Medizinisch gesehen wird der Geburtsvorgang durch Hormone und Botenstoffe
vorangetrieben, doch für jede werdende Mutter, jeden Vater und für das
Neugeborene ist die Geburt ein einmaliges Abenteuer mit einem Feuerwerk der
Gefühle, einer Welle aus Schmerzen und beispiellosen Glücksgefühlen.
Angst braucht frau vor diesem einzigartigen Erlebnis nicht zu haben. Trotzdem
kennt fast jede Schwangere das bedrückende Gefühl, das sich einstellt, wenn
sie über die immer näher rückende Geburt nachdenkt. Denn der Geburtsvorgang
kann nicht geübt oder erlernt werden. Die Mutter wird von ihrem Körper und
ihren Hormonen geleitet und ist in der seltenen Situation, sich nicht gegen
diese Vorgänge wehren zu können und einfach loslassen zu „müssen“. Doch sie
wird belohnt - mit dem neuen Erdenbürger, der durch ihre Hilfe das Licht der
Welt erblicken darf.
Beschäftigen Sie sich mit dem Thema
Gerade zum Ende der Schwangerschaft fragen sich viele Frauen, wie ihre
Geburt wohl ablaufen wird. Wird alles gut gehen? Komme ich mit den Schmerzen
klar? Wie fühlen sich Wehen denn eigentlich an? Wie lange wird die Geburt
dauern? Kann ich meinem Körper vertrauen? Brauche ich vielleicht
Schmerzmittel? Wird ein Dammschnitt nötig sein? Was genau passiert
eigentlich mit meinem Körper? Doch blicken die werdenden Eltern in
Schwangerschaftsbücher und medizinische Ratgeber, bekommen viele einen
Schreck. Denn schon die Namen der Geburtsphasen klingen furchtbar:
Eröffnungsphase, Übergangsphase, Austreibungsphase, Nachgeburtsphase. Auch
manche Bilder vom Geburtsvorgang erschrecken eher, als dass sie Lust auf die
Geburt machen. Doch diese Bilder zeigen nur den Vorgang an sich, sie können
nicht die Gefühle und die Eindrücke der gezeigten Eltern darstellen. Sind
Sie selbst in dieser Situation, wird Ihnen ein kleiner Dammschnitt, die
Käseschmiere auf dem Kopf Ihres Kindes oder das Fruchtwasser auf Ihrem Bein
viel weniger ausmachen, als Sie sich jetzt vielleicht denken.
Jenni Zwick
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