Symptom Bauchschmerzen - was dahinter stecken könnte

Symptom Bauchschmerzen - was dahinter stecken könnte

© fotolia, Renata Osinska

Aua, aua, mein Bauch tut weh: Bauchweh gehört mit zu den häufigsten Schmerzen über die Kinder klagen. Manchmal liegt es tatsächlich an zu vielen Gummibärchen und Keksen, die der Nachwuchs genascht hat. Dann sorgt eine kurze Diät sehr schnell wieder für Wohlbefinden.

 Doch neben einer Magenverstimmung können Bauchschmerzen vielfältige Ursachen haben. Häufig sprechen kleine Kinder von Schmerzen im Bauch - doch es schmerzt ganz woanders. Das kommt daher, weil Kinder bis zum 10. Lebensjahr Schmerz-Empfindungen nicht eindeutig lokalisieren können und von Bauchschmerzen reden, obwohl die Ohren wehtun.

Häufige Ursache: Blähungen

Babys und Kleinkinder leiden häufig unter Bauchschmerzen aufgrund von Blähungen. Dann hilft es, ganz sanft das Bäuchlein zu massieren und den Bauch kreisförmig im Uhrzeigersinn zu reiben. Dies löst die Verkrampfung und regt das vegetative Nervensystem an. Auch eine schöne Wärmflasche kann entspannend auf die Muskulatur einwirken und die Unpässlichkeit beseitigen.

Generell muss zwischen akuten und chronischen Bauchschmerzen unterschieden werden. Bei akuten Schmerzen, die also plötzlich und heftig auftreten und stark anhalten, sollte baldmöglichst der Kinderarzt aufgesucht werden. Vieles kommt als mögliche Ursache in Frage: Eine harmlose Störung wie eine Verstopfung oder ein Magen-Darm-Infekt können die Schmerzen ausgelöst haben, genauso wie eine gefährliche Blinddarmentzündung oder eine Darmeinstülpung. Besonders bei kleinen Kindern können auch Erkrankungen anderer Organe akute Bauchschmerzen verursachen. So kann eine Blasen-, eine Lungen- oder auch eine Mittelohrentzündung Bauchschmerzen verursachen.

Stress und Streit - das kann auf den Magen schlagen

Die Ursachen für chronische, immer wiederkehrende Bauchschmerzen können sehr vielfältig sein: Häufig spielen psychische Faktoren eine Rolle: Stresssituationen, Probleme in der Schule, Konflikte mit Freunden oder in der Familie - das kann einem Kind zusetzen und böse - im Fachjargon funktionelle - Bauchschmerzen mit sich ziehen. Weil die Kinder das Bauchweh auf den Nabel beziehen, spricht man auch von "Nabelkoliken".

Was hinter den immer wiederkehrenden Bauchschmerzen steckt, kann der Kinderarzt nach ausführlicher Untersuchung beurteilen. Hilfreich ist es dabei, wenn die Eltern schon im Vorfeld über 2 bis 3 Wochen ein Tagebuch führen, wann, wie oft und wie stark und in welchem Zusammenhang die Bauchschmerzen auftreten.

Schnelle Hilfe: viel Zuwendung und eine Wärmflasche

Viel Zuwendung, eine kleine Ruhepause mit einer Wärmflasche auf dem Bäuchlein - das wirkt oft Wunder. Und ist für den Kinderarzt dann auch ein Hinweis darauf, dass es sich eher nicht um organisch bedingte Schmerzen handelt.

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