Möchte langsam abstillen-Baby schläft aber nur an der Brust ein

 Kristina Wrede Frage an Kristina Wrede Stillberaterin

Frage: Möchte langsam abstillen-Baby schläft aber nur an der Brust ein

Mein Sohn ist fast 10 Monate alt und ich möchte ihn nun langsam und schrittweise entwöhnen. Das grösste Problem dabei wird sein, dass er nur an der Brust zu beruhigen ist und ohne nicht einschlafen, geschweige denn zur Ruhe kommen kann. Auch nachts wird er alle 2-3 Stunde wach und ist dann nur mit der Brust wieder zu beruhigen. Habt Ihr hier eventuell einen Tipp für mich, wie ich diese grösste Hürde stressfrei für Ihn umgehen kann ?? Lieben Dank für Euren Rat und herzliche Grüsse.

Mitglied inaktiv - 02.01.2012, 22:43



Antwort auf: Möchte langsam abstillen-Baby schläft aber nur an der Brust ein

LIebe molliy, am besten wird es sein, wenn du schrittweise vorgehst, z.B. in dem du zunächst eine stillfreie Zeit in der Nacht einführst. Und sobald das klappt, kannst du auch tagsüber "üben", ihn ohne zu stillen zum Schlafen zu bringen. Erfahrungsgemäß ist es allerdings meist recht aufwendig, Alternativen einzuführen, so dass Weiterstillen schon aus praktischen Gründen keine schlechte Lösung wäre. Wenn du also nicht unter Zeitdruck stehst, still doch generell weiter, aber arbeite an der stillfreien Zeit in der Nacht. Dazu kannst du wie folgt vorgehen: Erkläre deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Wenn sich dein Kind dann in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste es und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von dir aus deinem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf dein Wort verlassen kann. Natürlich kannst Du ihr während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher. Nur wenn sich dein Kind über mehrere Tage hinweg gegen diese stillfreie Zeit sperrt, oder gar tagsüber extrem anhänglich bzw. weinerlich wird, oder gar eine Hautreaktion zeigt, dann weißt du, dass es noch zu früh ist und du vielleicht einfach noch ein paar Wochen warten und durchhalten solltest. Dieser Vorschlag stammt von Elizabeth Pantley, Autorin des Buchs "Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Progamm für ruhige Nächte", das nun auf Deutsch erschienen ist und das ich wärmstens empfehlen kann. Pantley hat ein Programm entwickelt, mit dem man älteren Babys, auch Stillkinder, dabei helfen kann, auch ohne Brust oder ständiges Stillen die Nacht zu schaffen. Auch wenn man nicht alle ihre Schritte anwendet haben viele Mütter doch gute Erfahrungen mit diesem Buch gemacht. Ich hoffe, die Antwort hilft dir weiter. LIeben Gruß, Kristina

von Kristina Wrede am 02.01.2012



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