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Geschrieben von Mariakat am 21.03.2009, 18:16 Uhr

Mädchengymnasium - Pro & Contra

Hallo,
es ist das erste Mal, das ich in diesem Forum schreibe, da meine Tochter noch in der Grundschule ist und eigentlich noch kein Teenie. Trotzdem denke ich, könnt ihr erfahrenen Mamas mir vielleicht besser helfen.
Also, wir stehen vor der Entscheidung: Mädchengymnasium oder nicht. Beide Schule sind gut. Beide haben das für uns "richtige" Profil. In beiden Schulen kennen wir Kinder, die voll zufrieden sind. Vorteil der gemischten SChule ist, dass sie vor Ort liegt und sie mit dem Fahrad zu erreichen wäre. NAchteil ist, dass es sich um eine riesige Schule handelt in einem schrecklichen Gebäude. Die Mädchenschule liegt weiter weg, nur mit Öffentlichen erreichbar, ist super schön gelegen, hat aber eben keine Jungs. Meine Tochter spielt aber auch gerne mit Jungs und hat viele Freunde. Trotzdem fand sie die Mädchenschule klasse. Ich hatte einen Haufen Zicken erwartet (beim Tag der Offenen Tür), aber dem war nicht so?!
Die waren alle total nett. Tja, bitte emotionslos... was spricht dafür , was dagegen?
Mariakat

 
14 Antworten:

Re: Mädchengymnasium - Pro & Contra

Antwort von glückskinder am 21.03.2009, 19:04 Uhr

Wenn es bei uns ein reines Jungengymi gegeben hätte, wäre unser Sohn jetzt dort.
Ich finde es toll, wenn Mädchen Physik kennenlernen dürfen ohne die wissenden und immerzu schlaueren Worte der Jungs.
Der Weg würde mich nicht beeinflussen. In der Schule werden speziell Sachen angeboten, die nur auf die Mädchen zugeschnitten sind.

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Re: Mädchengymnasium - Pro & Contra

Antwort von juschka am 21.03.2009, 23:13 Uhr

meine Grosse war auf einer Mädchenschule und ich habs nie bereut, die Mädels haben sich da total wohl und geborgen gefühlt

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Re: Mädchengymnasium - Pro & Contra

Antwort von Miffi am 22.03.2009, 0:37 Uhr

Jungen und Mädchen lernen und behandeln Dinge unterschiedlich. Bei uns früher auf dem Gymnasium war der Mathe- und Physikunterricht sehr "jungenorientiert" und darunter habe ich immer sehr gelitten. Ich wäre froh gewesen, wenn ich auf eine Mädchenschule hätte gehen können. Gab es bei uns aber leider nicht.
Ich würde meine Tochter sofort auf ein Mädchen-Gymnasium schicken in der Hoffnung, dass dort auf die Bedürfnisse und Denkweise der Mädchen mehr Rücksicht genommen wird. Außerdem bin ich ein Mensch, der sehr durch das "Drum-herum" beeinflußt wird. Ein "schreckliches Gebäude" würde mich wohl eher runterziehen.
Frag doch mal deine Tochter, was sie sich wünscht!

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Re: Mädchengymnasium - Pro & Contra

Antwort von +emfut+ am 22.03.2009, 8:30 Uhr

Ich bin großer Fan von Mädchenschulen. Allerdings finde ich, daß das Umfeld stimmen muß - also genügend außerschulischer Kontakt zu gemischten Gruppen.

Ich war selber auf einem Mädchengymnasium, meine Schwestern auch, und meine Nichte jetzt auch wieder. Ich habe danach Karriere im IT-Bereich gemacht - ich glaube, daß das Mädchengymnasium dazu die Grundlage gelegt hat. Ich habe selber später gemischen Klassen IT-Unterricht gegeben, und habe gemerkt, daß die "ich kann alles und Mädchen verstehen nix von Computern"-Einstellung der Jungs viele Mädchen, die eigentlich gute mathematische und logische Talente hatten, eingeschüchtert hat.

Meine Schwester hat Physik studiert. In ihrem Jahrgang waren drei Mädchen - zwei davon kamen aus Mädchengymnasien. Zufall? Ich meine nicht.

Wenn Deine Tochter also außerhalb der Schule die Möglichkeit hat, in gemischten Gruppen zu sein (ich war immer in kirchlichen Jugendgruppen aktiv, aber ein Sportverein oder so tut es sicher auch), würde ich immer das Mädchengymnasium wählen.

Gruß,
Elisabeth.

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Re: Mädchengymnasium - Pro & Contra

Antwort von dhana am 22.03.2009, 11:25 Uhr

Hallo,

ich glaube, das kommt auch sehr stark auf das einzelne Mädchen an.

