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Geschrieben von Ebba am 12.06.2011, 10:32 Uhr

Schulzeitverkürzung

"Liebe Marie" ein lesenswerter Artikel und die unterdrückte Wut auf ignorante Politiker ohne Weitblick kriecht wieder in mir hoch. Jeden Dank danke ich Gott, dass unsere Tochter eines der Kinder ist, die keine Schwierigkeiten mit G8 haben und trotzdem noch Zeit für Sport, Musik und Freunde, auch wenn nicht halb so viel wie wir damals. Dennoch, es kann und darf nicht darum gehen nur die nervenstarken Kinder zu fördern. Und nach dem Turbo-Abi kommt dann das Turbo-Studium ohne möglichen Blick nach links und rechts. Was wird das nur für eine neue Erwachsenengeneration, frage ich mich, wie der Autor?

http://www.zeit.de/2011/22/DOS-G8

 
21 Antworten:

Re: Schulzeitverkürzung

Antwort von Sternspinne am 12.06.2011, 11:06 Uhr

Habe den Artikel jetzt nicht gelesen.

Aber bei uns in Ba-Wü wird wohl das G8-System zumindest wieder aufgelockert werden, sodass G9-Züge wieder möglich werden.
Und das finde ich richtig klasse!

Leider haben meine Kinder dann nichts mehr davon, aber das ist ja oft so mit Schulreformen.

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Re: Schulzeitverkürzung

Antwort von glückskugel am 12.06.2011, 11:41 Uhr

Also ich finde den Artikel und generell das öffentliche Gejammer über G8 unmöglich. Genauso wie da beschrieben habe ich in den 90ern schon Abi gemacht. In Thüringen. Wir hatten seit Klasse 6 immer bis 13 oder 14 Uhr Schule. Und es war keinerlei Überforderung. Nach 12 Schuljahren haben wir dann das Ba-Wü-Abitur (also die Aufgaben von dort) gemacht. Ich hatte trotzdem eine glückliche Kindheit und viel Zeit für Freunde, Sport, Theater etc. Ich habe den Eindruck, dass nur die Eltern Probleme mit G8 haben. Traut euren Kindern doch einfach mal was zu!

Das Argument, es sei alles so unorganisiert und überhastet gewesen bei der G8-Umstellung, lasse ich nicht gelten. Ich glaube das Chaos war bei uns in den frühen 90ern deutlich größer. Da ging es um die Umstellung eines ganzen Schul- und Gesellschaftssystems. Das war echter Umbruch!

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Re: Schulzeitverkürzung

Antwort von Ebba am 12.06.2011, 12:39 Uhr

Dass das in Thüringen oder sonst wo schon immer so war, vielleicht auch in China, Korea oder Japan, bedeutet ja nun nicht, dass eine verkürzte Schulzeit mit langem Nachmittagsunterricht oder verschulte Studiengänge gut sind. Ausreden haben die Kinder hier nicht bis max. 14.00 Uhr Unterricht sonder derzeit 2 Mal, im nächsten Jahr 3 Mal bis 16.00 Uhr. Danach ist dann in aller Regel noch lernen in irgendeiner Form angesagt.
Ich denke, all diese Straffungen und Verkürzungen fuhren dazu Bürger zu produzieren, die sich leichter lenken lassen, weil sie gar keine Zeit mehr haben sich Gedanken zu machen, ihre Fantasie spielen zu lassen, Träume oder Visionen zu haben.
Und nein, ich jammer nicht, weil mein Kind nicht zu recht kommt oder ich ihm nix zu traue. Dem Töchterchen traue ich alles zu und sie hat seit der 3. Klasse immer nur max. eine 2 auf dem Zeugnis, den Rest einsen. Sie klagt auch nicht, weil sie es ja nicht anders kennt.
Ich finde diese Entwicklung trotzdem schlecht. Ich würde ihr mehr Freiheiten und Freizeit wünschen.

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Re: Schulzeitverkürzung

Antwort von glückskugel am 12.06.2011, 13:10 Uhr

Na Dankeschön für den Vergleich mit China und Korea :-)

Die Debatte ist leider von westdeutscher Arroganz geprägt. Das bestätigt sich mir immer wieder. Das sage ich nicht gerne, aber Du hast es auch gerade wieder bestätigt.

