Schwanger - wer noch?

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Geschrieben von dakini, 23. SSW am 02.05.2009, 13:54 Uhr

impfung von säuglingen

ist hier noch jmd der dem impfen von säuglingen kritisch gegenübersteht?? wer hat sich mit dem thema schon auseinander gesetzt?

werde meinen kleinen auf keinen fall mit der 6fach-impfung belasten und suche gleichgesinnte die schon mehr darüber wissen als ich

 
16 Antworten:

Re: impfung von säuglingen

Antwort von mamachiara, 15. SSW am 02.05.2009, 14:05 Uhr

Darf ich mal fragen warum du nicht impfen lassen willst?
LG
mamachiara

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Re: impfung von säuglingen

Antwort von dakini, 23. SSW am 02.05.2009, 14:13 Uhr

ich hab lange in einem ayurvedischen zentrum yoga und viel ernährungsberatung gemacht und hab dort eben erfahren, dass diese frühen 6-fach impfungen das imunsystem extrem belasten. gerade für so einen kleinen körper. es sind ja doch gifte die diesem zugesetzt werden. außerdem wird gegen zeugs geimpft, was gar nicht sein müsste, da die krankheiten so gut wie ausgestorben sind....

ich weiß, das ich mich in einem forum schnell ins "aus" schießen kann mit dieser meinung aber ich möchte wissen ob es hier leute gibt, die mehr darüber wissen...bin mich eben am informieren.

ebenfalls ganz liebe grüße

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Re: impfung von säuglingen

Antwort von zwerg09, 19. SSW am 02.05.2009, 14:24 Uhr

Sorry, da kann ich Dir nicht helfen. Denn ich bin Pro Impfen! Werde aber mit Interesse die Argumente der Impfgegner lesen.
LG Steffi

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Re: impfung von säuglingen

Antwort von sophie-jade, 35. SSW am 02.05.2009, 14:26 Uhr

Also ich bin absolut für impfen, da ich denke das die meisten Krankheiten gegen die geimpft wird, schlimmer sind und die möglichen Folgen teilweise echt dramatisch sind. Meine Große hatte mit genau 4 Monaten an Weihnachten Windpocken (bevor der erste Impftermin war) und das war nicht unbedingt toll. Musste sogar für 2 Tage ins KH weil es ihr wirklich immer schlechter ging und ihr kleiner Körper das einfach nicht so gut weg gesteckt hat. Vom impfen hatte sie noch nicht einmal Fieber bekommen, was ja öfter vorkommt. Jeder muss das selber wissen, aber du musst dir auch Gedanken darüber machen wie das später ist. Bei uns im Kindergarten (große kommt im Aug.) muss man den Impfpass und das Untersuchungsheft mitbringen und hat echt Probleme wenn das Kind nicht geimpft ist. Bekannte musste echt kämpfen, ihr Sohn ist auch nicht geimpft.

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Re: impfung von säuglingen

Antwort von Mrs.Minze, 30. SSW am 02.05.2009, 14:27 Uhr

hi

Das Buch ist zu empfehlen: Impfen - Pro & Contra von Martin Hirte
damit du eine individuelle Impfenscheidung für dein Kind selbst entscheiden kannst.

bekomme auch mein erstes Kind und setzte mich gerade auch kritisch mit dem Thema auseinander.

Alles Gute
Minzi

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Re: impfung von säuglingen

Antwort von mamachiara, 15. SSW am 02.05.2009, 14:38 Uhr

Jeder trifft für sich und seine Kinder die Entscheidung, die Meinung anderer kann nur zum nachdenken und überlegen anregen. Die Frage stellt sich mir immer warum eine Mutter die ein gesundes Kind auf die Welt bringt es solchen lebensgefährlichen und für die Zukunft weitreichenden Gefahren aussetzt. Was meinst du denn warum manche Krankheiten hier fast ausgestorben sind? Die Impfrate ist hier sehr hoch und somit gibt es kaum Chancen für eingeschleppte Krankheiten. Auf der ganzen Welt ausgestorben sind sie ja nu noch nicht. Wir Menschen reisen heute immer mehr und entdecken immer entlegenere Winkel womit die Gefahr besteht Erreger einzuschleppen. Guck mal wie flott es mit der Schweinegrippe ging. Ich habe alle drei Kinder durchgeimpft und kann sagen das die heutige 6-fach Impfung wesentlich verträglicher ist als die Impfungen die mein Sohn vor 19 Jahren bekommen hat. Leider hat ihn damals eine Nachbarin mit Masern angesteckt bevor er geimpft werden konnte und ich habe mein Kind 6 Wochen leiden sehen. Du hast es nicht in der Hand dein Kind vor den Krankheiten zu schützen die im Volksmund als ungefährliche Kinderkrankheiten bezeichnet werden. Das ind sie bei weitem nicht, ungefährlich. Das Immunsystem ist noch nicht stark genug um die Krankheiten ohne Impfung durchzustehen. In unseren Kindergärten kannst du dein Kind gar nicht anmelden ohne Impfung und in der Schule gibt es auch Schwierigkeiten wenn ein Kind nicht geimpft ist. Wie sieht es mit Urlaub aus? Wäre mir dann auch zu gefährlich. Meine Tochter ist 2 und hat sie super vertragen. Nicht jeder hat Nebenwirkungen und wenn doch dann in so geringem Maße welche mit den Krankheiten und ihren Folgen nicht zu vergleichen sind. Ich verurteile niemander der nicht impfen lassen will aber bedenke das du dann ein potenzieller Überträger bist der die fast ausgestorbenen Krankheiten am Leben erhält. Du kannst dir aber jederzeit einen Termin beim Kinderarzt geben lassen und mit ihm über deine Sorgen und Fragen bezüglich der anstehenden Impfungen reden.

