Dr. med. Vincenzo Bluni

Risikoschwangerschaft

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Frage:

Lieber Herr Dr. Bluni,

pünktlich zu meinem 39. Geburtstag wurde ich vor kurzem schwanger. Meine Vorgeschichte:
Zu meinem 36. Geburtstag wurde ich spontan im ersten möglichen Zyklus schwanger, Schwangerschaft verlief unkompliziert, Entbindung per Kaiserschnitt wegen dauerhafter Metallschraube im Becken (Beckenringfraktur).
Als wir unserem Sohn dann ein Geschwisterchen schenken wollten, hatte ich zwei nicht intakte Schwangerschaften: spontaner Abort 6. ssw und Blasenmole, Ausschabungen folgten.
Seit meiner ersten Ausschabung mit Ende 37 bekam ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Harnwegsinfekt, mittlerweile insgesamt 4 Stück in einem guten Jahr (!). Das verunsichert mich sehr, hinzu kommt, dass ich aktuell einen Scheidenpilz behandele. Ich habe gelesen, dass Infekte sehr gefährlch sind in der Schwangerschaft und ich bin ohnehin "Risikoschwangere" aufgrund meines Alters. Wie kann ich mich hier bestmöglich verhalten? Selber ph- und Urintests regelmäßig machen? Ich hatte eigentlich tiefes Vertrauen in meine "Roßnatur", welches durch die Harnwegsinfekte/Scheidenpilze nachhaltig erschüttert wurde. Wichtige Info: In meiner ersten Schwangerschaft (und auch danach) hatte ich immer mal Leukozyten im Urin, obwohl ich sehr viel trank (mind. 2 Liter tägl.). Ich bin dem bisher aber nicht nachgegangen.

Außer meinem obigen Hauptanliegen habe ich noch drei weitere Fragen:
1. Stichwort Strähnchen: Kann ich die in der Schwangerschaft weiterhin machen und wenn ja, womit (Farbe/Blondierung)?
2. Ich esse kein Fleisch, würde es aber zum Kindswohl in Schwangerschaft/Stillzeit machen. Wie wichtig ist Fleisch für die Entwicklung eines Ungeborenen?
3. Aus Angst vor den Folgen von Punktionen würde ich einen Bluttest zur pränatalen Diagnostik machen. Ausschließlich Ersttrimesterscreening ist mir persönlch zu vage, diesmal würde ich aber eine Kombi machen (Bluttest&Ersttrimesterscr.). Wann kann ich das frühestens machen und was ist Ihre Meinung dazu?

Vielen Dank für Ihre Expertise im Voraus, Herr Dr. Bluni! An dieser Stelle möchte ich Ihnen sehr für Ihr Engagement in diesem Forum danken. Es ist äußerst hilfreich.

Herzliche Grüße
Sydney

von Sydney2015 am 06.02.2015, 04:06 Uhr

 

Antwort auf:

Risikoschwangerschaft

Hallo,

1. der Pilz ist völlig harmlos. Um frühzeitig eine Veränderung der Scheidenflora zu erkennen, kann das Messen des Vaginal-ph bis zur 34. SSW hilfreich sein.

2. das hat keine Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung

3. der Bluttest kann etwa ab der 10.SSW durchgeführt werden und bei unauffälligem Ergebnis wird ein Ersttrimesterscreening in aller Regel entbehrlich werden.

Die grundsätzliche Frage zu pro & Contra Pränataldiagnostik finden Sie sehr umfassend in unserer Stichwortsuche unter dem Stichwort Pränataldiagnostik beschrieben.

Liebe Grüße

VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 06.02.2015

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