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Beitrag aus dem Forum:     Kinderklinik

Wie kann man entscheiden ob eine virale Lebendimpfung gegeben werden kann?

Frage von sternchen-12  -  19.09.2012
Guten Tag, Herr Prof. Wirth.

Ist es richtig, dass bei Säuglingen und Kleinkindern die Bestimmung von verschiedenen Leukozyten-/Lymphozytenklassen nicht ausreichend ist um die Immunabwehr zu bestimmen, sondern stattdessen eine bessere Aussage über den Immunstatus getroffen werden kann, wenn man die Impftiter von z.B. Diphterie und Tetanus bestimmt?
Anders formuliert: Stimmt es, dass es keinen Sinn macht, die Blutbestandteile einzeln aufzuschlüsseln um die Qualität der Immunabwehr zu bestimmen, sondern vielmehr die Impftiter aussagen, wie gut der Körper des Kleinkindes mit Krankheiten umgeht?

Im konkreten Fall:
Welche Blut-Parameter würde man also beim Kind unter 2 Jahren betrachten, um eine Aussage zu treffen, ob es mit Lebendimpfstoffen geimpft werden kann oder ob eine Immunschwäche vorliegt? (Hinzuzufügen ist, dass es sich um ein im Wesentlichen gesundes Kind handelt, das bisher nie fieberhafte Entzündungsvorgänge oder Antibiotikabehandlungen etc. hatte, lediglich auffällig war eine Granulozytopenie.
Es sollen nun ein großes Blutbild, die Igs (A,G,M) und die Impftiter gegen Diphterie und Tetanus bestimmt werden, zur Entscheidung ob eine virale Lebendimpfung (Masern/Mumps/Röteln) gegeben werden kann.)

Ich habe ein wenig Zweifel, dass man das Immunsystem nach der Impfreaktion beurteilen kann. Zum einen handelt es sich bei den Antigenen um Toxine, nicht um Viren, zum anderen werden bei der Impfung ja auch Wirkverstärker zugefügt um eine Immunantwort zu provozieren. Dies stellt ja eigentlich nicht den natürlichen Verlauf dar.

Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt und bedanke mich sehr herzlich für Ihre Antwort! (Gerne dürfen Sie mir ein entsprechendes paper nennen, falls Ihnen dazu spontan etwas in den Sinn kommt. Es war wohl kürzlich eine Tagung dazu in Hamburg.)

(Wegen der Granulozytopenie erfolgte bereits eine Blut-Kontrolle in einem normalen Kinderkrankenhaus, jedoch keine umfassende Diagnostik.)

Vielen Dank, entschuldigen Sie bitte den langen Text.

Wie kann man entscheiden ob eine virale Lebendimpfung gegeben werden kann?

Antwort von Prof. Wirth  -  19.09.2012
Ihre Ausführungen halte ich für vollständig richtig. Das Hauptargument gegen einen nennenswerten Immundefekt ist allerdings der bisherige klinische Verlauf. Ich sehe daher keine Kontraindikation gegen eine Lebendimpfung. Die genannten Untersuchungen können aber gemacht werden.
Gruss
S. Wirth



     

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