Als Bayern und andere Länder damals darauf bestanden, dass die Ostdeutschen die gleiche Gesamtstundenzahl eben in 12 Jahren absolvieren sollen, wenn sie so uneinsichtig sind, auf 12 Kahre zu bestehen, da hat das keinen interessiert. Jetzt ist es auf einmal unzumutbar?! Zweierlei Maß, würde ich sagen.

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Re: Schulzeitverkürzung

Antwort von Sternspinne am 12.06.2011, 14:47 Uhr

Nun, jeder kämpft dort, wo es ihn persönlich betrifft und interessiert.
Was ist daran zweierlei Mass?
Und dich hat es ja offensichtlich nicht gestört, wie ich deinem vorangegangenen Posting entnehme.

Und ich finde es auch chaotisch und überhastet. Warum? Weil ich es jetzt bei meinen Kindern miterlebe. Es gibt keine Räume, keine Lehrbücher, die Lehrer wissen nicht Bescheid usw.

Beispiele, wo es noch schlimmer zugeht und den Schülern noch mehr abverlangt wurde gibt es immer, ist aber nicht der Punkt.

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Re: Schulzeitverkürzung

Antwort von glückskugel am 12.06.2011, 15:09 Uhr

Es soll eben gerade kein Beispiel sein, dass es "noch schlimmer war". Es war völlig okay. Ganz ehrlich, es hat sich niemand von uns überlastet gefühlt und fast alle, die 1991 mit mir in der 6. gestartet sind, haben völlig unproblematisch Abitur gemacht. Und deshalb gehe ich jede Wette ein, dass das eure Kinder auch so sehen würden, wenn sie nicht durch diese sentimentale Berichterstattung und durch aufgeregte Eltern und Lehrer irritiert würden.

Und so toll ist ja nun Schule auch wieder nicht, dass man das unbedingt über den 18. Geburtstag hinaus verlängern muss. Dann zieht es einen doch eher in die Welt hinaus. Ging mir jedenfalls so.

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Re: Schulzeitverkürzung

Antwort von laina01 am 12.06.2011, 15:23 Uhr

Also, ich habe mir auch sooo viele Gedanken wegen G8 gemacht und habe nach vielen Gesprächen mit Eltern, die hier schon Kinder zwischen 5.-9. Klasse im G8 auf unterschiedlichen Gymnasien haben gesprochen. Und alle haben eigentlich gesagt, dass ihre Kinder noch genug Zeit für Ihre Hobbies und Freunde haben! Unsere Nachbarstochter ist jetzt 9. Klasse und ich sehe sie jeden Tag mit Ihren Freunden losziehen...!
Ich habe mal eine Bekannte, welche jetzt12. Klasse G9 ist, ob sie einen Unterschied zu ihrer Schwester (die 9. Klasse G8 ist) feststellt. Sie meinte darauf nur, eigentlich nicht. Ihre Schwester muss etwas mehr für die Schule tun, aber das musste sie auch schon in der Grundschule! Ihre Schwester geht 4 Mal in der Woche zum Ballett und hat auch noch genügend Zeit sich mit Freunden zu treffen.
Ein weiteres Beispiel ist die Schwester einer Klassenkameradin meiner Tochter, die hat(hatte) in der 5. und 6. Klasse teilweise weniger Stunden, als ihre Schwester in der Grundschule!
Ich denke, die Eltern, die sich über G8 beschweren, deren Kinder hätten auch bei G9 Schwierigkeiten gehabt!
Wir sehen das alles aus unserer Erwachsenensicht, denn heute würden wir lieber wieder in die Schule gehen, obwohl wir sie als Schüler ganz schrecklich fanden :-)))!
LG

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Re: Schulzeitverkürzung

Antwort von Ebba am 12.06.2011, 16:36 Uhr

Ich beschwere mich über G8 und meine Tochter hat, wie ich bereits mehrfach schrieb, keinerlei Probleme, geht sogar in eine Klasse zur Begabtenförderung. Trotzdem trauere ich G9 Zeiten nach und werde wohl nie verstehen können, warum es für die Schüler besser ist ein Turbo-Abi zu machen. Zudem hat G8 am hiesigen Gymnasium zur Folge, dass weder Französich noch Latein als 3. Fremdsprache unterrichtet werden können. Für Französich als Wahlfach haben sich gerade mal poplige 5 Schüler beworben. Und warum nicht mehr? Weil sich Eltern und Schüler vor der Lern- und Mehrstundenbelastung durch eine dritte Fremdsprache fürchten. Ein Trauerspiel, wahrlich!
Genauso wenig verstehe ich übrigens die Einführung der verschulten Bachelorstudiengänge. Was hat das noch mit einem Hochschulstudium zu tun, das ja gerade auch den positiven Effekt hatte, dass noch Zeit blieb für einen Blick nach links und rechts.
Ich hätte den Kindern und v.a. auch meinem Kind das mehr an Zeit gegönnt. Erwachen und berufstätig können sie noch lange genug sein. Ich halte es doch eher mit Pipi Langstrumpf: "Faul sein ist wunderschön...!"

