Biggi Welter

Biggi Welter

Stillberaterin

Biggi Welter absolvierte ab 1996 ihre Ausbildung zur Stillberaterin bei der La Leche Liga Deutschland e.V., einer Organisation in 78 Ländern in offizieller Beziehung zur Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Schwangeren und stillenden Mütter in Fragen rund um das Stillen Beratung anbietet. Danach leitete Biggi Welter viele Jahre lang eigene Stillgruppen mit intensiver Betreuung. Ab 1999 übernahm sie zudem die Online-Stillberatung von Rund-ums-Baby.de, die sie heute noch leitet. Ihre Beratungen bei Rund-ums-Baby.de werden jeden Monat hunderttausendfach weltweit von stillenden Müttern gelesen. Ein achtsamer und wertschätzender Umgang mit Kindern liegt ihr am Herzen.

Biggi Welter

mal ne blöde Frage

Antwort von Biggi Welter, Stillberaterin

Frage:

Hallo Biggi,

woran merke ich, daß ich erfolgreich abgestillt habe...ohne Medikamente zu nehmen.
Reicht es, wenn ich kein Spannungsgefühl mehr in der Brust habe? Ich will keine Brustentzündung oder einen Milchstau riskieren und meine Hebamme ist zur Zeit im Urlaub. Ich habe jetzt tiemlich radikal abgestillte, da ich eigentlich sofort wieder Rheumamedikamente nehmen muß und konnte nicht langsam reduzieren.
Wenn mein Kleiner schreit kommt aber immer noch Milch aus meiner Brust getropft. Auch die Stilleinlagen lasse ich lieber noch drin.
Muß ich jetzt noch was machen oder kann ich meine Brust einfach in Ruhe lassen?

LG Peanut1

von Peanut1 am 02.10.2001, 21:43 Uhr

 

Antwort auf:

mal ne blöde Frage

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Liebe Peanut,

es ist der Normalfall, dass eine Frau ohne „medizinische Hilfe" abstillt. Abstillen ist ein ebenso natürlicher Vorgang wie das Stillen und Abstillmedikamente sollten nur in wenigen, medizinisch begründeten Fällen nach sehr guter Abwägung aller Fakten gegeben werden, da diese Präparate nicht unerhebliche Nebenwirkungen haben können und ihre Wirksamkeit ohnehin nach Abschluss der Neugeborenenperiode nicht belegt ist.

Es ist normal, dass die Brust nach dem Abstillen noch einige Zeit lang Milch bildet, bei manchen Frauen für einige Monate, es gibt aber Frauen, bei denen dies sogar ein Jahr und länger anhält.

Viele Frauen haben auch nach dem Abstillen sogar noch einige Zeit einen Milchspendereflex, der einsetzt, wenn sie ihr Kind oder auch ein anderes Baby schreien hören.

Solange es dabei nicht zu Stauungen oder Verhärtungen kommt, muss überhaupt nichts getan werden. Der Körper wird diese restliche Milch im Laufe der Zeit resorbieren.

Sobald Du jedoch Stauungen oder ein unangenehmes Spannungsgefühl bekommst, kannst Du gerade so viel Milch mit der Hand ausstreichen (oder ganz vorsichtig abpumpen), dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr ausstreichen, sonst wird die Milchbildung weiter angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen.

Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Du dich hierfür interessierst, wende dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme.

Widersteh der Versuchung immer wieder ein bisschen an der Brust herumzudrücken, um zu sehen „ob da noch was ist". Auf diese Weise kann die Milchproduktion auf geringen Niveau weiterhin aufrecht erhalten bleiben.

LLLiebe Grüße
Biggi

von Biggi Welter, Stillberaterin am 03.10.2001

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