Biggi Welter

Biggi Welter

Stillberaterin

Biggi Welter absolvierte ab 1996 ihre Ausbildung zur Stillberaterin bei der La Leche Liga Deutschland e.V., einer Organisation in 78 Ländern in offizieller Beziehung zur Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Schwangeren und stillenden Mütter in Fragen rund um das Stillen Beratung anbietet. Danach leitete Biggi Welter viele Jahre lang eigene Stillgruppen mit intensiver Betreuung. Ab 1999 übernahm sie zudem die Online-Stillberatung von Rund-ums-Baby.de, die sie heute noch leitet. Ihre Beratungen bei Rund-ums-Baby.de werden jeden Monat hunderttausendfach weltweit von stillenden Müttern gelesen. Ein achtsamer und wertschätzender Umgang mit Kindern liegt ihr am Herzen.

Biggi Welter

Durchschlafen

Antwort von Biggi Welter, Stillberaterin

Frage:

Mein Sohn ist jetzt 9 Monate. Er
hat bis vor 2 Monaten von 21 Uhr bis
5 Uhr früh durchgeschlafen (bis auf
vereinzelte Ausnahmen), doch jetzt kommt er nachts alle 2 - 3 Stunden und
will dann auch gestillt werden. Braucht er jetzt mehr? Reicht ihm die Brust nicht mehr? Bessert sich das wieder?

von Kerstin am 07.10.2001, 17:17 Uhr

 

Antwort auf:

Durchschlafen

?




Liebe Kerstin,

fangen wir mit Ihrer letzten Frage an:

JA, es wird sich wieder bessern und auch ihr Kind wird langfristig wieder längere Schlafphasen haben und sie somit ruhigere Nächte. Nur kann Ihnen niemand ein Datum angeben, wann es so weit sein wird.

Unruhige Nächte in diesem Alter sind nicht ungewöhnlich. Es ist zwar schwer, diesen „Rückschritt" als Mutter hinzunehmen, doch es ist einfach so, dass es immer wieder „Sturm- und Drang-Zeiten" im Leben des Kindes gibt und vor allem dann, wenn das Kind etwas Neues lernt, es aktiv an seiner Umwelt teilnimmt oder aber auch wenn es zahnt oder einen Infekt ausbrütet die Nächte durch häufige Unterbrechungen des Schlafes gekennzeichnet sind.

Die Gabe von (weiterer) zusätzlicher wird an diesem Verhalten nichts ändern, liegt die die Ursache nicht in der Ernährung. Stillen ist zudem viel, viel mehr als nur Nahrungsaufnahme.

Es bleibt Ihnen in dieser Zeit nicht viel mehr übrig (abgesehen von den sehr umstrittenen und von Stillexperten abgelehnten Schlaftrainingsprogrammen), als die Nächte für Sie so angenehm wie möglich zu gestalten (indem Sie zum Beispiel Ihr Kind in Ihrer unmittelbaren Nähe schlafen lassen, so dass das nächtliche Aufstehen entfällt) und sich auch am Tage zwischendurch eine Ruhepause gönnen.

Wenn ihr Bett zu klein ist, können Sie es vielleicht entweder durch eine Matratze, die Sie danebenlegen vergrößern oder aber Sie stellen das Kinderbett als „Beiwagen" daneben. Sie können an der dem Elternbett zugewandten Seite das Gitter des Kinderbettes entfernen und die Matratze auf die gleiche Höhe bringen. Dann können Sie Ihr Baby nach dem Stillen in das kleine Bett schieben und Sie können beide weiterschlafen.

Wenn Sie gerne lesen und ein Buch lesen möchten, das sich mit dem Thema Schlaf auseinandersetzt und dessen Autor beim Thema Schlaf auch Achtung vor dem Baby zeigt und dessen Bedürfnisse ernst nimmt, kann ich Ihnen wärmstens „Schlafen und Wachen - ein Elternbuch für Kindernächte" von Dr. William Sears empfehlen, das im Buchhandel, bei der La Leche Liga und jeder LLL-Stillberaterin (auch bei uns) erhältlich ist.

LLLiebe Grüße
Biggi Welter

von Biggi Welter, Stillberaterin am 08.10.2001

Antwort auf:

Durchschlafen

Lukas ist jetzt fast 6 Monate und auch er hat zeitweise ziemliche Schlafprobleme. Ich lasse ihn dann auf der "Besucherritze" schlafen, so dass ich nicht immer aufstehen muß. Und keine Angst, das Kind wird nicht zu sehr verwöhnt, irgendwann erledigt sich das nächtliche Aufwachen von alleine. Mit meinem großen Sohn (inzwischen 7 Jahre) habe ich es genauso gemacht. Er schläft heute nur noch in unserem Bett, wenn er krank ist.

von Christiane und Lukas am 08.10.2001

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