Dr. med. Vincenzo Bluni

Asthma und Schwangerschaft

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Frage:

Guten Tag Herr Dr. Bluni,

ich habe seit einigen Jahren leichtes allergisches Asthma. Mein Hausarzt hat mir Salbutamol-Asthmaspray verschrieben, das ich nur dann anwende, wenn ich tatsächlich schlecht Luft bekomme.
In den ersten Monaten der Schwangerschaft hatte ich keine Probleme. Die trockene Kälte der letzten Tage aber hat mir etwas zu schaffen gemacht, so dass ich gestern Abend dann tatsächlich nur noch schlecht Luft bekam. Weil ich mir nicht anders zu helfen wusste, habe ich einen Hub von dem Salbutamol-Spray genommen. Danach ging es mir direkt besser.

Meine Frage nun: Ist Salbutamol in der Schwangerschaft unkritisch oder sollte ich mir besser ein anderes Präparat verschreiben lassen? Und: Wie schädlich ist diese periodisch auftretende Atemnot für mein Kind? Bekommt es da Stress? Wie sollte ich mit dieser Thematik weiter umgehen.

Ich bin heute übrigens bei 25+0.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe!!!

von trompetchen am 16.10.2009, 08:47 Uhr

 

Antwort auf:

Asthma und Schwangerschaft

Hallo,

1. in der Schwangerschaft können bei Heuschnupfen/Asthma die meisten Antihistaminika bedenkenlos angewandt werden, insbesondere inhalative Präparate, die Cromoglicinsäure enthalten.

Diese Substanz wirkt überwiegend lokal und zeigt kein erhöhtes Risiko für teratogene Schäden. Neben den inhalativen Substanzen können Sie selbstverständlich auch Augen- oder Nasentropfen anwenden. Die Antihistaminika dürfen also zur Behandlung allergischer Erkrankungen, als Mittel gegen Schwangerschaftserbrechen und auch als Schlafmittel eingesetzt werden.

Falls Kortikoide erforderlich sind, empfiehlt sich hier ebenfalls die inhalative Gabe wegen der wesentlich geringeren systemischen Wirkung. Die besten Erfahrungen liegen für Sprays vor, die Budesonid enthalten. Bei Orientierung an die Dosierungen kann man auch mit einer Langzeitmedikation keinen Schaden anrichten.

Bei den Antihistaminika ist die Gabe von Terfenadin erst im zweiten Schwangerschaftsdrittel erlaubt, weil dann die Organbildung abgeschlossen ist.

Die sog. Betamimetika z.B. Sultanol, Berotec, Bronchospasmin oder Bricanyl sind ebenfalls gut erprobt. Sie lösen die Verkrampfung der Bronchialschleimhaut.

Bei Asthma-Symptomen kann man auch Prednisolon geben, weil es nur zu 10-20 Prozent über die Plazenta auf den Feten übergeht.

2. die gelegentlich Luftnot wirkt sich wohl meist nicht negativ aus.


VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 16.10.2009

Antwort auf:

Asthma und Schwangerschaft

Hallo,

stell diese Frage doch auch nochmal bei Dr. Paulus im Forum. Er ist Arzt und hat sich in seinem Forum auf Medikamente in der SS spezialisiert. Ich selbst habe auch leichtes Asthma und Neurodermitis. Ich durfte in meinen Schwangerschaften Cortision verwenden. Das ist weitgehend unbedenklich, weil es vom Körper ja (in der Nebennierenrinde) auch selbst produziert wird. Was Dein Spray enthält, weiß ich allerdings nicht, ich würde das unbedingt abklären.

LG

Mimi

von Mijou am 16.10.2009

Antwort auf:

Asthma und Schwangerschaft

Danke für den Tipp!

von trompetchen am 16.10.2009

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