Dr. med. Vincenzo Bluni

Bluthochdruck - Risiko für mich oder für‘s Kind?

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Frage:

Sehr geehrter Dr. Bruni,

bisher habe ich immer nur still mitgelesen und Sie für Ihre Geduld bewundert, aber nun befinde ich mich in einer Situation, in der ich gerne Ihren Rat hätte.

In meiner ersten Schwangerschaft 2016 traten erstmals Probleme mit erhöhtem Blutdruck auf. Damals wurde ich mit Presinol (Höchdtdosis zum Ende der Schwangerschaft 4 x 250 mg) behandelt. Nach der Entbindung normalisierte sich der Blutdruck langsam wieder und ich musste keine Medikamente mehr einnehmen.

Anfang 2018 bemerkte ich, dass mein Blutdruck wieder erhöht ist und ließ ihn von meinem Hausarzt einstellen und überwachen. Mit dem positiven Schwangerschaftstest im Juni bin ich in Absprache mit Haus- und Frauenarzt wieder mit Presinol eingestellt worden. Leider musste die Dosis im Verlauf immer weiter erhöht werden, so dass ich nun seit Dienstag bei 4x500 mg liege, laut meinen Ärzten ist das schon die maximal mögliche Dosis.

Seit Dienstag werde ich stationär im Krankenhaus überwacht, was im Prinzip nur bedeutet, dass dreimal täglich Blutdruck gemessen wird. Zwar wird auch täglich ein CTG geschrieben, aber das ist laut den Hebammen überhaupt nicht nötig und besitzt keinerlei Aussagekraft.

Nun ist es so, dass ich jedes Mal, wenn es ans Blutdruckmessen geht, schon Panik bekomme und merke, wie die Werte steigen. Meine Werte liegen mittlerweile im Durchschnitt bei 150/85. Die Ärzte vertrösten mich von Tag zu Tag und wollen mich weiter hierbehalten. Die Begründung lautet: Wir wollen die Schwangerschaft so lange wie möglich erhalten. Woran genau das jetzt aber scheitern könnte, erschließt sich mir nicht. Ich werde sowohl von meinem behandelnden Frauenarzt als auch von einem Spezialisten für Doppler-Sonographie in wöchentlichem Abstand untersucht und bisher ist meine Kleine absolut altersgerecht entwickelt.

Da meine Blutdruckwerte nun in meinen Augen auch nicht dramatisch hoch (und bei meinem selbstständigen Messen weit niedriger) sind, überlege ich, ob sich eine Entlassung auf eigene Gefahr aus dem Krankenhaus verantworten lässt. Meine zweijährige Tochter und mein Mann brauchen mich zuhause und Blutdruck messen kann ich ebenfalls zuhause.

Können Sie mir vielleicht doch einen plausiblen Grund nennen, der einen weiteren Klinikaufenthalt nötig macht?

Vielen Dank für Ihre Mühe
Cristin

von Cristin86 am 12.01.2019, 18:57 Uhr

 

Antwort auf:

Bluthochdruck - Risiko für mich oder für‘s Kind?

Hallo Christin,

1. erwartungsgemäß werde ich das für Sie von hier aus sicherlich nicht entscheiden und beurteilen können

2. ausschlaggebend ist, dass der Blutdruck einigermaßen gut eingestellt ist, das Kind sich zeitgerecht entwickelt, die Doppler aller wichtigen Gefäße unauffällig sind und es keine sonstigen zusätzlichen Symptome einer Präeklampsie gibt. Gleichzeitig muss dazu das O.K. der zuständigen Oberärztin/Oberarzt vorliegen.

3. wenn das der Fall ist, wird es sehr wahrscheinlich vertretbar sein, die Situation ambulant weiter zu kontrollieren und alternativ holen Sie sich dann nach der Entlassung dazu eine Zweitmeinung in einem anderen Perinatalzentrum ein.

VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 13.01.2019

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