Ich hab meine Pupertät auf einer Jungenschule verbracht, ich war das einzige Mädchen in der Klasse und es war meine schönste Schulzeit.
Und ich habe danach einen Chemieberuf erlernt - mich haben die Jungs im Naturwissenschaftlichen Bereich also nicht irritiert.
Davor war ich 3 Jahre in einer Mädchenklasse - und für MICH war das eindeutig nix, ich kam mit Jungs immer besser zurecht, die scheinen eher meine Sprache zu sprechen.

Wir sind momentan auch am Gymnasium anschauen für meinen Sohn - und ich habe festgestellt, das fast alle Gymnasien Projektwochen für Mädchen und Technik anbieten - mit sehr vielen Extra´s für Mädchen - man bekommt da inzwischen fast den Eindruck, das würden eher Jungs inzwischen "benachteiligt".

Ich würde meinen Sohn nur an eine gemischte Schule geben - nur Jungs oder nur Mädchen kämen für mich nicht in Frage - gerade weil mein Mann und ich beide in einer Gegend sind, in der es nur die getrennten Realschulen gibt - und ich finds fürchterlich wenn das andere Geschlecht vom anderen Stern ist.

Grüße Dhana

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Re: Mädchengymnasium - Pro & Contra

Antwort von ynnus am 22.03.2009, 19:18 Uhr

Ich würde mal unangemeldet in diesen Schulen erscheinen und um Infomaterial bitten. Und nicht erwähnen, dass ich am Tag der offenen Tür da war.
Am besten während der Pause ankommen. Dann merkst du schon wie die Schule "wirklich ist". Musst du dir einen Weg zum Sekretariat erkämpfen?
Wie verhalten sich die SchülerInnen auf dem Pausenhof? Wenn du dich suchend umschaust, hilft dir jemand? Kommt spontan ein/e Lehrer/in auf dich zu? Wie reagiert das Sekratariat, wenn du so spontan da reinplatzt?

Danach würd ich die Infos sichten:
Wie sieht es mit Fremdsprachen aus?
Welche zusätzlichen Angebote gibt es?
Wie wird der Schulsport gestaltet?
Gibt es Hausaufgabenbetreung? Nachhilfe?
Wie sehr geht die Schule auf die Begabung der Kinder ein?

So, und dann würd ich entscheiden.
Dann hast du ein paar mehr Entscheidungshilfen als nur Größe und Entfernung.

Viel Glück bei der Schulwahl!

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Re: Mädchengymnasium - Pro & Contra

Antwort von KaMeKai am 23.03.2009, 8:27 Uhr

meine Tochter geht seit letzten Sommer auf ein Mädchengymnasium und ist seelig dort. Kein Zickenterror, sie fühlt sich pudelwohl.

Es ist erwiesen, dass Ko-Edukation den Mädchen eher schadet, den Jungs eher nützt. Gab mal hier einen Link zu einem Zeit (oder Süddeutsche) -Artikel hierzu, vielleicht hat den noch jemand??


LG
Kathrin

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Re: Mädchengymnasium - Pro & Contra

Antwort von RenateK am 23.03.2009, 8:58 Uhr

Hallo,
ich war auf einem Mädchengymnasium und zwar auf eigenen Wunsch, meine Eltern waren da eher gegen. War auch noch ein katholisches, was die Sache nicht besser macht, aber meine Freundinnen gingen dahin. Die ersten zwei Jahre war es ok, danach fand ich es nur noch schrecklich, zickenmäßig etc. Ich finde auch die Trennung von Jungen und Mädchen extrem künstlich und schädlich. Ich habe schließlich nach der 10. Klasse gewechselt und erleichtert aufgeatmet. Nach meinen Erfahrungen würde ich absolut abraten. Reines Jungengymnasium finde ich fast noch schlimmer gefühltmäßig, mein Sohn wäre da nie drauf gegangen.
Gruß, Renate

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Re: Mädchengymnasium - Pro & Contra

Antwort von vallie am 23.03.2009, 10:07 Uhr

neben meinem gemischten gymnasium war ein mädchengymnasium mit superzicken, die ihren schwerpunkt auf sozialpädagogischen fächern hatte, d.h. die mädels dort haben dann meistens ganz frauentypische berufe erlernt oder weiterstudiert.
heute ist auch diese schule gemischt. ich würde meine mädels ungern in die weibchenrolle drücken lassen und auch das verhältnis zu jungs ist nicht natürlich.

