Radtour - was bei Kindersitz, Anhänger und Tourenplanung wichtig ist

Radtour - was bei Kindersitz, Anhänger und Tourenplanung wichtig ist

© fotolia, Edyta Pawlowska

Eine Radtour ist super - man kommt herum und tut etwas für die Fitness. Mit dem Gefährt lassen sich Ecken und Wege fernab der großen Straßen erkunden, es geht auch mal über Stock und Stein durch einen schattigen Wald und an Feldern und Wiesen entlang - und am Ende der Tour ist der Radler zufrieden und ausgepowert.

Die Bewegung an der frischen Luft macht glücklich - und die Kleinen sind zufrieden bei einem Ausflug mit Mama und Papa zusammen die Umgebung erkunden zu können.

Das eigene Rad: Erst wenn das Kind sicher fährt

Damit die Kinder bei Laune bleiben und die Unfallgefahr möglichst gering bleibt: Generell sollte ein Kind nur auf einem eigenen Rad mitfahren, wenn es wirklich sicher fahren kann, das Bremsen beherrscht, Ausweichmanöver durchführen kann und in unvorhergesehenen Situationen möglichst besonnen reagiert. Das geht erst ab dem Schulalter.

Bis es soweit ist, ist der Nachwuchs in einem Fahrrad-Kindersitz oder in einem Fahrrad-Anhänger bestens aufgehoben. Beide Varianten sind jeweils für Kinder unter sieben Jahren zugelassen, der Fahrer muss mindestens 16 Jahr alt sein. Das Tragen eines schützenden Helmes ist für das Kind immer unverzichtbar! Als Zwischenschritt kommt ein "Eltern-Kind-Tandem" in Frage, bei dem ein Kinderfahrrad ohne Vorderrad am elterlichen Zugfahrrad befestigt wird.

Der Kindersitz - das GS - Zeichen verspricht geprüfte Sicherheit

Der Kindersitz ist für die Kurzstrecke geeignet, er bietet sich z.B. im Stadtverkehr an, da das Rad wendiger als mit Anhänger ist. Für die Montage gibt es drei Möglichkeiten: Vor dem Lenker mit Blick zum Fahrer, hinter dem Lenker mit Blick nach vorn, hinter dem Fahrer mit Blick nach vorn. Die ersten beiden Varianten sind erlaubt für Kinder mit maximal 15 kg Körpergewicht, die letzte Variante ist je nach Modell für 22 bis 25 kg schwere Kinder erlaubt. Beim hinten angebrachten Sitz hat das Rad mehr Stabilität, beim vorn angebrachten Sitz, hat der Fahrer das Kind im Blick. Generell sollte der Sitz aber am Rahmen befestigt werden, keinesfalls auf dem Gepäckträger!

Wie muss der Sitz beschaffen sein? Beim Kauf sollten Eltern sich an Modelle mit dem "GS"-Zeichen für geprüfte Sicherheit halten. Er muss Größe und Gewicht des Kindes entsprechen, Rückhaltevorrichtungen an den Fußstützen besitzen sowie mit Gurten versehen sein. Den besten Verletzungsschutz bieten Schalensitze mit Rückenlehne, Kopfstütze sowie verstellbaren Fußstützen und Hosenträgergurten. Beim Kauf sollte man sowohl Fahrrad als auch Kind mitnehmen!

Der Fahrrad-Anhänger - probieren Sie das Fahren zuerst ohne Kind

Wenn Kinder in einem Fahrradanhänger mitgenommen werden, kann man auch längere Touren radeln. Die Kleinen können bequem im Anhänger schlafen, essen und auch spielen. Die Bewegungsfreiheit ist größer, jedoch sollten die Kinder auch hier angegurtet werden. Der Insektenschutz sollte immer verwendet werden, so werden Insekten und aufgewirbelte Kieselsteine abgehalten.

Außerdem sollte das Gefährt eine gute Federung haben, damit keine harten Stöße auf das Kind übertragen werden. Holprige Wege sollten grundsätzlich gemieden werden. Für ganz kleine Kinder empfiehlt es sich, eine so genannte Babyschale zu kaufen, in welcher Kinder unter zwei Jahren bequemer und sicherer fahren.
Probieren sie die ersten Fahrten nicht mit Kindern, sondern mit anderem Gepäck, denn das Fahren im Gespann erfordert Übung. Vor allem die Fahrzeugbreite ist ungewohnt und erfordert eine Anpassung des Fahrstils.

Tourenplanung: Schotterpisten meiden und regelmäßig Rastplätze ansteuern

Achten Sie bei der Route auf die Bedürfnisse der Kinder: Planen Sie attraktive Rastplätze und entsprechend häufige Pausen ein. Bevorzugen Sie eine ruhige und möglichst autofreie Strecke. Meiden Sie besser Strecken, die sehr steil sind, Schotter oder Sand haben.

Packen Sie Spielsachen ein, bspw. Schmusetier, Karten, Ball, Frisbee-Scheibe, etc. Natürlich darf es an Getränken und Wegzehrung niemals fehlen! Achten Sie auf den richtigen Wetterschutz, Sonnenhut und Sonnenschutzcreme, Regenzeug usw. Bedenken Sie, wenn Kinder sich im Sitz oder Anhänger kaum bewegen, frieren sie schneller, winddichte, warme Kleidung und eventuell eine Wolldecke sind dann angebracht.

Und ein Tipp zum Schluss: Jährlich gehen unzählige Schnuller beim Radfahren verloren. Befestigen Sie den Schnuller deshalb an der Bekleidung des Kindes!

Übrigens der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat alle wichtigen Informationen gesammelt und bietet eine Broschüre zum Thema "Mobil mit Kind und Rad" an, die kostenlos herunter geladen werden kann.

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