Schöner Wohnen mit Kindern

Schöner Wohnen mit Kindern

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Kuscheltiere im Regal, Schonbezüge sowie waschbare Decken auf dem Sofa und große Boxen für allerlei Krimskrams - klar, beim Wohnen mit Kindern ist der praktische Aspekt oft wichtiger als eine pieksaubere, moderne Einrichtung wie im Hochglanzmagazin. Aber deswegen muss das Heim einer Familie nicht zwangsläufig stillos sein.

Bleiben Sie sich treu - aber nehmen Sie "Einrichtungssünden" entspannt!

Sicher: Die Prioritäten verschieben sich. Während man als Paar vielleicht Wert gelegt hat auf eine harmonische, moderne und auch ordentliche Wohnung verschieben sich die Prioritäten beim Leben und Wohnen mit Kindern. Es ist vielleicht nicht mehr ganz so wichtig, ob der Schrank zum restlichen Interieur passt, sondern wie viel Kleidung, Spielsachen, Hörbücher, Malzeug etc. er aufnehmen kann. Der kindgerechte Hocker passt vielleicht nicht ganz zum Stil Ihrer Wellness-Oase, aber das Badezimmer verwandelt sich dadurch ja nicht gleich in ein Spa-Bad.

Während Sie früher vielleicht auf eine gewisse Linie geachtet haben oder einen bestimmten Wohnstil umgesetzt haben, ist mit Kindern Umdenken gefragt. Aber keine Sorge, das heißt ja nicht, dass Sie gleich all Ihre Maxime über Bord werfen müssen! Sie müssen sich nicht verabschieden von Ihrem Einrichtungsstil. Sie sollten das Thema Wohnen vielleicht einfach nur ein wenig entspannter angehen und sich immer ins Gedächtnis rufen: Es muss nicht perfekt sein, die Wohnung bzw. das Haus soll ein Zuhause sein für alle Familienmitglieder - und hier darf sich jeder "wiederfinden".

Stilbrüche - sie verleihen der Einrichtung Lebendigkeit

Vergessen Sie nicht: Stilbrüche machen die Einrichtung erst wirklich interessant! Natürlich sind in einer modernen Einrichtung beispielsweise eine alte Wickelkommode, die in der Familie vererbt wird oder eine Truhe vom Flohmarkt, ein ziemlicher Hingucker. Bedenken Sie, verschiedene Möbelstücke sind ohnehin nur eine gewisse Zeit im Haus, da können sich Kompromisse oft lohnen - um Zeit, Geld und Nerven zu sparen. Möbelmix und Stilmix hat seinen Charme. Oder Sie verwandeln die Dinge mit etwas Know-how und Do-it-Yourself und drücken ihnen Ihren eigenen Stempel auf. Mit etwas Farbe bzw. Lack strahlt ein Möbel doch gleich in einem ganz anderen Licht.

Früher war alles Ton in Ton gehalten - und nun finden Sie sich in einem Sammelsurium an Farben, die Kinder lieben es schließlich bunt und leuchtend. Sehen Sie die farbenfrohen Eyecatcher nicht als Störung, sondern eher als Auflockerung, so kommt der Rest eben besser zur Geltung.

Wichtig: Schaffen Sie kleine Ruhe-Inseln

Nicht die ganze Wohnung in Kinderhand: Selbstverständlich müssen Sie den Einrichtungsstil im Familienleben in den gemeinsamen Bereichen anpassen, da führt kein Weg dran vorbei - aber bewahren Sie sich Plätze, die in erster Linie gefallen und nicht ausschließlich kindgerecht eingerichtet sind. Beispielsweise kann Spielzeug im Kinderzimmer aufbewahrt werden, dazu muss kein großer Schrank im Wohnzimmer stehen.

Auch kleine Ruhe-Inseln und Rückzugsmöglichkeiten sind im Trubel viel wert. Ein Sessel mit Kuscheldecke, etwas abseits, oder ein Schlafzimmer mit schöner Tagesdecke, Kissen und einer Leseecke - hier lässt es sich vom Familienleben abschalten und neue Kraft tanken. Damit Mama oder Papa dann wieder voll einsatzbereit sind.

Kindersicher - da sollte man keine Abstriche machen

Kantenschutz, verschlossene Schranktüren, die für Kinder erreichbar sind, Treppengitter - manche Dinge sehen vielleicht nicht besonders schön aus, aber sie machen die Wohnung, das Heim kindersicher. Und hier sollte man keine Abstriche machen! Selbst wenn dies bedeutet, dass der tolle Anblick der Einrichtung etwas leidet.

Zur kindersicheren Einrichtung gehört neben giftigen Zimmerpflanzen, die verbannt werden auch der Kippschutz, der verhindert, dass hohe Möbel umfallen können.

Ordnung - praktische Helfer sind das A und O

Die Maßstäbe ändern sich, im Familienchaos ist Praktikabilität gefragt und Ordnung. Schließlich soll es oft schnell gehen, damit Zeit bleibt für die wichtigen Dinge. Da will keiner lange nach Mütze, Schal oder Spielzeug suchen. Zwar muss man Perfektionismus ablegen, mit übertriebenem Ordnungswahn kommt man nicht weit, aber ein gewisses Maß an Aufgeräumtheit freut uns doch. Also her mit den Kisten, Boxen, Bags und Aufbewahrungen!

Vor allem im Kinderzimmer herrscht oft das kreative Chaos, alles bleibt da liegen, wo es zuletzt gebraucht wurde. Regale, Schränke und Aufbewahrungsboxen sind hier das A und O. Mit diesen kleinen Helferlein können die Kleinen lernen, wie schnell und einfach Aufräumen gehen kann.

Außerdem, es führt kein Weg dran vorbei: aussortieren und ausmisten! Für einen klaren Wohnstil muss man sich trennen. Alles was zu klein ist, von dem zu viel im Haus ist oder was einfach niemand nutzt, kann raus. Nur so behalten Sie eine klare Linie. Also gehen Sie durch Ihre vier Wände und schauen Sie, was kann weg und was hat noch seine volle Berechtigung.

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