Dr. med. Vincenzo Bluni

Aneurysma Risiko Geburt

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Frage:

Hallo Dr. Bluni,

Ich habe ein eventuell seltsames Anliegen.
Ich habe Zystennieren (ADPKD). Das habe ich von meinem Vater geerbt. Nun wurde mir vor 6 Jahren (bei meiner 2ten Schwangerschaft) von einer Nierenärztin offenbart, das Patienten mit Zystennieren auch eine Wahrscheinlichkeit haben ein Hirn-Aneurysma auszubilden (laut meinem derzeitigen Nierenarzt 5%ige Wahrscheinlichkeit) . Damals hat mich das gar nicht weiter tangiert, aber nun in meiner dritten Schwangerschaft und wahrscheinlich durch den plötzlichen Tod eines Verwandten (hier aber kein Aneurysma, hinterlässt aber ein kleines Kind) kam dieser Gedanke bzw die Information wieder hoch. Jetzt habe ich Angst, daß ich vielleicht ein Aneurysma haben könnte und habe Angst das das vielleicht bei der Geburt durch den Pressvorgang platzen könnte. Ich hin 36 Jahre und in der 32. Woche schwanger. Ich leide unter hohen Blutdruck, welcher derzeit mit Methyldopa eingestellt ist.

Wie wahrscheinlich ist es, in den 30er Lebensjahren ein Aneurysma zu haben?
Gibt es wirklich ein Risiko, das sowas unter der Geburt platzen kann?
Kennen Sie solche Fälle überhaupt ?

Ich habe keine Symptome oder Hinweise auf ein Aneurysma und 5% sind ja auch nicht viel. Aber ich bin unsicher.

Wenn so etwas rupturiert , dann wäre ich ja im kh und man könnte schnell reagieren, so dass man das ohne Schäden überleben würde, oder?

Einen schönen Sonntag noch!

Vielen Dank auch schon im voraus für Ihre Antwort.

Vg Lunamaus3

von Lunamaus3, 32. SSW   am 19.05.2019, 20:19 Uhr

 

Antwort auf:

Aneurysma Risiko Geburt

Hallo,

1. diese Wahrscheinlichkeit lässt sich pauschal statistisch überhaupt nicht eingrenzen

2. offensichtlich scheint es bei Patienten mit angeborenen Zystennieren in etwa 9-12 % der Fälle auch zu einer Aneurysma-Bildung kommen zu können, gegenüber 2-3 % in der Normalbevölkerung. Und bei älteren Patienten steigt dieses Risiko offensichtlich.

3. dass in diesen Fällen aber vorweg eine ab klärende Diagnostik erfolgt, wie z.B. mit MR-Tomografie mit MR-Arteriografie (MRA) oder CT-Angiografie (CTA), wäre mir nicht bekannt und ist in der laufenden Schwangerschaft auch nicht möglich.

4. hierzu empfehle ich Ihnen die Abklärung mit dem Nephrologen und die Rücksprache mit der Frauenklinik.

VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 20.05.2019

Antwort auf:

Aneurysma Risiko Geburt

Mein Rat, mach einen Termin bei einem Neurologen. Bespreche dich mit ihm und auch ob man nicht zeitnah noch untersucht. Dann hast du Gewissheit. Glaube damit istvdur weit mehr geholfen.

von Felica am 19.05.2019

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