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Kinderarzt Dr. Posth

Dr. Rüdiger Posth - Entwicklung von Babys und Kleinkindern

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Unsere Tochter hat Panik,-Randalierer in der Nacht

Hallo Dr. Posth!Wir haben ein wirklich schwieriges Problem mit unserer 3jährigen Tpchter Julia und ich hoffe,sie können mir weiterhelfen;-)
Vor ein paar Nächten hat es hier auf der Strasse gegen 1.00 Uhr einen Zwischenfall gegeben,von dem die ganze Familie wach wurde und die unsere Tochter dermassen beschäftigt und verängstigt hat,dass sie keine Ruhe mehr findet.
Ein junger Mann,etwa 20 JAhre alt,muss wohl unter starkem Drogeneinfluss hm,ich nenne es mal "ausgeflippt" sein und hat wohl zunächst zu HAuse,später auf der Strasse lautstark randaliert.Dabei hat er wirklich laut gebrüllt.Unter anderem "Hilfe,lasst mich los,ich will hier weg,-Mama,Mama helf mir doch" Ziemlich genau vor unserem Haus hat dannn der Vater und ein Bekannter den jungen Mann festgehalten,indem sie sich auf ihn setzten und die Polizei riefen.Unser 11jähriger Sohn kam zu uns und wollte wissen,was los ist,während unser 17 jähriger das Ganze vom Fenster aus beobachtete und natürlich auch berichtete.Die Jungs brauchen natürlich die entsprechende Aufklärung um auch zu verstehen,dass hier niemand in Gefahr ist.Unsere Tochter hat das aber nicht verstanden.Das Rufen war wirklich herzerweichend,trotz geschlossener Fenster.Sie hat gezittert vor Angst,sich an mich geklammert und ich habe ihr natürlich versucht zu erklären,dass der MAnn krank ist,habe es mit zu viel Bier versucht,verständlich zu machen,dass jetzt der Krankenwagen kommt und er ins Krankenhaus kommt,bis es ihm wieder gut geht,-halt so gut es geht und wie ich denke,dass sie es verstehen kann.Wobei dann natürlich die Jungs wieder "dazwischen funkten" von wegen:"die haben ihm Handschellen angelegt..."Es hat dann fast eine Stunde gedauert,eh sie wieder ruhig in meinem Arm einschlafen konnte und seitdem ist das Drama da.Den nächsten TAg mit dem Abendbrot,das ja den TAgesabschluss einläutet- eine Panik,dass sie ja gar nicht müde ist und nicht ins Bett muss und ich bei ihr bleibe und der MAnn nicht mehr ruft u.ä.
Ich habe sie dann erstmal wieder beruhigt,mich kurz zu ihr gelegt,sie gestreichelt und dann ist sie für eine Stunde eingeschlafen.Danach ging es von vorne los.Am zweiten Tag ging es schon los,als wir vom Spielplatz reinkamen,wo absolut noch kein Denken an Schlafenszeit war.Sie weicht mir dann nicht von der Seite,kann sich für nichts mehr begeistern oder mit etwas Ablenken lassen (und glauben sie,hier habe ich schon etliches versucht:sie liebt normalerweise zu baden,oder Seifenblasen pusten,oder den KAtalog mit Karnevalskostümen anschauen...Sachen halt,die wirklich liebt)aber das ist nur für einen ganz kurzen Moment,danmn scheint sie mich zu durchschauen und fängt von vorne an:bleibst Du bei mir,kommt der MAnn nicht...
Ich kann und will aber ja nun nicht schon um halb acht zu Bett gehen und habe ihr erklärt,dass ich noch zu tun habe,aber in ihrer Nähe bin und wirklich sofort komme,wenn sie ruft und dieser kranke Mann im Krankenhaus ist und niemanden mehr stören kann.
Die letzten Tage haben ihr ja nun gezeigt,dass der MAnn auch wirklich nicht mehr ruft,aber sie hat nach wie vor eine Panik,die ich nicht einordnen kann.Heute nachmittag waren wir bei der Oma im Garten,wo sie sonst auch sehr schön spielen kann.Von 16.00 Uhr an hing sie an mir un dimmer wieder:gehst Du auch schlafen,wenn ich gehe,räumst du nur noch den Trockner aus und kommst dann?Nun hat mein MAnn sich erbarmt und liegt neben ihr.Auf Dauer aber auch nicht die Lösung.Wie aber können wir ihr sonst helfen?Sie ist eigentlich schon sehr fit in Sachen reden und verstehen,erfragt auch sonst Zusammenhänge in ihrem kindlichen Umfeld.Aber dieses Erlebnis überfordert sie total(und uns im Umgang damit auch;-(
Freundliche Grüße MArlies Ue.

von Juliasmama am 16.08.2004

*Antwort:

Re: Unsere Tochter hat Panik,-Randalierer in der Nacht

Liebe Marlies, normalerweise gehen solche Schreckenserlebnisse nach einiger Zeit von alleine wieder weg. Allerdings dürfen ältere Geschwister sich nicht den bösen Spaß machen, die Ängste weiter anzuheizen.
Es ist richtig, daß Sie Ihrer Tochter einfache Erklärungen für das Ereignis geliefert haben. Aber die Emotionen sind bekanntermaßen stärker als der Verstand.
Wahrscheinlich müssen Sie eine Zeitlang Regeln mit Ihrer Tochter für die Nächte vereinbaren. Dazu gehört auch die geduldige Begleitung in den Schlaf oder das zu den Eltern kommen können in der Nacht bei Angst. Ein Licht im Flur sollte anbleiben und die Tür einen Spalt weit geöffnet. Ein zuverlässiger Schlafbegleiter z.B. Teddybär muß da sein, der Ihre Tochter sozusagen beschützen kann. Erzählen sie ihr dazu eine Geschichte. Lassen sie Ihre Tochter ihre Ängste malen, sofern sie schon ganz gut malen kann. Aber die Ängste lassen sicher bald nach. Viele Grüße

Antwort von Dr. Rüdiger Posth am 18.08.2004
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