Biggi Welter

Biggi Welter

Stillberaterin

Biggi Welter absolvierte ab 1996 ihre Ausbildung zur Stillberaterin bei der La Leche Liga Deutschland e.V., einer Organisation in 78 Ländern in offizieller Beziehung zur Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Schwangeren und stillenden Mütter in Fragen rund um das Stillen Beratung anbietet. Danach leitete Biggi Welter viele Jahre lang eigene Stillgruppen mit intensiver Betreuung. Ab 1999 übernahm sie zudem die Online-Stillberatung von Rund-ums-Baby.de, die sie heute noch leitet. Ihre Beratungen bei Rund-ums-Baby.de werden jeden Monat hunderttausendfach weltweit von stillenden Müttern gelesen. Ein achtsamer und wertschätzender Umgang mit Kindern liegt ihr am Herzen.

Biggi Welter

Abstillen

Antwort von Biggi Welter, Stillberaterin

Frage:

Ich möchte nun aus beruflichen Gründen und auch aus gesundheitlichen abstillen.(Muss leider noch mindestens zweimal länger ins Krankenhaus) Mein Kleiner ist jetzt zwei Monate und ich stille jetzt nur noch morgens und abends. Wie geht das mit dem endgültigen Abstillen ohne Milchstau?? Einfach nicht mehr anlegen??
Bleibt Milch zurück in der Brust?? Reicht Salbeitee trinken?? Habe auch Phytolaca D 12 - kann ich die auch nehmen??
Danke für Ihre Antwort.

von sunnymummy am 24.09.2001, 19:42 Uhr

 

Antwort auf:

Abstillen

?



Liebe Sunnymummy,


Um allmählich abzustillen, können Sie langsam eine Stillzeit nach der anderen durch andere Nahrung (je nach Alter des Kindes Beikost oder künstliche Säuglingsnahrung) schrittweise ersetzen. Es empfiehlt sich nicht, gleich eine komplette Mahlzeit zu ersetzen, sondern langsam die Menge der anderen Nahrung zu steigern und die Zeit an der Brust zu verkürzen. Auf diese Weise haben die Brust und der Organismus des Babys Zeit sich an die Veränderung zu gewöhnen.

Sollte die Brust auch bei dieser langsamen Vorgehensweise zu voll werden und zu spannen beginnen, können Sie gerade soviel Milch vorsichtig ausstreichen oder abpumpen, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch entleeren als unbedingt notwendig, da sonst die Milchbildung weiter angeregt wird. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen.

Die Erfahrung zeigt, dass es beim Abstillen hilfreich sein kann, wenn die Frau den Salzkonsum einschränkt. Keinesfalls einschränken sollten Sie Ihre Trinkmenge. Sie sollten sich weiterhin nach Ihrem Durstgefühl richten. Ehe sich die Milchmenge durch eine Verringerung der Flüssigkeitszufuhr vermindern würde, bekommen Sie massive Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen. Die Empfehlung die Trinkmenge zu reduzieren gehört wirklich endgültig in die Mottenkiste der nicht ratsamen Tipps.

Es gibt auch naturheilkundliche (zum Beispiel den Salbeitee) und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme.

Sobald es zu keinem Spannungsgefühl mehr kommt, müssen Sie gar nichts mehr machen, die letzten Reste der Milch werden dann vom Körper resorbiert. Widerstehen Sie der Versuchung durch gelegentliches Ausstreichen oder Drücken auf Brust und Brustwarze „nachzuprüfen", ob da noch etwas kommt. Auf diese Weise können Sie die Milchproduktion auf geringem Niveau weiter aufrecht erhalten.


LLLiebe Grüße
Biggi Welter

von Biggi Welter, Stillberaterin am 25.09.2001

Mobile Ansicht

Impressum Team Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2021 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.