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Re: Schulzeitverkürzung

Antwort von Ebba am 12.06.2011, 16:43 Uhr

Ehrlich gesagt, an die Debatte kann ich mich nicht erinnern. Vermutlich hat sie mich damals, weil Nichtbetroffene, schlicht nicht erreicht. Wieso oft fällt einem der ganze Bockmist den die Politik verzapft ja immer erst dann auf, wenn man selbst betroffen ist. Blöd, aber ist so.
Außerdem hatte ich nach deinem Posting den Eindruck, dass du das für dich ganz in Ordnung fandest. Wie meine Tochter im Übrigen auch, weil sie es nicht anders kennt und es auch allen ihren Freunden genauso ergeht. Und von Unzumutbarkeit habe ich m.W. nicht gesprochen. Unzumutbar sind sicher viele Dinge, aber nicht G8. Es wäre albern das zu behaupten, außer man wäre gerade mal polemisch :-).
Aber mit G9 hatten wir es einfach schöner, finde ich und verstehe nicht, warum man den Kindern die Zeit und damit verbundene Muße, die ja oft auch kreativ macht, nicht gönnen mag.

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Re: Schulzeitverkürzung

Antwort von doschia am 12.06.2011, 17:36 Uhr

hätte meine Tochter, 5. Kl., G8, Ba-Wü, jeden Tag bis 13 oder 14 Uhr Unterricht, wäre ich glücklich, denn so war es bei mir in den 70iger Jahren am G9 in Ba-Wü. Deshalb glaube ich dir auch gerne, dass deine Schulzeit genauso locker war wie meine.

Leider hat mein Kind im G8 in den geraden Wochen zweimal bis 15:40 Uhr Schule und in den ungeraden sogar dreimal. Ab Klasse 7 wird noch ein weiterer Nachmittag dazukommen. Da sie außerdem für zwei Fremdsprachen Wörter lernen muss, bleibt für Hobbys und Freunde treffen wirklich nur noch wenig Zeit.
Dass ich meinem Kind etwas nicht zutraue, ist völliger Quatsch, sie ist seit jeher eine sehr gute Schülerin.
Es bleiben aber einfach Dinge auf der Strecke, die sie sich wünscht, die bei mir noch möglich waren und die für ein erfülltes Leben meines Erachtens wichtiger sind, als der eine oder andere Schulstoff, bzw das eine Jahr, das man früher aus der Schule kommt.

Auch an unserer Nachbarsfamilie, wo der große Junge gerade sein G9-Abi macht, sehe ich, dass die beiden jüngeren G8-Geschwister einfach viel stärker als er unter Zeitduck stehen und hauptsächlich für die Schule leben.

Ja sicher, sterben tun sie daran nicht, schaffen tun sie es sehr wohl, aber muss das sein, nur um ein Jahr früher auf den Arbeitsmarkt mit gar nicht so wenigen Arbeitslosen zu drängen?
Sind diese vielen Jahre Zeitdruck dieses eine Jahr wirklich wert?

Ob das Chaos in Thürigen vielleicht viel größer war und ihr alles ganz toll und ohne zu jammern geschafft habt (mit eurem Unterricht ab Klasse 6 bis - oh je, oh je - 13 Uhr) und wir im Westen alles arrogante Weicheicher sind, steht dabei überhaupt nicht zur Debatte.

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Re: Schulzeitverkürzung

Antwort von Sternspinne am 12.06.2011, 17:46 Uhr

Mir ist es z.B. wichtig, dass die Kinder sehr lange zur Schule gehen können, damit sie auch eine gewisse Reife erreichen. Meine Tochter hat damit jetzt keine Probleme, aber meine Söhne brauchen ihre Zeit, in der sie in einem geschützten Rahmen lernen können.

Bei uns wurde der Stoff einfach nur zusammengestopft, aber fast nichts entrümpelt. Und das gehört nun auch mal dazu, finde ich.

