Keine Angst vor dem Zahnarztbesuch!

Keine Angst vor dem Zahnarztbesuch!

© Adobe Stock, Sergej Khackimullin

Beim Gedanken an den Zahnarzt wird den meisten Erwachsenen ganz mulmig. Fast jeder hat irgendwelche Schreckenserinnerungen an den Bohrer, der auf dem Zahn-Nerv herumtanzt.

Bedenken Sie aber bitte: Ein Besuch beim Zahnarzt sollte fĂŒr Ihr Kind auf keinen Fall mit Angst verbunden sein. Ein netter, im Umgang mit Kindern erfahrener Zahnarzt wird den ersten Untersuchungstermin im besten Fall sogar als lustiges Abenteuer gestalten. Und Ihr Kind wird auf Dauer bestimmt gerne zur Vorsorge gehen. Deshalb ist es in erster Linie wichtig, dass Sie eventuelle eigene Ängste ĂŒberwinden und auf keinen Fall Ihrem Kind zeigen.

Wann zum ersten Mal zum Zahnarzt?

Den ersten Zahnarzt-Besuch sollten Sie nicht hinausschieben, bis sich schon Karies in Form von dunklen Flecken an den ZĂ€hnen zeigt. Im Idealfall gehen Sie mit Ihrem Kind mit etwa 2 Jahren das erste Mal zum Zahnarzt. Dieser Besuch dient nicht unbedingt zur Untersuchung, sondern soll in erster Linie das Vertrauen Ihres Kindes stĂ€rken, damit es sich mit den ungewohnten GerĂ€ten und der AtmosphĂ€re in der Praxis anfreunden kann. Gerne nimmt sich der Arzt oder die Ärztin Zeit, fĂ€hrt Ihr Kind auf dem Behandlungsstuhl ein paar Mal rauf und runter und demonstriert wie "Wasserdusche" und "SchlĂŒrfi" funktionieren. Und wenn es dabei den Mund aufmacht - umso besser.

Den richtigen Zahnarzt finden

Wenn Sie Vertrauen zu Ihrem Zahnarzt und seiner FĂ€higkeit im Umgang mit Kindern haben, können Sie Ihr Kind natĂŒrlich mit zu Ihrem Zahnarzt nehmen. Vielleicht mag es zunĂ€chst einfach mal zuschauen, wie in Mamas Mund alle ZĂ€hne mit dem kleinen Spiegel untersucht werden. Ansonsten lohnt sich in jedem Fall ein Besuch in einer eigens dafĂŒr ausgewiesenen Kinder-Zahnarzt-Praxis. KinderzahnĂ€rzte kennen sich nicht nur mit "Karius und Baktus" aus, sondern haben obendrein große Erfahrung darin, Kinder liebevoll und mit Spaß an den regelmĂ€ĂŸigen Zahnarztbesuch zu gewöhnen.

Wie oft zum Zahnarzt

Sobald das Milchgebiss weitgehend vollstĂ€ndig ist - das ist etwa mit 2,5 Jahren der Fall -, sollten Sie mit Ihrem Kind alle 6 Monate zur Vorsorgeuntersuchung gehen. Auf diese Weise lassen sich eventueller Kariesbefall oder auch Zahn- oder Kieferfehlstellungen frĂŒhzeitig festellen und leicht behandeln.

Wie kann man Karies vorbeugen?

Sobald ein Zahn da ist, sollte er auch geputzt werden. Anfangs können Sie die vereinzelten MilchzĂ€hnchen mit dem Waschlappen oder WattestĂ€bchen reinigen, sobald es mehr werden, wird es Zeit fĂŒr eine KinderzahnbĂŒrste mit weichen Borsten. Mindestens zweimal am Tag - morgens und abends - sollte Ihr Kind ZĂ€hne putzen, und bis etwa 8 Jahre sollten Sie einmal am Tag mal nachputzen. Übrigens: MilchzĂ€hne werden vor allem durch Dauernuckeln an der Flasche geschĂ€digt, deshalb sollten Sie Ihr Kind so frĂŒh wie möglich an das Trinken aus dem Becher gewöhnen. SĂŒĂŸigkeiten sind natĂŒrlich schlecht fĂŒr die ZĂ€hne. Aber wenn schon naschen, dann lieber in einer Portion anstatt permanent ĂŒber den ganzen Tag verteilt. Mehr ĂŒber die Zahnpflege lesen Sie in unserem Special: Gesunde KinderzĂ€hne.

Ein Loch - oh weh?

Und was, wenn der Karius doch mal zugeschlagen hat, und der Zahnarzt bei der Untersuchung ein Loch entdeckt? Er wird sicher alles tun, um Ihrem Kind die Behandlung so angenehm und schmerzfrei wie möglich zu machen. Allein schon deshalb, weil er ja möchte, dass es auch beim nĂ€chsten Besuch wieder freiwillig und ohne Furcht den Mund aufsperrt. HĂ€ufig kann ein kleiner Kariesbefall schnell und schmerzfrei mit dem Bohrer beseitigt werden. Geht das Loch tiefer, wird Ihr Zahnarzt eine BetĂ€ubung verwenden. HĂ€ufig ist eine örtliche BetĂ€ubung bei Kindern aber sehr schwierig, weshalb er eventuell eine Behandlung in Vollnarkose empfehlen wird. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass Ihr Kind ausreichend lange still hĂ€lt und keine unangenehme Erfahrung mit Schmerzen macht und so vielleicht Angst vor dem nĂ€chsten Zahnarztbesuch entwickelt. Haben Sie bitte keine Angst vor der Narkose. Die BetĂ€ubung wird durch einen erfahrene AnĂ€sthesisten durchgefĂŒhrt und ist nicht gefĂ€hrlich fĂŒr Ihr Kind. Moderne Narkosemittel sind sehr gut vertrĂ€glich und auch bei Kindern bestens bewĂ€hrt.

Deshalb bitte keine Angst vor dem Zahnarzt! Mit etwas Geduld und spielerischem Engagement gehen die meisten Kinder sogar ausgesprochen gerne hin.

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