Dr. med. Vincenzo Bluni

Risikoschwangerschaft

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Frage:

Sehr geehrter Dr. Bluni

ich bin 33 und nun zum 4 mal schwanger. Hab aber bloss ein Tochter.
Vor ihr einen Abort und nach ihr eine Totgeburt fast am ET. Diese geschah vor 4 Jahren auf Gund einer vorzeitigen Plazentalösung.
Ich brauch nicht zu erklären was nun in dieser Ss ( ah Gott , erst 6 ssw ) in mir vor geht.
Meine Frage, die FA sagte ich müsste mehrfach zum Gefäße Doppler. Ich frage mich, mit welcher Kosequenz?? Ich arbeite selbst auf der Intensivstation mein Mann ist Arzt aber verstehen tue ich es nicht.... nehmen wir an die Ss bleibt und man macht diesen Doppler. Er zeigt uns in der 22 Ssw schlechte Durchblutung der Plazenta... man kann doch nichts tun. Ich meine da geht es doch nicht um eine PAVK oder eine Ischämie... an der aplazenta kann ich doch keinen Bypass basteln oder ne Lyse machen. Da hat doch keinerlei Kosequenzen oder ??

von aga33 am 03.07.2015, 15:33 Uhr

 

Antwort auf:

Risikoschwangerschaft

Hallo,

1. da haben Sie schon recht

2. jedoch halte auch ich es für sinnvoll, dass eine Schwangerschaft nach einem derartigen Ereignis zumindest etwas genauer begleitet wird. Und dazu ist in jedem Fall auch die Doppler-Untersuchung, am besten durch einen Spezialisten in einem Perinatalzentrum oder einem Zentrum für pränatale Diagnostik, geeignet.

Denn für den Fall einer nicht ausreichenden Versorgung sind wir sehr wohl in der Lage, durch eine engmaschige Betreuung eine entsprechende Risikosituation frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Das muss dann sicherlich keine Intervention sein, denn eine solche steht ja gar nicht zur Verfügung.

3.in der internationalen Literatur wird die Häufigkeit der vorzeitigen Plazentalösung mit 0,3 bis ein Prozent angegeben.

1996 betrug sie in der bayerischen pränatale Erhebung etwa 0,5 %.
die häufigste Ursache dafür sind Gefäßveränderungen um die Ansatzstelle der Plazenta herum . diese können zum Beispiel auch im Zusammenhang mit einer Präeklampsie („Gestose“) auftreten.

in den Studien wird das Wiederholungsrisiko zwischen 4,4-12 % angegeben. als begleitende Risiken werden eine Wachstumsminderung, oder auch ein Schwangerschafts bedingter hoher Blutdruck erwähnt.

4. insofern ist es für eine erneute Schwangerschaft schon bedeutungsvoll, die Betreuung entsprechend risikoadaptiert zu gestalten.

Das für sie beste individuelle Vorgehen besprechen sie deshalb am besten mit der betreuenden Frauenärztin/Frauenarzt und einem der oben genannten Experten.

Herzliche Grüße

VB

Quellen:

Ananth,Cande V., Savitz, David A. and Edwin Luther, R. Maternal Cigarette Smoking as a Risk Factor for Placental Abruption, Placenta Previa, and Uterine Bleeding in Pregnancy, Am. J. Epidemiol. (1996) 144 (9): 881-889

Ananth CV. Placental abruption and its association with hypertension and premature rupture of membranes. Obstet Gynecol. 1996;88:309-318.

Green JR. Placental abnormalities: Placenta previa and abruptio placentae. In: Creasy RK, Resnik R, eds. Maternal Fetal Medicine. Philadelphia, Pa: WB Saunders; 1984:539.

Kirchengast S, Hartmann 2003.Nicotine consumption before and during pregnancy affects not only newborn size but also birth modus.J Biosoc Sci 35(2):175-88.)

Krauß T, Rath W, Kuhn W., Maternal and Perinatal Morbidity and Mortality in Premature Abruptio Placentae - A Retrospective Analysis, Geburtsh Frauenheilk. 1993; 53(3): 194-200

Rath W, Heilmann L. Gerinnungsstörungen in Gynäkologie und Geburtshilfe. Stuttgart: Thieme 1999

Sheiner E, Shonam-Vardi J, Hadar A, et al. Incidence, obstetric risk factors and pregnancy outcome of preterm placental abruption. A retrospective analysis. J Matern Fetal Neonatal Med. 2002;11:34-39

Toivonen S, Heinonem S, Anttila M, Kosma VM, Saarikoski S. Obstetric prognosis after placental abruption. Fetal Diagn Ther. 200419336-341.

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 03.07.2015

Antwort auf:

Risikoschwangerschaft

Hallo,

Ich kann dir nur schreiben, warum es bei mir gemacht wird, aber vielleicht hilfts die. Es Können bspw Blutgerinnungsmedis gegeben werden oder früh das Kind geholt werden, wenn es nicht richtig versorgt wird.
LG

von Hasenbande am 03.07.2015

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