Dr. med. Vincenzo Bluni

Risiko Infektion mit CMV und Parvovirus B19

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Frage:

Sehr geehrter Herr Bluni,

wie schätzen Sie das Risiko für eine Infektion mit CMV bzw. Parvovirus B19 ein auf einer Neugeborenen- und Frühgeborenenintensivstation, wo ich als Ärztin (Parvovirus B19 + CMV negativ) beschäftigt bin? Vermutlich müsste ich hierfür einen Hygienefacharzt befragen. Meine Gynäkologin würde ein BV stark befürworten (zumindest bis zur 14.SSW, aktuell bin ich in der 9. SSW), meine Betriebsärztin geht im Prinzip nach meinen Wünschen (machte allerdings bezüglich potentieller Infektionen in der Schwangerschaft auch keinen sehr kompetenten Eindruck). Ich würde eigentlich sehr gerne weiterarbeiten, möchte andererseits aber natürlich auch kein Risiko eingehen. CMV-negative schwangere Kolleginnen haben mit Handschuhen weitergearbeitet und natürlich auf eine sehr gute Händehygiene geachtet. Bei den Vorsorgeuntersuchungen auf der Wöchnerinnenstation, von denen jeden Tag so 5-8 abzuarbeiten sind, hat man theoretisch auch mit Windeln (potentiell Urin) und Speichel der Kinder Kontakt. Da meist ja kein CMV- und ParvovirusB19-Status der Mütter im Mutterpass eingetragen ist und der wenn dann ja meist auch nicht im Verlauf kontrolliert wurde, ist es schwer einzuschätzen welche Kinder sich potentiell infiziert haben könnten.
Wie schätzen die das Risiko für eine ParvovirusB19-Infektion ein? Eigentlich sind die Schwangeren ja symptomatisch, dh es müsste bekannt sein dass eine Infektion in der Schwangerschaft vorgelegen hat? Es kann natürlich Mütter geben, die damit nicht zum Arzt gehen.. Dann müsste ich theoretisch auch einen Mundschutz aufziehen. Bisher habe ich mir eigentlich insbesondere um eine CMV-Infektion Gedanken gemacht.

Ich danke Ihnen für Ihre Meinung zu diesem Thema!

von Johanna81 am 19.08.2016, 21:12 Uhr

 

Antwort auf:

Risiko Infektion mit CMV und Parvovirus B19

Liebe Johanna,

das lässt sich meines Erachtens nicht quantifizieren und auch bei entsprechender Einhaltung hygienischer Präventionsmaßnahmen wird das Restrisiko sicher höher, als bei anderen Berufen sein.

Was bedeutet, dass hier nur eine Einzelfallabwägung erfolgen kann.

Liebe Grüße

VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 20.08.2016

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