Ausserdem gab es tatsächlich in Klasse 6 drei Schulnachmittage, davon einer bis 17.20Uhr.
Also ich weiss nicht, das muss echt nicht sein.

Klar, es gibt die Konstellation, dass den Kindern das eingeredet wird, da stimme ich dir zu. Aber es ist nicht grundsätzlich so. Bei uns (erster G9 Jahrgang) haben einfach die Tatsachen für sich gesprochen.
In den höheren Klassen (meine Tochter ist z.B. 10. Klasse mit einer Wiederholung, falls jemand nachrechnet...) wird es dann aber etwas besser.

Und noch etwas, ich finde es gut, wenn möglichst viele Kinder möglichst viel Bildung abbekommen. Wenn dann aber viele nicht mehr aufs Gymnasium können, weil es zu schwer wird in der Zeit, finde ich das sehr bedauerlich.

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Re: Schulzeitverkürzung

Antwort von dhana am 12.06.2011, 17:53 Uhr

Hallo,

ich kann es nicht wirklich vergleichen - ich selber hab kein Abi - mein Sohn macht jetzt das G8

was mir auffällt - sehr viel Lehrerausfall - die Lateinlehrerin ist bald mehr krank als da, aber es gibt keinen Lateinersatzunterricht, sondern halt irgend ein Lehrer betreut die Klasse, und dann zählt es nicht als Unterrichtsausfall. Die ausgefallenen Unterrichtsstunden müssen dann im Schnelllauf zuhause nachgearbeitet werden - und wenn man als Eltern nicht helfen kann kommt nur ganz lapidar als Antwort - dann eben Nachhilfe....

Die Busverbindungen wurden nicht an den längeren Schulunterricht angepasst - der Bus fährt immer noch um 13.20 - der nächste dann um 16.20. Wenn mein Sohn dann eine 7. Stunde hat, muss ich ihn abholen, oder er hängt 3h in der Stadt rum.

Und so zieht sich das durch - die Mensa ist immer noch nicht eingerichtet, es gibt keinen Platz an der Schule dafür - es wird immer noch debattiert wo man die am besten macht. Es wird überlegt wo man für die Fahrschüler einen Arbeitsraum einrichtet, weil die Busse ja so ungünstig fahren - aber auch dafür ist kein Platz.
Ich mein das G8 läuft jetzt ja schon eine ganze Weile - aber es ändert sich nichts an den Strukturen, die Umsetzung passt immer noch nicht.

Ich kann nicht beurteilen ob das beim G9 auch schon so hilflos aussah, aber ich hab hier deutlich das Gefühl das die Lehrer, die Schule vieles auf das G8 schieben und sie nicht mit der Umsetzung zufrieden sind - und das färbt ab auf Eltern und Schüler.
Und bei jedem Problem wird sofort auf Eltern und Nachhilfe verwiesen.

Mein Sohn hat rein vom Schulstoff her Zeit für Hobbies - aber trotzdem ist das G8 für uns als Familie sehr aufwendig - ich bin sehr viel mit Fahrerei und abholen beschäftigt, mit Erklären vom Unterrichtsstoff, .. und das kostest sehr viel Zeit die eigentlich Freizeit sein sollte. Aber es ist wirklich so - auch 12jährige haben da schon eine volle 40h Woche - ja, ich als Erwachsener hab das auch und kann nebenbei Hobbies haben, aber ob das für einen 12jährigen wirklich so gut ist?

Nur so als Beispiel - die Klasse meines Sohnes hat diese Jahr den 6. Deutschlehrer, den 3. Mathelehrer und eine chronisch kranke Lateinlehrerin...

Ob G8 oder G9 war mir eigentlich nicht so wichtig - aber egal was es sollte auch funktionieren und nicht eine einzige Flickschusterei sein.

Lg Dhana

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Re: Schulzeitverkürzung

Antwort von IngeA am 12.06.2011, 18:43 Uhr

Hallo,

in Bayern haben die Kinder in der 5. Klasse 30, 6./7. Klasse 32 Wochenstunden, 8./9./10 34 Wochenstunden. Das ist machbar finde ich. Die Gym-Kinder die ich kenne haben auch keine Probleme und noch genug Freizeit.

