Biggi Welter

Biggi Welter

Stillberaterin

Biggi Welter absolvierte ab 1996 ihre Ausbildung zur Stillberaterin bei der La Leche Liga Deutschland e.V., einer Organisation in 78 Ländern in offizieller Beziehung zur Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Schwangeren und stillenden Mütter in Fragen rund um das Stillen Beratung anbietet. Danach leitete Biggi Welter viele Jahre lang eigene Stillgruppen mit intensiver Betreuung. Ab 1999 übernahm sie zudem die Online-Stillberatung von Rund-ums-Baby.de, die sie heute noch leitet. Ihre Beratungen bei Rund-ums-Baby.de werden jeden Monat hunderttausendfach weltweit von stillenden Müttern gelesen. Ein achtsamer und wertschätzender Umgang mit Kindern liegt ihr am Herzen.

Biggi Welter

Abpumpen vs. Überproduktion

Antwort von Biggi Welter, Stillberaterin

Frage:

Meine Kleine ist nun 6 Wochen alt und ich möchte etwas Abpumpen, um ab und an flexibler zu sein, sodass der Papa auch mal eine Flasche geben kann. Tagsüber kleinere Mengen abzupumpen fällt mir da allerdings sehr schwer, der Milchspendereflex bleibt aus :-(
Wenn ich es morgens als erstes nach der Nacht versuche, wenn beide Brüste gut gefüllt sind, klappt es. Der Kleine reicht aufgrund dieser „Füllung“ morgens auch eine Brust. Aus der anderen kann ich dann ca. 100ml abpumpen. Ist das so ok mit Blick auf Angebot und Nachfrage, wenn ich jeden Morgen abpumpe? Oder laufe ich damit Gefahr in die Überproduktion zu kommen?

von Sarah321 am 08.04.2021, 22:08 Uhr

 

Antwort auf:

Abpumpen vs. Überproduktion

Liebe Sarah321,

es wäre sinnvoller, lieber kleinere Mengen abzupumpen, um nicht zu sehr in das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage einzugreifen. Mengen zwischen 30 und 50 ml zwei oder drei Mal täglich ergeben recht rasch einen stattlichen Vorrat.
Du könntest beim Stillen einfach gleichzeitig die andere Seite abpumpen, die Milch sammeln und dann zusammen schütten.
Wenn das nicht gut klappt, kannst Du auch am Morgen abpumpen, achte nur darauf, dass die Brust nicht zu viel Milch produziert.

Lieben Gruß
Biggi

von Biggi Welter, Stillberaterin am 08.04.2021

Antwort auf:

Abpumpen vs. Überproduktion

Liebe Biggi,

vielen Dank für deine Antwort. Wir haben es weiter fleißig probiert und schaffen nun auch über den Tag verteilt 4x30ml abzupumpen.

Dazu hab ich allerdings noch zwei Fragen:

- Ich pumpe immer die Brust ab, an der sie nicht trinkt, aber parallel zum Stillen. Wenn ich dann immer nur 30ml entnehme, wie stelle ich sicher, dass ich nicht nur vormilch abpumpe? Lieber die Kleine zwischendrin auch mal an dieser Brust trinken lassen und dann wieder wechseln und nochmal pumpen?

- Ist es zuviel mit Blick auf Angebot/Nachfrage und Überproduktion, wenn ich jeden Tag 4x30ml abpumpe?

Vielen Dank für deine Unterstützung.

Lg
Sarah

von Sarah321 am 11.04.2021

Antwort auf:

Abpumpen vs. Überproduktion

Liebe Sarah,

die Unterteilung der Milch in Vordermilch und Hintermilch ist nicht so, wie es immer wieder zu lesen ist und ist für die Praxis abgesehen von wenigen, besonderen Fällen kaum relevant.
Der Milchspendereflex setzt beidseitig ein, so dass das Kind an der zweiten Brust dann eine „Mischmilch" erhält.
Du kannst das also genau so machen und auch mit der Menge dürfte es nicht zu Problemen kommen.

Lieben Gruß
Biggi

von Biggi Welter, Stillberaterin am 11.04.2021

Antwort auf:

Abpumpen vs. Überproduktion

Perfekt, ganz lieben Dank!

von Sarah321 am 11.04.2021

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