Dr. med. Vincenzo Bluni

Blasensprung liegend transportieren?? Wie schaut das mit dem Notarzt aus?

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Frage:

Hallo,

mache mir gerade ein wenig Gedanken.
Bei mir könnte sein, dass es eine Frühgbeurt gibt und deshalb habe ich mich für eine große Klinik mit Kinderklinik entschieden.
Jetzt was ist wenn ich einen Blasensprung zuhause habe, habe gehört solange das Kind noch nicht im Becken liegt muss man liegend transporiert werden, stimmt das?
Da wäre dann mein Problem, dass der Notarzt mich wohl nur zum nächstgelegenen Krankenhaus bringt und das ist bei uns im Ort ohne Kinderklinik und das Baby kommt dann in ein anderes Ort. , das möchte ich aber nicht!!!!!
Geht es noch jemandem so, habe mal mit der Krankenkasse gesprochen und die meint, der Notarzt entscheidet wo ich hingebracht werde, aber höchstwahrscheinlich ins nächstgelegene und da habe ich keinen Einfluß drauf.

Danke für Eure Antworten!

von Basketball am 23.04.2009, 16:22 Uhr

 

Antwort auf:

Blasensprung liegend transportieren?? Wie schaut das mit dem Notarzt aus?

Hallo,

die Schwangere braucht nach einem Blasensprung nicht generell zu liegen oder muss sich gar generell per Liegendtransport in die Klinik begeben. Es sei denn, der Frauenarzt oder Frauenärztin vor Ort würde hier eine entsprechende Empfehlung aussprechen. Jedoch sollte die Frau nicht erst 12 Stunden warten, bis sie sich in die Klinik begibt, sondern sollte sich unmittelbar nach Blasensprung dort melden.

Was die Frage nach einem generellen Liegendtransport bei Blasensprung angeht, kann ich dazu folgendes sagen:

es ist sicher ein wenig verwunderlich, von wem denn eine solche Empfehlung ausgesprochen wird. Von der überwiegenden Mehrzahl der Frauenärzte in Klinik und Praxis scheint dies nicht zu stammen.

Die allgemeine Empfehlung an die Schwangere, deren Fruchtblase zuhause springt, ist, sich kurzfristig in die Klinik zu begeben. Und dies geschieht in aller Regel per PKW, was auch sicher für die allermeisten Schwangeren ausreicht.

Die Statistiken besagen, dass ein Nabelschnurvorfall bei 0,3-07% der Schwangeren vorkommt= 3-7 Nabelschnurvorfälle pro 1000 Schwangere; bei Beckenendlage und Querlage etwas häufiger. (Pschyrembel: Praktische Geburtshilfe). Das würde bedeuten, dass man in ca. 990 Fällen einen Krankenwagen (Transportkosten ca. 300-500 Euro) bestellt, obwohl dieser gar nicht notwendig ist.

In Anbetracht dieser Zahlen und der nicht gegebenen ärztlichen Empfehlung, sich generell bei einem Blasensprung per Krankenwagen in die Entbindungsklinik zu begeben, würde ich eine solche Empfehlung nicht generell aussprechen.

Ich bin mir natürlich bewusst, was ein Nabelschnurvorfall bedeutet und was für Konsequenzen dies hat.

Aber: hier gibt es sicher Ausnahmen, die völlig berechtigt erscheinen, nach Blasensprung der Schwangeren einen Liegendtransport nahe zu legen. Das wären zum Beispiel eine Beckenendlage, Querlage, bekanntermaßen noch hoch liegendes Kind oder wenn der behandelnde Frauenarzt oder Frauenärztin dieses für die jeweilige Schwangere für ratsam hält.

2. es ist richtig, dass der Notarzt die Patientin in das nächstgelegene Krankenhaus mit Frauenklinik bringen muss, und diese selbst darauf keinen Einfluss hat.

VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 24.04.2009

Antwort auf:

Blasensprung liegend transportieren?? Wie schaut das mit dem Notarzt aus?

Hallo Basketball! ;)
Meine erste Schwangerschaft endete mit einem Blasensprung und auf Empfehlung meines Frauenarztes (Baby lag wenige Stunden vorher bei der Vorsorgeuntersuchung noch sehr weit oben), habe ich einen Krankenwagen gerufen.
Die Sanitäter haben mir die Wahl des Krankenhauses überlassen. Ich wollte in das nächstgelegene (mit Kinderklinik). Sie hätten mich aber auch problemlos in ein weiter entferntes gefahren.
Ich weiß natürlich nicht, ob das der Standard ist, aber vielleicht ließe sich irgendwie herausfinden wie das bei Dir in der Umgebung gehandhabt wird?

LG schwangerx4

von schwangerx4 am 24.04.2009

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