Hase, Hamster, Hund? Haustiere und kleine Kinder

Hase, Hamster, Hund? Haustiere und kleine Kinder

© fotolia, Westend61

Tiere und besonders kleine Tierbabys lassen Kinderherzen höher schlagen. Viele Kinder wünschen sich deshalb sehnlichst ein eigenes Haustier zum Kuscheln und Spielen.

Grundsätzlich ist gegen ein Haustier auch nichts einzuwenden. Eltern sollten sich vor der Anschaffung eines Haustieres aber über ein paar Dinge im Klaren sein.

Haustiere tun Kindern gut

Die meisten Kinder sind große Tierliebhaber. Einem Kind ein Tier anzuvertrauen, kann deshalb pädagogisch sinnvoll sein. Kinder finden in einem Haustier oft einen engen Freund, mit dem sie spielen können, der für sie da ist und sich gerne kuscheln lässt. Sie dürfen sich kümmern und bekommen erste Verantwortung übertragen: das Tier füttern, das Fell pflegen, sich mit dem Tier beschäftigen, regelmäßig Gassi gehen oder auch den Käfig reinigen - es gibt einiges zu tun, damit es dem tierischen Mitbewohner gut geht.

Auch gesundheitlich geht ein positiver Effekt von Haustieren aus: Studien haben gezeigt, dass der Kontakt mit Tieren das Immunsystem trainieren und sich so positiv auf die Ausbildung eines gesunden, widerstandsfähigen Immunsystems auswirken kann. Gerade im ersten Lebensjahr muss das Immunsystem lernen, mit vielen unterschiedlichen Keimen umzugehen. Durch Fell tragende Haustiere wie Katzen und Hunde, verändert sich das Keimmilieu im Haushalt: Eine Studie ergab, dass gerade Keime, die am Boden häufig vorkommen, auch in Haushalten vorkommen, in denen Katzen oder Hunde leben. Für das kindliche Immunsystem sind sie diese Erreger willkommene Trainingspartner. Vorsicht allerdings bei einer starken allergischen Veranlagung. Hier können Katze und Hund sowie Kleintiere wie Hamster, Hasen oder Meerschweinchen eventuell zu einer Tierhaarallergie führen.

Hauptverantwortung für das Haustier tragen die Eltern

Bitte erwarten Sie von Kindern aber nicht zu viel: Frühestens ab einem Alter von etwa fünf Jahren können Kinder Meerschweinchen richtig hochnehmen oder Spaß daran haben, die Katze oder den Hund zu bürsten und mit ihm zu spielen. Erste, einfache Aufgaben können Eltern dann gemeinsam mit dem Kind erledigen. Schon kleine Kinder lernen so die regelmäßigen Abläufe kennen und gewöhnen sich an Fütterung und Pflege der Haustiere.

Grundsätzlich müssen Sie als Eltern aber wissen: Kinder können bis zu einem Alter von ca. 12 bis 14 Jahren nicht die volle Verantwortung für ein Tier tragen. Die Eltern müssen den Überblick haben und notfalls auch eingreifen, wenn es um die artgerechte Versorgung und das Wohl des Tieres geht. Auch wenn das Tier dem Kind "gehört" - die Hauptverantwortung für Pflege und Versorgung liegt bei den Eltern. Demnach müssen Sie sich auch damit wohlfühlen, wenn ein Hamster, Hase oder Hund einzieht.

Haustiere und Hygiene

Auch wenn Mieze und Bello zum Knuddeln sind - auf die Schnauze sollten weder Hunde noch Katzen geküsst werden. Viele Tiere erkunden ihre Umwelt mit der Nase und stecken sie auch überall hinein. Außerdem putzen sich die Tiere mit der Schnauze an allen Körperstellen - küsst man dann das Tier auf die Nase, können Keime und auch Wurmeier leicht übertragen werden. Aus diesem Grund sollte man Hunde und Katzen auch mindestens viermal im Jahr entwurmen lassen. Die geeigneten Tabletten dazu gibt es beim Tierarzt, der auch für die regelmäßige Impfung und Untersuchung der Hausgenossen zuständig ist. Regelmäßiges Händewaschen - besonders vor dem Essen - ist gerade in einem Haushalt mit Tieren wichtig.

Auch Tiere ins eigene Bett zu lassen, ist aus hygienischer Sicht nicht zu empfehlen. Einerseits sind Pfoten und Fell mit Schmutzpartikel behaftet, andererseits kann Zeckenwanderung vom Tier auf den Menschen so häufiger vorkommen. Zecken die das Haustier verloren hat und die auf der Suche nach einem neuen "Wirt" sind, können in seltenen Fällen FSME (Frühsommer- Meningoenzephalitis) und Borreliose übertragen.

Sollten Sie in einem Risikogebiet leben, in dem es infizierte Zecken gibt, sollten Sie sich über eine Impfung gegen FSME informieren. Außerdem ist es sinnvoll nach dem Spaziergang regelmäßig das Fell ihres Vierbeiners absuchen und Zecken entfernen. Es gibt Halsbänder oder Flüssigkeiten, sogenannte "Spot-on-Präparate", die gegen Zecken wirken. Erkundigen Sie sich danach am besten bei Ihrem Tierarzt.

Wenn es um Hygiene und Haustiere geht, sollte man sich aber auch nicht verrückt machen: Zoonosen, also Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden, sind bei Tierbesitzern nicht um ein Vielfaches höher. Wer normale Hygieneregeln beachtet und auch regelmäßig sein Tier beim Tierarzt impfen und behandeln lässt, wird von Mieze und Co. nicht krank.

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