Dr. med. Vincenzo Bluni

Galaktographie

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Hallo,

1. diese Untersuchung wurde in der Vergangenheit in aller Regel dann durchgeführt, wenn es aus der Brust eine einseitige oder beidseitige Sekretion (Austritt von klarer oder blutiger Flüssigkeit) gibt.

2. im Jahr 2019 wird dieses Verfahren aber praktisch überhaupt nicht mehr angewendet, das kann ich zumindest aus der täglichen Erfahrung eines sehr großen Brustzentrum sagen.

3. die Frage ist also, was wurde konkret im Brustzentrum an Befunden erhoben, wie sieht der Ultraschall beider Brüste aus, wie sieht die Mammographie aus; ggf. sollte diese durchgeführt werden, wenn ein familiäres Risiko vorliegt oder die Patientin nicht jünger als 30 Jahre alt ist.

Hier kann gegebenenfalls die so genannte Tomosynthese ein genaueres Ergebnis liefern, jedoch ist dieses Verfahren keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung und bedingt eine etwas höhere Strahlenbelastung.

Grundsätzlich werden wir bei den zu Grunde liegenden Symptomen immer auch nach der Funktion der Schilddrüse und dem milchbildenden Hormon (Prolaktin) schauen. Des Weiteren können bestimmte Medikamente, wie zum Beispiel Psychopharmaka solche Symptome bedingen.

3. Wie Sie sehen, sind eine Menge Dinge zu klären und das von ihnen benannte Verfahren werden wir natürlich dann nicht durchführen, wenn nicht klar ist, eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden kann. Ansonsten wird es erst im nächsten Monat durchgeführt, wobei dann natürlich verhütet werden sollte.

Stimmen Sie sich dazu aber bitte mit Ihrer Frauenärztin/Frauenarzt ab.

Liebe Grüße

VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 10.12.2019

 
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