Dr. med. Vincenzo Bluni

Sehstörungen in der SchwNgerschaft

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Frage:

Lieber Dr. Bluni,
Sie haben mir bereits zweimal wertvolle Tipps gegeben, wofür ich Ihnen sehr danke.
Ich(45J) bin nun in der 17. Schwangerschaftswoche ( das Baby ist laut Ultraschall bereits 12 Tage weiter). Ich habe vor einigen Tagen von meiner Frauenärztin ein Eisenpräparat gegen Eisenmangel erhalten.
Nun wurde mir am Freitag mitten im Unterricht ganz komisch...es begann mit Sehstörungen. Teils konnte ich andere Personen nicht mehr richtig erkennen...nur Kopf und Beine, die Oberkörper waren wie weggelöscht. Alles flackerte, ich war lichtempfindlich und es wurde mir auch etwas schwindlig. Es war wie ein Facettenblick. Auf Leinwand und Papier konnte ich fast nichts mehr erkennen. Das Ganze dauerte etwa geschätzte 30 bis 40 Minuten
Ich bekam richtig Angst. Seitdem habe ich immer wieder mehr oder weniger starke Kopfschmerzen und auch etwas Schnupfen hatte/ habe auch ganz leichte Temperatur. Gestern kamen noch zweimal solche Sehstörungen vor, a ber von wesentlich kürzerer Dauer ( als ich gerade mit meiner Tochter beim Hauarzt und anschließend bei meiner Mutter war, wo ich mich dann etwas hinlegen konnte. Ein wenig besser wurde es immer, wenn ich dann viel Wasser trank und ein Stück Traubenzucker lutschte. EIgentlich achte ich seit Beginn der Schwangerschaft sehr auf gesunde und ausgewogene Ernährung, bin aber auch sonst kein großer Esser ( 164 gr, Startgewicht ca 7. SSSW mit Kleidung 52 kg..letzten Dienstag schon 55,4kg). Was kann das sein? ...und vor allem...kann es meinem ungeborenen Baby schaden? Kann es sein, dass ich das Eisenpräparat nicht vertrage und es daran liegt, da es erst seit Einnahmebeginn vorkam? Kann es ein zuviel/ zuwenig an Nährstoffen oder Ergänzungsmitten sein? ..oder könne Sehstörungen auch vom Kreislauf kommen?Ich muss aber auch erwähnen, dass der Kreislauf sowieso meine Schwachstelle ist und ich niedriegen Blutdruck habe. Zudem hatte ich an den zwei bis drei vorhergehenden Tagen kaum Gelegenheit, mich auszuruhen, da Präsentationen und private Termine anstanden. Bereits bei einer Präsentation bemerkte ich plötzlich ein Dröhnen im linken Ohr. Alles, was ich selbst sagte wurde um ein vielfaches lauter wiedergegeben, verschwand aber nach ein paar Sekunden wieder. Auch meine Sehkraft hat in der Schwangerschaft nachgelassen...aber das ist wechselhaft.Ich liste hier noch mal kurz die Medikamente auf, die ich zu Zeit nehmen soll: Vitaferro Brause 80,5 mg+Vitaverlan..zudem nehme ich manchmal einfache Magnesium-Brausetabletten ( da ich in der 10. Woche Blutungen hatte) und Floradix Kreuterblut Eisen/Folsäure Dragees seit Dienstag ( hab ich seit gestern weggelassen). Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar. Mit lieben Grüßen, S. H.

von Ichbinsme, 17. SSW   am 09.02.2020, 19:35 Uhr

 

Antwort:

Sehstörungen

Hallo,

1. diese Situation der Sehstörungen selbst wird sich nicht auf das Ungeborene auswirken

2. da dieses aber schon eine klinische Bedeutung haben kann (z.B. erhöhter Blutdruck), sollten Sie dieses mit Ihrer Frauenärztin/Frauenarzt abklären lassen.

Herzliche Grüße

VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 10.02.2020

Antwort:

Sehstörungen in der Schwangerschaft

Dankeschön!!! Kann das denn sein, obwohl ich sonst immer zu niedrigen Blutdruck habe?
Eine Leserin gab mir einen Hinweis auf eine mögliche Aura-Migräne...und das könnte sogar mit sämtlichen Symptomen passen. Auch in meiner Familie (meine Mutter und meine beiden Schwestern) kam das schon vor, obwohl ich bisher selbst nie was davon gehört hatte. Bisher hatte ich nie gross Probleme damit. Zweimal bereits mit langen Abständen voneinander kam das vor der Schwangerschaft vor...das letzte Mal bereits vor mehr als einem Jahr. Allerdings kamen einmal noch Sprachstörungen dazu und beides ging erst nach zwei, drei Stunden wieder weg...ich hatte Angst, es könnte sich um die Vorboten eines Schlaganfalls handeln.
Bis ich anfing Eisen zu nehmen, hab ich seit Weihnachten Magnesium genommen...aber das wurde zu viel. Seit gestern nehme ich auf den Tipp hin wieder Magnesium und das scheint zumindest gegen die Kopfschmerzen zu helfen (Sehstörungen hatte ich Samstag das letzte Mal, das kann ich also nicht beurteilen. Stimmt es , dass es sich um sowas handeln könnte und das eine Aura-Migräne in hormonellen Umschwungphasen verstärkt oder häufiger auftreten kann ? Irgendwie würde das alles zusammenpassen. Eigentlich dachte ich, das nun gelegentlich bei meiner Hausärztin abklären zu lassen....ich hätte nicht gedacht, dass meine Frauenärztin zuständig ist. Gut das Sie das erwähnt haben. Reicht das beim nächsten Vorsorgetermin (3.3.) ? Vielen Dank!

von Ichbinsme am 10.02.2020

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