wie Wolle. In Familien kommt meistens in jedem Fall genug zusammen, um die Trommel zu füllen. Allerdings werden sich immer wieder Zweifelsfälle finden: Darf der verfleckte zartblaue Babybody in die 60° Grad-Wäsche? Oder gehört er in die helle Buntwäsche? Da hilft nur Erfahrung - und der Blick aufs Etikett. Denn mitunter verträgt auch farbige Wäsche höhere Temperaturen.
 
Tipp: Neue bunte Sachen können noch viel Farbe abgeben. Auf alle Fälle erst einmal mit ähnlich farbigen Stücken oder separat waschen. Nach mehreren Waschgängen ist die Gefahr des "Ausblutens" normalerweise gebannt.
 
- So warm wie nötig und so kühl wie möglich waschen
Normalerweise genügen bei modernen Waschmitteln 30° C oder 40° C, um Wäsche sauber zu bekommen. Der früher übliche 90° C-Waschgang für Weißwäsche gilt als überholt und ist nur noch ausnahmsweise nötig. Denn 60° C genügen völlig, um entsprechende Stücke hygienisch sauber und ansprechend weiß werden zu lassen. Erfreulich, denn mit der Temperatur steigen auch Energieverbrauch und Kosten.
 
- Fassungsvermögen der Trommel ausnützen
Auf Dauer ersparen Sie Ihrem Geldbeutel, der Umwelt und Ihrer Maschine dadurch viele unnötige Waschgänge. Faustregel: Wenn oben in der Trommel noch eine Hand- oder Ellenbogenbreite Platz ist, stimmt die Füllmenge. Bei empfindlichen Sachen jedoch etwas mehr Raum lassen.
 
- Wie für andere Haushaltsgeräte gilt natürlich auch für die Waschmaschine: Am umweltfreundlichsten ist ein Modell der Energieeffizienzklasse A. Auch hier gibt es jedoch noch Unterschiede, denn innerhalb der A-Klasse finden sich noch ganz besonders sparsame Modelle der Kategorie Aplus. Es lohnt sich daher, die Angaben zu den einzelnen Geräten genau zu vergleichen. Das vorgeschriebene EU-Energie-Label verrät neben der Energieeffizienzklasse auch weitere Details. Dazu gehören genauere Angaben zum Strom- und Wasserverbrauch beim Standardprogramm "Baumwolle 60°", zur Wasch- und Schleuderwirkung, zur Füllmenge und zur Lautstärke der laufenden Maschine. 

Das richtige Waschmittel wählen

Hier eine kleine Hilfestellung zu den wichtigsten Waschmittel-Typen:

- Vollwaschmittel sind besonders beliebt, da sie sich für alle Waschtemperaturen eignen. Sie enthalten auch Bleichstoffe, die allerdings erst bei höheren Temperaturen aktiv werden. Viele Marken gibt es heute als Kompaktwaschmittel, das heißt, ohne Füllstoffe.
 
Das macht die Packungen kleiner und hilft, die Umwelt weniger zu belasten. Babys und Kleinkinder sowie andere Verbraucher mit besonders empfindlicher Haut vertragen manchmal bestimmte in Waschmitteln eingesetzte Substanzen, etwa Farb- und Duftstoffe, nicht. Für sie gibt es Waschmittel (wie zum Beispiel Persil Sensitive), die nach Herstellerangaben auf potenziell nicht so gut verträgliche Stoffe verzichten und dadurch besonders reizarm und hautfreundlich sind.
 
- Buntwaschmittel gehören ebenso wie Fein- oder Wollwaschmittel zur großen Gruppe der Spezialwaschmittel. Sie sind für Waschtemperaturen bis maximal 60° C (Ausnahme: einige Buntwaschmittel können auch bis 90° C verwendet werden) und - wie ihr jeweiliger Name schon sagt - für bestimmte Textilien gedacht. Buntwaschmittel enthalten keine bleichenden Substanzen oder optischen Aufheller. Das macht die Mittel auch für dunkle Farben geeignet.
 
- Flüssigwaschmittel gibt es als Voll- und Feinwaschmittel in flüssiger Form oder Gelform sowie als Superkonzentrate. Letztere erlauben bei gleicher Waschleistung eine deutlich niedrigere Dosierung. 

In den Trockner oder auf die Leine?

Für manche ist das fast eine Glaubensfrage. Sie kommen aber weiter, wenn Sie die Sache eher nüchtern betrachten. Denn das Lufttrocknen wie der Gebrauch eines Trockners haben Vor- und Nachteile. Welche Lösung für Sie die richtige ist, hängt daher von mehreren Faktoren ab.

