Biggi Welter

Biggi Welter

Stillberaterin

Biggi Welter absolvierte ab 1996 ihre Ausbildung zur Stillberaterin bei der La Leche Liga Deutschland e.V., einer Organisation in 78 Ländern in offizieller Beziehung zur Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Schwangeren und stillenden Mütter in Fragen rund um das Stillen Beratung anbietet. Danach leitete Biggi Welter viele Jahre lang eigene Stillgruppen mit intensiver Betreuung. Ab 1999 übernahm sie zudem die Online-Stillberatung von Rund-ums-Baby.de, die sie heute noch leitet. Ihre Beratungen bei Rund-ums-Baby.de werden jeden Monat hunderttausendfach weltweit von stillenden Müttern gelesen. Ein achtsamer und wertschätzender Umgang mit Kindern liegt ihr am Herzen.

Biggi Welter

Übergang Medis in Milch

Antwort von Biggi Welter, Stillberaterin

Frage:

Winterzeit, Erkältungzeit, und ich schreie immer Hurra...

Habe mir einen tollen Infekt eingefangen und nun leider auch fast 40 Fieber, mit vier Kindern und ohne Mann ( der ist für zwei Wochen auf Truppenübungsplatz) kann ich mir das Hinlegen und auskurieren leider nicht leisten.

Meines Wissens nach darf man Paracetamol nehmen, aber in welcher Dosierung geht das in die Milch über ???
( Neele wiegt nun 4,5 kg )

Ich wüsste nicht, wer für solche Fragen zuständig ist, Kinderarzt, Gyn etc. meienr Erfahrung nach ahben die alle vom Stillen nicht so viel Ahnung...

DAgmar

von Dagmar am 12.11.2001, 09:29 Uhr

 

Antwort auf:

Übergang Medis in Milch

?



Liebe Dagmar,

zuständig für solche Fragen ist jeder Arzt, der eine stillende Mutter behandelt. Ist sich ein Arzt unsicher und verfügt nicht über Fachliteratur zum Nachschlagen, kann er sich an die Beratungsstelle für Vergiftungserscheinungen und Embryonaltoxikologie in Berlin (Tel.: 030-306 867 11) wenden. Das Team um Dr. Schaefer hat eigens für solche Medikamentenfragen, die die Schwangerschaft und Stillzeit betreffen, einen Beratungsdienst für Ärzte eingerichtet.

Zu Paracetamol kann ich dir aus „Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit" Spielmann, Schaefer, 6. Auflage 2001 zitieren:

„Paracetamol
Erfahrungen. Die Halbwertszeit von Paracetamol in Plasma und Muttermilch ist mit 2,6 Stunden etwa gleich. Nach einer Dosis von 650 mg wurden Muttermilchkonzentrationen von maximal 15 mg/l gemessen. Ein Säugling erhält damit 0,45 mg/kg und Mahlzeit. Das sind etwa 4 % einer gewichtsbezogenen therapeutischen Einzeldosis im Säuglingsdosis im Säuglingsalter. Der M7P-Quotient liegt bei 1. Außer einer Kasuistik über ein reproduzierbares makulopapulöses Exanthem nach 1 g Paracetamol sind keine unerwünschten Wirkungen nach Stillen beschrieben worden (Übersicht bei Bennett 1996). Da Metabolisierung und renale Exkretion beim Neugeborenen nicht voll entwickelt sind, ist eine Anreicherung bei Langzeitbehandlung nicht auszuschließen (Notarianni 1987).

Empfehlung für die Praxis. Paracetamol ist Analgetikum der Wahl für die Stillzeit."

Gute Besserung und LLLiebe Grüße
Biggi

von Biggi Welter, Stillberaterin am 12.11.2001

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