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Von Badespaß und Badefrust

Von Badespaß und Badefrust

Da hat sich doch der kleine Krabbelkäfer am Vorratsschrank zu schaffen gemacht und sieht nach dem Griff zur Mehlpackung nun aus wie geteert und gefedert.

Normalerweise wird der "Schaden" schnell im Bad mittels Vollbad behoben. Was aber, wenn das Baby ein Wassermuffel ist und Angst vor den Badeprozeduren hat?

Eigentlich haben Neugeborene keine Angst vor Wasser, schließlich schwebten sie zehn Monate im Mutterleib im Fruchtwasser. Auch die ersten Bäder zu Hause bereiten in aller Regel keine Schwierigkeiten. Trotzdem kommt es aber immer wieder vor, dass Babys und Kleinkinder Angst vorm Wasser - Angst vorm Baden entwickeln. Eine der möglichen Ursachen kann sein, dass besonders kleine und zarte Babys zuvor die Unsicherheit und Angst ihrer Eltern spürten, ihr Kind möglicherweise unsachgemäß in der Badewanne zu halten oder ihm gar weh zu tun und daher mit dem Bad einen Vorgang verknüpften, der Unbehagen bedeutete - und nicht Entspannung.

In der Folge wird das Baby aus seinem Instinkt heraus gegen das Element Wasser protestieren, in dem es sich nun nicht mehr sicher fühlt. Es kann aber auch einmal passiert sein, dass in einem ungeschickten Moment das Kleine "auf Tauchstation" ging und Wasser schluckte. Eine Abneigung gegen das Nass könnte ebenso durch kleine Spritzer von Shampoo und Badezusätzen entstanden sein, die direkt ins Auge gelangten.

Wie auch immer: Ist das Vertrauen in das Element Wasser erst einmal gestört, gilt es, dieses langsam wieder aufzubauen. Papa und Mama benötigen dann eine gute Portion Geduld und für die Zeit des Waschens viele beruhigende Worte. Zunächst sollte aber für gute Laune gesorgt sein. Der kleine Badekandidat mit Tendenz zum Nörgeln im feuchten Element darf weder müde noch hungrig sein, wenn er in die Bütt soll. Sonst wird das Unternehmen des Gewöhnens ans Wasser schnell wieder zum Debakel. Ein angenehm warmes Badezimmer mit den nötigen Gerätschaften wie Waschlappen, Handtuch etc. an vorbereiteter Stelle vermeidet panikartige Suchaktionen, wenn das Kleine urplötzlich wieder genug vom Waschen hat und lautstark protestiert.

Für Abwechslung in der Wanne kann ein inzwischen großes Angebot an Plantschspielzeugen sorgen. An erster Stelle steht dabei natürlich die gute alte Gummiquietscheente. Für das Baby spannend sind aber auch kleine Plastikschüsseln (weil aus dem Zauberreich Küche stammend !), mit denen sie badend Wasser schöpfen können. Nach einer Weile dürfen dann vielleicht auch die Eltern mitspielen und die im Kind möglicherweise noch bestehende Spannung abbauen, indem sie es sachte an Rücken und Brust mit Wasser übergießen.

Manch ein Baby fühlt sich aber so ganz alleine in den Fluten trotz aller Ablenkung unsicher und findet es einfach gemütlicher, mit Mama oder Papa in der großen Wanne zusammen zu baden. Dann sollten ihm die Eltern - wenn´s denn eben geht - auch den gemeinsamen Spaß gönnen.

Falls der kleine Frosch aber nur beim Haare waschen protestiert, kann es genügen, einfach das Shampoo wegzulassen und die feinen Härchen nur noch mit klarem Wasser zu waschen. Normalerweise sind die Haare der Kleinen nicht sonderlich verschmutzt und auch bei einem volleren Haarschopf noch leicht genug ohne Shampoo zu säubern.

Inzwischen gibt es für Babys und Kleinkinder "tränenfreie" Shampoos auf dem Markt, die die Eltern allerdings in Gegner und Befürworter spalten, da zur Verhinderung von Tränen ein betäubender Stoff beigefügt wurde. Über Sinn und Nutzen eines solchen Shampoos wird wohl noch mit Recht gestritten.

Wenn es der Nachwuchs aber einfach nicht leiden kann, Wasser auf den Kopf oder ins Gesicht zu bekommen, kann man ihm probehalber einen Schutzring aufsetzen (gibt es im Fachhandel), der wie ein Hut eine Krempe hat, aber eben keinen Deckel. Der Haarschopf schaut heraus, kann gewaschen werden und die Augenpartie ist dennoch vor Spritzern geschützt. Ist dies dem Badekandidaten immer noch zu unsicher, kann man versuchen, die Haare mit einem nassen Waschlappen anzufeuchten.

Alle Versuche, sein Kind im Wasser bei Laune zu halten, werden vielleicht nicht fruchten. Sobald es trotz aller Bemühungen zu protestieren beginnt, sollte man deshalb nachgeben, es aus der Wanne nehmen und abtrocknen. Es hat keinen Sinn, die Badeprozedur zu verlängern, wenn das Kleine ängstlich reagiert. Schließlich saß es schon eine kurze Zeit lang in den Wogen und das ist doch schon ein kleiner Erfolg! Wenn das Kind dann anschließend auch noch mit Crememassagen und viel Kuscheln beruhigt wird, kann es fühlen, dass seine Eltern es auf jeden Fall lieb haben und ihm auch dann zur Seite stehen, wenn es unsicher ist.

Sobald ein Baby oder Kleinkind einmal unliebsame Erfahrungen im Wasser gemacht hat, überzeugt es auch nicht mehr, wenn Papa und Mama ihm anschließend persönlich demonstrieren, wie toll es doch in der Wanne ist, dass Haare waschen gar nicht schlimm ist und man doch nicht weinen müsse. Diese Erfahrungen kann man schwerlich vermitteln - Kinder brauchen ihre eigenen. Und das geht oft leider nicht von heute auf morgen.

Eltern sollten mit den kleinen Schmutzfinken lieber erst mal ohne große Erwartungen ins Badezimmer gehen. Es kann halt sein, dass man hartnäckige Miniskeptiker einige Zeit lang zunächst nur per Katzenwäsche säubern kann, bevor sie den Gang in die Wanne erneut wagen.

Zuletzt überarbeitet: Februar 2015

   

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