- Ein Trockner spart Zeit, denn Sie müssen nicht alles aufhängen. Das ist gerade bei kleinteiligen Baby- und Kinderklamotten angenehm. Manche Modelle der jüngeren Trocknergeneration eignen sich dank spezieller Einsätze und Programme sogar für empfindliche Textilien wie Wolle oder Seide. Es fällt übrigens viel Bügelarbeit weg, wenn Sie die Wäsche gut ausschütteln, bevor Sie sie in den Trockner geben und die fertigen Sachen gleich rausnehmen, glatt streichen und zusammenfalten (das klappt sogar bei Bettwäsche, die sieht nach der ersten Nacht sowieso nicht mehr aus wie frisch gebügelt). Wenn Sie in der Wohnung wenig Platz haben und/oder ein guter Trockenraum im Haus fehlt, schafft ein Trockner mehr Bewegungsfreiheit. Falls Sie sich für einen Trockner entscheiden, sollten Sie auf eine möglichst günstige Energieeffizienzklasse achten (die Effizienzklassen für Elektrogeräte reichen von A = niedrigster Verbrauch bis G = hoher Verbrauch).
 
- Es gibt Ablufttrockner und Kondensationstrockner. Beim Abluft-Modell wird die feuchte Abluft mittels Schlauch ins Freie geleitet. Besteht nicht die Möglichkeit die Luft ins Freie zu leiten, ist ein Kondensationstrockner die Alternative. Hier wird die der Wäsche entzogene Feuchtigkeit in einem Behälter gesammelt. Diese Geräte sind technisch aufwändiger und daher etwas teuerer als die Abluft-Modelle.
 
- Umgekehrt gilt natürlich: Wäsche an der Luft zu trocknen, ist preisgünstig, erfordert jedoch mehr Zeiteinsatz und vor allem auch den nötigen Platz. Viele Wäschestücke kommen nicht so flauschig und schrankfertig von der Leine, wie aus dem Trockner. 

Bügeln muss nicht immer sein

Es kostet Zeit und Energie, Wäsche zu bügeln. Daher lohnt es sich, das nur zu tun, wenn‘s wirklich sein muss. Und dann möglichst durchdacht vorzugehen:

- Überlegen Sie mal, was wirklich glatt sein muss, bevor Sie gewohnheitsmäßig zum Bügeleisen greifen. Unterwäsche, Babystrampler und Freizeit- oder Kinder-T-Shirts etc. müssen Sie meistens nicht bügeln. Auch Frottee-Handtücher profitieren davon nicht. Es genügt, wenn Sie die Sachen vorm Aufhängen möglichst glatt ziehen. Die trockenen Stücke zwischen den Händen etwas rubbeln und zusammenlegen. Letzte Knitterfalten verschwinden beim Tragen meistens in kurzer Zeit durch die Körperwärme und die Hautfeuchtigkeit.
 
- Achten Sie auf bügelfreundliche Materialien. Wenn Sie regelmäßig Blusen, Hemden etc. für die Arbeit brauchen, sollten Sie pflegeleichte Materialien bevorzugen, die ruck, zuck glatt sind.
 
- Spritzen Sie störrische oder dicke Stoffe ein und lassen Sie die Feuchtigkeit eine Weile einwirken. Dann werden die Sachen leichter glatt. Ein Dampfbügeleisen spendet beim Bügeln ebenfalls das nötige Maß an Feuchtigkeit und kann Ihnen, zumal bei dünneren Stoffen, das Einsprengen ersparen.
 
- Seide und Wolle vorsichtig behandeln
Die Temperatureinstellung am Eisen muss stimmen, sonst nimmt das Gewebe sofort Schaden. Wolle wird schneller und schonender glatt, wenn sie durch ein feuchtes Küchenhandtuch hindurch gebügelt wird. Das tut zwar auch Seide gut, allerdings ist es kniffelig, den dünnen Stoff dann faltenlos glatt zu kriegen.
 
- Arbeiten Sie immer vom Detail zur Fläche Erst werden kleine Flächen wie Kragen, Knopfleiste, Ärmelbund oder Schulter gebügelt. Danach die großen Flächen - so vermeiden Sie, dass bereits geglättete Partien wieder zerknittern.

Tipp: Nicht warten, bis der Bügelberg unübersehbar hoch ist, sondern regelmäßig eine bestimmte Menge abarbeiten. Vielleicht mal beim Fernsehen, dann ist das Ganze nicht so langweilig.

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