LG Inge

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Re: Schulzeitverkürzung

Antwort von glückskugel am 12.06.2011, 18:56 Uhr

Hm, also wie man bei 33 Wochenstunden auf Schulzeiten bis nach 17 Uhr kommt, ist mir jetzt nicht erklärlich. Das ist dann einfach schlecht organisiert mit vielen Freistunden oder so. Sonst kann das ja nicht sein. Eigentlich müssten das dreimal 7 und zweimal 6 Stunden sein, oder. Das wäre dann ja bis maximal halb drei. Oder fängt bei euch die Schule später an? Hier 7:45 Uhr.

Das mit den Bussen ist ja echt blöd. Da wäre aber mal ein böser Brief an die Verantwortlichen fällig. Zumindest wenn es mehrere Schüler betrifft. Hat für mich jetzt aber nix mit G8 zu tun. Wäre ja bei einer anderen Stundenplanumstellung auch passiert.

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Re: Schulzeitverkürzung

Antwort von Ebba am 12.06.2011, 22:45 Uhr

Ich kann's dir erklären :-).
Töchterchen hat 34 UnterrichtsStden, 3 x 6 und 2 x 8. Dabei sind die Schulen in NRW "gehalten" an Tagen mit Nachmittagsunterricht eine 60 minütige Mittagspause einzurichten. Die 7. Unterrichtsstunde zählt bereits zum Nachmittagsunterricht, so dass es kaum Sinn mach 7 Stden Unterricht an einem Tag anzubieten. Infolge der 60 Minuten Mittagspause endet die 8te Unterrichtsstunde dann gegen 15.50 Uhr.

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Re: Schulzeitverkürzung

Antwort von ursel am 13.06.2011, 0:35 Uhr

ich hab den Artikel noch nicht komplett durchgelesen. Aber am Chaos oder der schlechten Organisation ist durchaus was dran. Mögen die Kinder nur 34 oder 36 Stunden haben, so läuft das auch, wie mir bekannt auf drei Nachmittage raus, bei denen zwei vielleicht erst nach der 10 Stunde enden. Vormittags hat man dagegen frei oder viele Freistunden zwischendrin.

Das mag jetzt für Kinder, die in der Nähe des Gymnasiums wohnen, einigermaßen in Ordnung sein. Für Kinder, die Bus fahren müssen und bei denen die Busse nicht im 2 Stundentakt fahren, ist es eine kleine Katastrophe. Und da nützen auch böse Briefchen nicht, weil es den Behörden, so geh ich nach meiner Erfahrung aus, schlichtweg egal ist, wenn sich Eltern aufregen, sei es wegen überfüllter Busse oder um eine bessere Verbindung zu den weiterführenden Schulen zu bekommen. Das kann man locker aussitzen, geht halt nicht anders. Basta.

Bei uns gab es damals auch schon die schlechten Busverbindungen, nicht jedoch das Gestückel im Stundenplan und ebensowenig den massenhaften Ausfall an Stunden, deren Inhalte die Schüler dann in Eigenregie lernen sollten. Ebenso gab es nicht dieses Überfliegen und Ankratzen des Lernstoffes, da heute ansonstens die Lehrer mit der Stoffmenge nicht fertig werden(Lehreraussagen). Zeit für Vertiefen bleibt dann nur daheim.
Ob sowas wie an den Grundschulen kommt, nämlich mobile Reserven einzusetzen und dafür diese vielen ausfallenden Stunden aufzufangen? Warten wir mal ab.

Hier noch ein Kommentar zum neuen Abitur in Bayern als Podcast

http://cdn-storage.br.de/mir-live/bw1XsLzS/bLQH/bLOliLioMXZhiKT1/uLoX b 69zbX06/MUJIuUOVBwQIb71S/iw11MXTPbXPS/_2rc_K1S/_-TS/_-rp9Abg/110611_1150_Bayernc hronik_Abitur-2011.mp3

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Re: Schulzeitverkürzung

Antwort von laina01 am 13.06.2011, 14:00 Uhr

Also, ich hätte auch gerne für mein Kind 1 Schuljahr mehr und hätte auch eher die Gesamtschule bevorzugt, aber meine Tochter wollte das nicht.

