Zecken - der beste Schutz gegen FSME und Borreliose

Zecken - der beste Schutz gegen FSME und Borreliose

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Nach dem Winter ist es einfach herrlich, endlich wieder über die Wiesen und durch den Wald zu toben. Und genau da lauern sie, die kleinen Biester!

Zecken sind aber nicht nur eklig, sie können auch gefährliche Krankheiten übertragen; in manchen Gegenden die "Frühsommer-Meningonzephalitis", kurz FSME, und überall die bakterielle Infektion "Lyme-Borreliose". Zum Glück gibt es ein paar einfache Maßnahmen, mit denen man sich wirksam schützen kann. Ihre Kids müssen also keineswegs aufs Blumen pflücken und Bäume klettern verzichten!

Die richtige Kleidung schützt vor Zeckenstichen

Ein eng anliegendes, langärmliges T-Shirt und lange Hosen schützen Ihr Kind am besten, wenn es im Wald oder auf der Wiese spielt. Helle Kleidung ist besser als dunkle, weil man so die Tierchen besser erkennen kann. Es gibt auch Mückensprays, die gleichzeitig einen Wirkstoff gegen Zecken beinhalten. Trotzdem sollten Sie Ihr Kind hinter her einmal gründlich von Kopf bis Fuß absuchen - und dabei den Kopf nicht vergessen!

Wie erkenne ich eine Zecke?

Eine Zecke sieht aus wie ein dunkelbrauner Stecknadelkopf mit Beinen. Auf den ersten Blick könnte man sie durchaus mit einem Leberfleck verwechseln. Wenn sie sich dann mit Blut vollgesaugt hat, ist sie hellbraun bis gräulich und kann so groß wie eine Heidelbeere werden.

Wie entferne ich eine Zecke?

Wenn Sie tatsächlich eine Zecke entdecken, entfernen Sie sie bitte möglichst schnell. Das ist wichtig, weil die Zecke meist erst gegen Ende des Saugvorgangs die infektiösen Bakterien "ausspuckt". Greifen Sie unter den Körper mit einer Pinzette und ziehen Sie ihn langsam und vorsichtig mit "wackelnden Bewegungen" heraus. Achten Sie darauf, dass Sie die Zecke dabei nicht zerquetschen, weil sie sonst noch mehr infizierten Speichel absondert. In der Apotheke gibt es spezielle Zeckenpinzetten, mit denen man sie gut greifen kann.

Notieren Sie sich den Zeitpunkt des Stichs im Kalender und achten Sie in den folgenden Wochen darauf, ob Ihr Kind grippeähnliche Symptome bekommt oder sich rund um die Stichstelle eine kreisrunde Hautrötung zeigt. In diesem Fall gehen Sie bitte sofort zum Arzt. Diese Anzeichen weisen auf Lyme-Borreliose hin, die man aber gut mit Antibiotika behandeln kann. Eine Schutzimpfung gegen Borreliose gibt es bisher leider nicht.

Schutzimpfung in Zecken-Risikogebieten

Ganz anders bei FSME: Gegen die von Zecken übertragene, gefährliche Hirnhautentzündung gibt es keine Behandlung, es steht aber eine sehr gute Schutzimpfung zur Verfügung. Wenn Sie in einem FSME-Risikogebiet wohnen oder einen längeren Natururlaub dort planen, ist diese Impfung sowohl für Sie wie auch für Ihre Kinder empfehlenswert. Sie besteht aus insgesamt drei Injektionen und muss alle fünf Jahre aufgefrischt werden. FSME-Infektionsgebiete sind z.B. Bayern, Baden-Württemberg und einige Teile von Hessen und Thüringen, sowie Österreich, Schweden und die östlichen Länder.

Vor allem wenn Sie einen Hund oder eine Katze haben, sollte sich die ganze Familie impfen lassen. Haustiere bringen nämlich gerne von ihren Streifzügen Zecken mit hinein in die Wohnung.

Und jetzt nichts wie raus in die Natur! Wie wichtig draußen spielen und toben für die Entwicklung Ihres Kindes ist, lesen Sie hier.

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