Dr. med. Vincenzo Bluni

Risiko erneuter Fehlbildungen beim zeiten Kind

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Frage:

Hallo Dr. Bruni,

Bin neu in Forum und wollte hier mal die Meinung von ihnen hören. Bei meinem ersten Kind (momentan 2 Jahre alt) wurde erst bei der U2 untersuchung festgestellt, das er einen Herzfehler hat ( Fallotsche Tetralogie) was für und natürlich ein riesen Schock damals war. Er wurde mit 4 Monaten operiert und es geht ihm gut. Nun bin ich wieder schwanger 5. Ssw und habe extrem Angst, dass ich erneut mit irgendwas mich abstecke und das Kind ungesund auf die Welt kommt. Habe 2 Tage leichte halsschmerzen gehabt und habe dann direkt an Cytomegalie Virus gedacht. Um einen herpes vorzubeugen, schmiere ich mir jeden morgen labello auf die Lippen.
Also ständig irgendwelche Ängste. Oder achte auf alle Lebensmittel die ich zu mir nehmen möchte. So zu meiner Frage..wie hoch ist das Risiko das das zweite Kind auch mit irgendeiner Fehlbildung auf die Welt kommen kann. Gibt es da einen zusammenhang? Ich bedanke mich im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Nesrin

von Nesrinilyas, 5. SSW   am 03.06.2019, 11:02 Uhr

 

Antwort auf:

Risiko erneuter Fehlbildungen beim zeiten Kind

Hallo,

Zunächst einmal wird sich die Ursache für solche Fehlbildungen im Vorfeld überhaupt nicht beeinflussen lassen.

Darüber hinaus werden wir empfehlen, dass der Frau und dem Partner im Vorfeld einer neuen Schwangerschaft die Möglichkeit einer genetischen Beratung angeboten wird. Darüber hinaus sollte mit dem Paar sehr ausführlich über die Möglichkeiten der pränatalen Diagnostik gesprochen werden.

Und gerade bei einem solchen Herzfehler sollte dann schon früh in der Schwangerschaft durch ein Zentrum für pränatale Diagnostik nach etwaigen Fehlbildungen geschaut werden und mit diesem abgestimmt werden, wann und ob dieses noch einmal wiederholt werden müsste.

Haben Eltern bereits ein Kind mit Herzfehler, so steigt das Risiko, ein weiteres Kind mit Herzfehler zu bekommen auf 2-5 % an, ist also immer noch sehr gering.

Liebe Grüße

VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 03.06.2019

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