Ich war in den 80-er in der Grundschule, bzw auf dem Gymnasium. Und wir hatten damals sogar noch samstags Schule (auch in der Grundschule!)! Anfänglich jeden Samstag (4 Sunden) bis auf den 1. im Monat, später, glaube so ab 6./7. Klasse nur noch jeden 2. Samstag! Und wir haben so auch in der Woche mind. 5-6 Stunden gehabt, so dass wir auf eine Gesamtstundenzahl von mind. 30 Stunden kamen. Meine Eltern haben sich damals auch ziemlich aufgeregt, denn man konnte für samstags nciht wirklich was planen und HA gab es dann auch auf! Und in der Oberstufe hat man extra die Leistungskurse auf Samstag gelegt, damit man bloß nicht auf den Gedanken kam "blau" zu machen!

Problem sehe ich bei G8 auch darin, dass den Kindern eigentlich keine Zeitraum bleibt, ein Auslandsjahr einzulegen. Denn entweder müssen sie es bis zur 9. Klasse gemacht haben oder dann 1 Jahr wiederholen! Und mit 14-15 1 Jahr ins Ausland, finde ich persönlich zu früh.
So sehen die Eltern von dem Geschwisterpaar (1xG9 Klasse 12 und 1x G8 Klasse 9) auch. Die Ältere war letztes Jahr in den USA, aber bei der Jüngeren haben die Eltern schon gesagt, geht nicht, bzw. erst nach dem ABI!
Ich bin ja mal gespannt, was in 2 Jahren herauskommt, wenn der doppelte Abijahrgang in NRW Abitur macht...!
LG

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"Gegenartikel zu Marie" ebenfalls aus der Zeit

Antwort von laina01 am 13.06.2011, 16:34 Uhr

http://www.zeit.de/2011/24/S-Gymnasium/seite-2

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Re: "Gegenartikel zu Marie" ebenfalls aus der Zeit

Antwort von Ebba am 13.06.2011, 17:35 Uhr

Hab's gelesen. Was der Autor behauptet ist, dass es vor 20 Jahren in Sachsen oder Thüringen keinen Streß bedeutete in 8 Jahren das Abi zu machen. Leider unlterschlägt er die Zahl der wöchentlichen Unterrichtsstunden u. gibt lediglich an niemals später als 14.20 Uhr zu Hause war. Aber das gilt in NRW nichteinmal für 5. Klässler.
Womit er definitiv recht hat, ein Problem von G8 ist nicht allein, dass die vorher in 9 geleisteten Unterrichtsstunden jetzt auf 8 Jahre verteilt sind sondern auch die stümperhafte Umsetzung und manchmal mangelnde Anpassungsfähigkeit der Lehrer.
Und, was ich nicht verstehe und niemals verstehen werde, fürchte ich, warum die Schulzeitverkürzung überhaupt erfolgt ist. Lief doch alles gut hier, Für schnellere Schüler hätte man ja auch das Konzept des Gymn. unserer Tochter übernehmen können, dass schon immer nach der 6. Kl. eine Klasse mit besonders begabten, geeigneten Schülern zusammengestellt unc in 8 Jahren zum Abi geführt hat.

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Re: "Gegenartikel zu Marie" ebenfalls aus der Zeit

Antwort von laina01 am 13.06.2011, 18:05 Uhr

In erster Linie ist die Umsetzung erfolgt um im internationalen Vergleich "mithalten" zu können! In vielen anderen europäischen Ländern gibt es auch max. nur 12 Schuljahre. Und unsere ach so tollen Politiker haben sich wahrscheinlich gedacht, diese Länder schneiden in der PISA-Studie besser ab, also machen wir auch mal eben 12 Jahre!

Nur das andere Länder ein ganz anderes Lernkonzept haben. Wobei ich aus Spanien weiß, dass die Kids dort auch bis 16.00/17.00 Uhr Schule haben und dann auch noch HA machen müssen!

Durch diese ganze PISA Studie wird ja schon im Kindergarten der Leistungsdruck auf unsere Kinder erhöht, Delfintest usw. sei Dank!
Ich verstehe aber auch nicht, warum sich in NRW die meisten Schulen gegen die Wiedereinführung von G9 gewährt haben! Der Direktor eines Gymnasiums meinte an einem Infoabend, das wäre kein richtiges G9, deshalb hätten sie sich dagegen entschieden! ???? ging durch die meisten Köpfe der Eltern! Erläutern konnte (oder wollte) er es aber nicht!

Warum hat man die Schulen befragt, warum nicht eine Volksabstimmung?!

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Re: Schulzeitverkürzung

Antwort von amadeus_hates_music am 13.06.2011, 20:26 Uhr

Danke für den Link! Spricht mir sooo aus der Seele..

LG ahm

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