Kristina Wrede

Kristina Wrede

Stillberaterin

Kristina Wrede absolvierte ihre Ausbildung zur Stillberaterin bei der La Leche Liga Deutschland e.V., einer Organisation in 78 Ländern in offizieller Beziehung zur Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Schwangeren und stillenden Mütter in Fragen rund um das Stillen Beratung anbietet. Danach leitete Kristina Wrede viele Jahre lang eigene Stillgruppen mit intensiver Betreuung. 2008 übernahm sie neben Biggi Welter zudem die Online-Stillberatung von Rund-ums-Baby.de. Von August 2018 bis April 2019 besuchte sie Fortbildungen in Bindungsbasierter Beratung und Therapie (BBT) bei Prof. Dr. Karl-Heinz Brisch zur Anwendung von bindungsbasierter Beratung in der peri- und postnatalen Zeit, bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen.

Kristina Wrede

baby wecken

Antwort von Kristina Wrede, Stillberaterin

Frage:

hallo,
meine tochter ist jetzt 12 tage alt, stillen klappt soweit ganz gut. habe nur ein problem! und zwar muß ich die kleine aufgrund einer stoffwechselstörung alle 3 stunden füttern! dazu muß ich sie meistens wecken, das klappt aber nicht immer versuche es mit wickeln, kitzeln an den füßen, massieren der hand usw. aber es funktioniert nicht immer. können sie mir vielleicht einen tipp geben?! vielen dank im voraus

von Katja_1984 am 28.05.2008, 15:16 Uhr

 

Antwort auf:

baby wecken

Liebe Katja_1984,

um ein schläfriges Baby zu wecken bzw. wach zu halten, kannst du folgendes probieren:

o Versuche das Baby aufzuwecken, wenn es sich in einem leichten Schlafstadium befindet. Achte auf rasche Augenbewegungen unter den geschlossenen Lidern, Bewegungen von Armen und Beinen, Saugbewegungen der Lippen und Veränderungen im Gesichtsausdruck deines Babys.
o Dämpfe das Licht. Grelles Licht veranlasst das Baby, seine Augen zu schließen.
o Lockere die Bettdecke oder nimm die Decke weg.
o Bei warmen Raumtemperaturen zieh das Baby aus bis auf die Windel. Bei Temperaturen über 27° C nimmt die Saugaktivität ab.
o Sprich mit dem Baby und versuche, Blickkontakt herzustellen.
o Halte das Baby aufrecht.
o Bewege das Baby sanft auf und ab, während Du es auf deinem Schoß hältst. Dabei hebst Du seinen Kopf, seine Schultern und seinen Körper an und beugst es in der Hüfte. Versuche niemals, das Baby in der Taille zu beugen, dadurch können innere Verletzungen hervorgerufen werden.

Steigerung der Stimulation

o Reibe oder klopfe den Rücken des Babys oder lass deine Finger an seiner Wirbelsäule entlang spazieren.
o Wechsele die Windeln.
o Massiere sanft Hände und Füße des Babys.
o Verstärke den Hautkontakt mit deinem Baby. Massiere das Baby oder bade es.
o Bewege die Arme und Beine des Babys wie bei "backe, backe Kuchen."
o Reibe die Stirn und die Wangen des Babys mit einem kühlen, feuchten Waschlappen ab.
o Lass deine Fingerspitzen um die Lippen des Babys kreisen.
o Tropfe etwas ausgestrichene oder abgepumpte Muttermilch auf die Lippen des Babys.

Das Interesse des Baby aufrecht erhalten

o Die Hand, die die Brust abstützt, muss das Gewicht der Brust vom Kinn des Babys nehmen.
o Wechsele die Seite, sobald das Baby das Interesse am Saugen verliert. Das heißt, Du nimmst es von der Brust ab, sobald es langsamer saugt und aufhört zu schlucken und legst es an der anderen Seite an. Diese Technik heißt Wechselstillen.
o Wenn Du die Brustseite wechselst, lass das Baby dazwischen aufstoßen oder wickele es, um sein Interesse wach zu halten.
o Versuche das Baby in der Unter dem Arm Haltung statt der Wiegenhaltung zu stillen.
o Massiere den Oberkopf des Babys beim Stillen in kreisenden Bewegungen.

Auch das "Super-Wechselstillen" könnte euch helfen. Ich zitiere dazu mal aus dem "Handbuch für die Stillberatung" der LLL:

"»Super-Wechselstillen« soll das Baby zu einem aktiveren Saugen an der Brust
anregen.
Die Mutter lässt das Baby so lange an der Brust, wie es nach jeder oder
jeder zweiten Saugbewegung schluckt. Sobald es seltener schluckt oder beginnt
einzuschlafen, wird es von der Brust abgenommen. Die Mutter beugt
es einige Male sanft von der Hüfte aus nach vorne, um es aufzuwecken; dann wird es an die andere Brust angelegt und wieder so lange gestillt, wie es regelmäßig schluckt. Erfolgt das Schlucken wieder seltener, lässt die Mutter das Baby aufstoßen oder beugt es in den Hüften, um es aufzuwecken, und legt es wieder an der ersten Brust an. Dieses »Wecken und Wechseln« wird 20 bis 30 Minuten lang durchgeführt, tagsüber mindestens alle zwei Stunden und nachts alle vier Stunden. Bei manchen Babys muss die Mutter möglicherweise schon nach jeweils 30 bis 60 Sekunden wechseln, zumindest in der Anfangsphase.
Innerhalb von ein bis zwei Tagen wird die Mutter feststellen, dass Urin und
Stuhlgangmenge ihres Kindes zunehmen und dass es regelmäßiger schluckt. Unter Umständen bemerkt die Mutter auch, dass ihre Milch ausläuft und sich ihre Brüste voller anfühlen. Dies sind Anzeichen für eine erhöhte Milchproduktion."

Selbstverständlich musst Du nicht alle diese Dinge durchführen, suche dir aus, was Du für erfolgversprechend hältst.

Ich hoffe, es ist etwas dabei, was dir hilft!!

Lieben Gruß, und auf das es deiner Kleinen schnell besser geht!
Kristina

von Kristina Wrede, Stillberaterin am 28.05.2008

Antwort auf:

baby wecken

Oh weh was hat sie denn???Viell. leicht in den Oberschenkel zwicken?sonst Wange streicheln,mit ihr reden.
Lg Ma

von Eeyro82 am 28.05.2008

Antwort auf:

baby wecken

vielen dank! bei meiner kleinen liegt verdacht auf vlcad mangel vor

von Katja_1984 am 30.05.2008

Antwort auf:

baby wecken

Liebe Katja,

ich drück euch fest die Daumen, dass der Verdacht sich nicht bestätigt!

Nun verstehe ich gut, dass du bei ihr keine übermäßig langen Trinkpausen riskieren möchtest und hoffe umso mehr, dass du zwischen den vielen Tips wenigstens einen findest, der hilft!

Manche Babys saugen ja auch während sie schlafen. Vielleicht ist es eine Möglichkeit, dass du sie in deinem Bett schlafen lässt, auf ihre frühen Hungerzeichen achtest:

• saugende Bewegungen
• Sauggeräusche
• Lecken an den Lippen
• die Zunge herausstrecken
• Schnelle Bewegungen der Augen
• Hin- und Herdrehen des Kopfes (Suchbewegungen)
• Ruhelosigkeit

und dann versuchst, ob sie sich "andocken" lässt, noch bevor sie ganz wach geworden ist.

Ich hoffe das Beste für euch!
Lieben Gruß,

Kristina

von Kristina Wrede, Stillberaterin am 31.05.2008

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