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phhhh - Weibchenrolle

Antwort von Petra Sch. am 23.03.2009, 11:27 Uhr

Meine Tochter wird voraussichtlich auf eine Mädchen-Realschule gehen (auf eigenen Wunsch). Von wegen Weibchenrolle, an dieser Schule wird besonders viel getan, um den Mädchen die naturwissenschaftlichen Fächer nahe zu bringen mit Technik-Camps und vielen anderen interessanten Dingen in diesem Bereich.

Und zum Thema Zicken. Dort wo Mädchen sind, sind sicher auch mal Zicken dabei.(aber die Zicken gibt es genauso auf der gemischten Schule) Genauso wie es sowohl auf der gemischten, als auch auf der Mädchenschule sicher Hübsche, Hässliche, Doofe, Schlaue, Sportliche, Unsportliche, Begabte, Unbegabte , Deutsche, ...... usw. sind. Eben von allem ein bißchen.

Der doofste Text kam von einer Klassenkameradin: "Dort wirst Du bestimmt lesbisch!" Falls ja, liegt es aber sicher nicht an der Schule.

LG Petra

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Weibchenrolle - Gegenteil

Antwort von KaMeKai am 23.03.2009, 12:10 Uhr

Das Gegenteil von der typischen Weibchenrolle ist der Fall.
Prozentual der höhere Anteil von Frauen, die in Naturwissenschaften Karriere machen, kommt von Mädchenschulen.
Die Mädels der Schule meiner Tochter nehmen jedes Jahr mit großem Erfolg bei Jugend forscht teil.

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Re: phhhh - Weibchenrolle

Antwort von vallie am 23.03.2009, 13:01 Uhr

na ja...das "gieren" nach der gesellschaft von jungs halte ich an mädchenschulen für prozentual auch höher angesiedelt.
hatte eine freundin, die in einem mädcheninternat war...was hat die mich beneidet, daß ich quasi die (aus)wahl hatte....sie ist dann auf eigenen wunsch auf eine gemischte schule gegangen.

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Re: Mädchengymnasium - Pro & Contra

Antwort von KarinBS am 30.03.2009, 21:10 Uhr

Ich war auf einem MädchenGym. Nebenan war das Jungengym. Das war erst ab der gehobenen Mittelsstufe interessant. Die Gleichaltrigen eh erst in der Oberstufe.

Vorteil: Keiner, der dauernde protzt und angeblich alles weiß und verschüchterte Mädels auch in Mathe und Physik und Biochem. von der Selbstverwirklichung abhält - Jungs müssen sich wie Gockelchen hat immer produzieren.

Nachteil: Zu meiner Zeit (großes Kind=13 Jahre) haben die Lehrer auf der Mädchenschule wohl gedacht, dass der zum Abitur hinreichende Grundstock in Mathe /Naturwissenschaften für Mädels schon langt: die studieren Lehramt oder Bio oder Geisteswissenschaften oder.... - aber an Informatik oder E-Technik oder Maschinenbau haben die NICHT gedacht - und so bin ich im Vordiplom erst mal in Mathe durchgeknallt, weil mir ein dafür sinnvoller Grundlagenteil fehlte (Reihen, Folgen, Fourier) - den die Kerls an der Jungenschule nebenan aber so nebenbei als Vorbereitung auf`s technische Studium beigebracht bekommen haben *schnaub*.

Wenn Euren Töchtern Mathe easy von der Hand geht, dann fragt bei Mädchengym nach, in wie weit die Vorbereitungen auch für ein Ingenieurstudium berücksichtigt sind - evtl über den minimalen ABistoff hinaus....

Ich habe es dennoch geschafft, aber ärgerlich war es trotzdem

Karin BS

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Re: Mädchengymnasium - Pro & Contra

Antwort von Nina84 am 08.04.2009, 8:23 Uhr

Also ich war auch auf einem "Mädchengym". Eigentlich war es ganz in Ordnung und ich habe es einfach als ganz normal angesehen.
Es gibt mal zwar immer wieder Zickereien unter den Mädels, aber auch das hat sich bei uns im Rahmen gehalten.

In der Berufsschule waren wir natürlich gemischt und irgendwie hat es viel mehr Spass gemacht. Weiß aber nicht ob es am Alter gelegen hat oder an der "Mischung"
Eigentlich spricht nichts dagegen. Ich habe es überlebt und es war auch vollkommen in Ordnung. Auch wenn noch einige mit 18Jahre rumgelaufen sind und noch nicht einmal wussten, dass es auch noch ein anderes Geschlecht gibt
Ich kann leider nicht sagen, wie das sonst in den naturwissenschaftlichen Fächern so ist, aber ich kann sagen, dass wir alle durchweg sehr gut waren, vor allem in Chemie (lag wohl aber auch an unserem tollen Lehrer).
Ist eine schwere Entscheidung, aber ihr werdet wohl die richtige treffen.
LG NIna

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