Stachelbeeren - sauer macht lustig

Stachelbeeren - sauer macht lustig

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Die Frische von süß-säuerlichen Stachelbeeren begeistert uns jetzt: Wir lieben den Geschmack der saftigen Beeren, die im Mund so herrlich aufplatzen und dabei so wunderbar nach Sommer schmecken.

Besonders pur als kleine Erfrischung zwischendurch, im Kuchen, in Chutneys, Marmeladen oder in Kombination mit Milchprodukten kommt das süß-säuerliche Aroma besonders gut zur Geltung. Gesund ist das Obst dabei natürlich auch: Es sind viel Vitamin B und Vitamin C enthalten, dazu Kalium, Kalzium und Magnesium. Übrigens gibt es nicht nur gelbe Stachelbeeren, wie wir sie meistens kennen, sondern auch grüne, weiße und rote.

Lagerung: Stachelbeeren lassen sich auch prima einfrieren

Die Hauptsaison für Stachelbeeren frisch vom Strauch ist zwischen Juni und August. Wer ungeduldig ist und die Früchte unreif erntet, verwendet sie zum Einkochen oder legt sie einfach in eine Schale, sie reifen bei Zimmertemperatur ganz einfach nach. Ist die Haut prall und fest, sind sie bereit zum Vernaschen. Im Kühlschrank, am besten nebeneinander auf einem Teller, können sie dann aber auch noch einmal bis zu einer Woche gelagert werden.

Stachelbeeren eignen sich auch prima zum Einfrieren - so kann man dann selbst in den kühlen Monaten ein wenig Sommer naschen. Dazu blanchiert man die Früchte kurz in kochendem Wasser und bei Bedarf können sie anschließend mit ein wenig Zucker bestäubt werden. In einer Gefriertüte oder in einer Dose lassen sie sich nun im Tiefkühler aufbewahren. Liegen Sie nebeneinander und nicht übereinander kann man sie später einfacher einzeln entnehmen - und einen leckeren Kuchen backen.

Perfekt: süßer Eischnee trifft säuerliche Beeren auf einem Quarkboden

Ein ganzes Blech leckerer Stachelbeer-Kuchen reicht bestimmt für die ganze Familie und ein paar hungrige Gäste. Zuerst fetten Sie ein Blech ein und heizen schon mal den Ofen auf Umluft 160 Grad vor. Nun werden in einer großen Rührschüssel 750 g Magerquark mit 80 g Zucker, einer Prise Salz, 75 ml fettarmer Milch und 5 EL Sonnenblumenöl verrührt. In einem extra Gefäß mischen Sie 300 g Mehl und 3 TL Backpulver und geben dieses dann in die Rührschüssel. Alles zu einem homogenen Teig verkneten, der dann auf dem Blech ausgerollt wird.

Jetzt 750 g Stachelbeeren waschen und abtropfen lassen. Danach bereiten wir den Guss: Sie müssen 3 Eier trennen. Die Eiweiße kommen zunächst abgedeckt in den Kühlschrank. Die Eigelbe werden mit zwei weiteren ganzen Eiern, 100 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker und einem halben Päckchen Vanillepuddingpulver verrührt. Hier geben Sie die Stachelbeeren dazu, verrühren alles und streichen die Masse auf den Teig. Der Kuchen muss nun backen, etwa 45 Minuten.

Ist die Zeit abgelaufen, machen Sie eine Stäbchenprobe. Gleichzeitig schlagen Sie das Eiweiß mit 120 g Zucker zu Eischnee. Man kann das Eiweiß als dünne Schicht glatt aufstreichen oder mit einer Tüte in dekorativen Kringeln oder Tupfen aufspritzen. Der Kuchen muss nun noch einmal in den Ofen und fertig backen, dabei wird der Eischnee in etwa fünf bis zehn Minuten zu Baiser trocknen.

Fürs Sonntagsfrühstück: Stachelbeer-Konfitüre mit Bananen

Waschen Sie 700 g Stachelbeeren und pürieren Sie sie mit dem Mixer, dann kommen sie in einen großen Topf. Hier fügen Sie 300 g in kleine Scheibchen geschnittene Banane hinzu und den Saft einer Zitrone. Als Nächstes kommt der Zucker dazu, Sie brauchen 500 g Gelierzucker, 1:2. Dann wird alles vermischt und muss zwei bis drei Stunden abgedeckt ziehen, bevor die Masse unter ständigem Rühren drei Minuten gekocht und heiß in fünf ausgespülte saubere Gläser à ca 300 g gefüllt wird. Jetzt die Gläser für etwa fünf Minuten auf den Kopf stellen - fertig.

Stachelbeer-Chutney - für herzhafte Speisen

Eine ganz besondere Geschmacks-Kombination ist süß-säuerliches Chutney mit Stachelbeeren zu herzhaften Speisen, etwa zu Fleisch, Fisch oder aufs Käsebrot. Probieren Sie mal dieses Rezept, denn ist ganz unkompliziert. Einfach alle Zutaten in einen Topf geben und 20 Minuten köcheln lassen, und zwar sind das: 500 g gewaschene Stachelbeeren, 1 gewürfelte Zwiebel, 1 gehackte Knoblauchzehe, 3 getrocknete und kleingeschnittene Feigen, 1 EL Rosinen, 4 EL Zitronensaft und etwas abgeriebene Zitronenschale, 4 EL Obstessig, 250 g Gelierzucker, 1 TL Salz, 1 cm geriebenen Ingwer, etwas schwarzen Pfeffer, 1 Prise Zimt und 2 Messerspitzen gemahlene Nelke. Während der Zeit waschen Sie die Gläser, hier kommt das heiße Chutney später hinein. Gut verschlossen ist das Chutney so eine relativ lange Zeit haltbar - und auch ein nettes Mitbringsel.

Für besondere Anlässe: Stachelbeer-Kokos-Torte

Kokosnuss passt zum Sommer wie Eiscreme, Sonne und Flip-Flops. Zusammen mit den säuerlichen Stachelbeeren genießen wir eine besonders erfrischende Kombi! Die Torte besteht aus verschiedenen Schichten: Für den ersten Teigboden trennen Sie zunächst 4 Eier. In einer großen Schüssel verrühren Sie weiter 125 g weiche Butter und 125 g feinen Zucker. Hier kommen nach einer Weile die Eigelbe dazu, außerdem mischen Sie 125g Mehl und 1 TL Weinsteinbackpulver und sieben den Mix in die Schüssel. Ein rundes Blech mit 26 cm Durchmesser wird als Nächstes mit Backpapier ausgelegt, darauf streichen Sie den Teig. Jetzt können Sie auch gleich schon den Ofen vorheizen, und zwar auf 160 Grad Umluft.

Der nächste Teig ist ein leckerer knuspriger Makronenteig, hier kommen nun die Eiweiße zum Einsatz. Sie werden mit 1 Prise Salz steif geschlagen, während Sie 100 g feinen Zucker langsam einrieseln lassen, alles weiterschlagen bis der Zucker sich aufgelöst hat. Nun 90 g Kokosraspel einstreuen und ganz vorsichtig unterheben. Die Masse streichen Sie auf den Rührteig - dann kommt der Kuchen für etwa 25 bis 30 Minuten auf der unteren Schiene in den Ofen. Falls er oben zu viel Farbe bekommt, einfach mit Backpapier abdecken.

Sobald der Teig durchgebacken ist (mit einem Stäbchen testen), kann der Kuchen raus genommen werden, muss abkühlen und kann dann genau zwischen den zwei Teigen waagerecht durchgeschnitten werden. Der Makronenboden wird in Tortenstücke geschnitten, sie werden später oben aufgelegt, der Rührteig kommt auf eine Kuchenplatte und wird mit einem Tortenring umstellt.

Für die Füllung waschen und putzen Sie 500 g grüne Stachelbeeren. Weiter müssen Sie 500 ml Ananassaft abmessen. Etwa 8 EL davon verrühren Sie in einer großen Tasse mit 1,5 Päckchen Vanillepuddingpulver und 85 g Zucker. Den restlichen Saft kochen Sie auf, hier kommen die Stachelbeeren hinzu und wenn die Masse erneut aufkocht, rühren Sie das Puddingpulver hinzu. Alles aufkochen lassen und etwas abgekühlt auf den Rührboden streichen. So stellen Sie die Torte erst einmal in den Kühlschrank, damit die Füllung ganz auskühlt.

In der Zeit schlagen Sie 600 g Sahne mit 1 Päckchen Vanillezucker steif. Wer zu Konditorsahne mit 35 % Fett greift, bekommt eine festere Torte, denn diese Sahne wird beim Aufschlagen etwas kompakter. Die Sahne streichen Sie auf die kalte Stachelbeermasse und zum Schluss legen Sie die Makronenstücke als Deckel obenauf. Wer mag kann noch eine leckere Deko ergänzen: Mischen Sie 2 g Kokosflocken und 1 EL Puderzucker und streuen Sie diesen Mix über die Torte - so haben Sie einen richtig leckeren Hingucker.

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