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Re: impfung von säuglingen

Antwort von knuffelbär, 10. SSW am 02.05.2009, 15:24 Uhr

Impfschmarotzer gibt es reichlich, das ist im Grunde jeder, der meint das die Krankheiten gegen die geimpft wir ausgestorben sind, das sind sie nicht und wer sein Kind nicht impft muss im Grunde darauf hoffen, dass alle um dieses Kind herum gut geimpft sind, damit sich das eigene Kind eben nicht mit Lebensbedrohlichen Krankheiten ansteckt.
Wir lassen impfen haben es auch bei unserem Sohn, wir achten nur darauf, dass die Impfungen im Sommer statt finden (also evtl etwas später als laut Stiko) da wir auf jeden Fall verhindern wollen, dass auf eine noch nicht ausgebrochene Infektion raufgeimpft wird.

Ehrlich gesagt kann ich nicht verstehen wie man seinem kind dieser Gefahr aussetzen kann, klar gibt es durchaus Impfreaktion, aber die Rate der extremen Folgen ist viel größer bei den Krankheiten. Die meisten Kinder haben tatsächlich nach einer Impfung nur ein gesteigertes Schlafbedürfnis oder Fieber

Übrigens ausgestorbene Krankheiten werden von der Stiko auch nicht als Impfung empfohlen. z.B. wurde ich wie viele andere auch als Säugling direkt nach der Geburt gegen TBC geimpft. Das wurde damals dringlich allen empfohlen, die Folge ist das diese Krankheit heute in Europa faktisch ausgestorben ist und es wird auch keiner mehr dagegen geimpft.


Wie gesagt überdenke deine Entscheidung, ich kann durchaus nachvollziehen wenn du später impfen möchtest als üblich aber gar nicht ist deinem Baby gegenüber sehr fahrlässig, auch wenn ich euch naürlich wünsche das ihr keine Erfahrungen mit den Krankheiten macht aber ihr riskiert dann das Leben eures Kindes wegen irgendwelcher Stimmungsmacher (was anderes sind die Bücher die mir bisher in die Hand gekommen sind nämlich nicht)
Wenn dein Kind da ist sprech mit deinem KiA über alternative Impfpläne, die gibt es dann musst du nicht 6 Sachen gleichzeitig impfen lassen aber gefährde nicht dein armes Kind, es kann sich nicht wehren.

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nachtrag

Antwort von zwerg09, 19. SSW am 02.05.2009, 15:38 Uhr

Übrigens, mein Sohn (14 Mon) hat die 6-fach Impfungen immer gut vertragen ohne Fieber o.ä.
Ganz im Gegensatz zu den Impfungen, die es bei meiner Tochter vor 13 Jahren gab. Die waren belastender für sie. Außerdem würde ich es nicht als "Giftstoff" sehen, sondern als "Beschäftigung" fürs Imunsystem, als etwas das das Leben Deines Kindes retten kann...

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Impfen Pro und Contra

Antwort von Michi12345 am 02.05.2009, 15:38 Uhr

Ich bin generell für´s impfen. Allerdings würde ich dir das Buch von Michael Hirte Impfen Pro und Contra empfehlen. So ausführlich informiert dich kein Arzt (kann er auch gar nicht). Meine Kleine ist zwar geimpft, allerdings hab ich das Buch auch erst jetzt gelesen.
Beim 2 Kind werden wir es anders machen. Ich werde erst mit einem Jahr impfen lassen. Vorher nicht.
Es wird hier zwar oft erwähnt, dass Impfschäden selten sind, allerdings wird ein "Impfschaden" egal wie er nun ausfällt, nur dann als solcher anerkannt, wenn er (wenn ich mich noch richtig erinnern kann) bis max.40 Tage nach einer Impfung auftritt. Langzeitstudien zu Impfungen existieren kaum.
Unsere Tochter hat 3 Monate nach der Impfung (noch voll gestillt) eine Neurodermitits entwickelt. Klar - kann niemand sagen, ob das auch ohne Impfung gekommen wäre. Aber wer weiß das schon? Als "Impfschaden" wird sowas natürlich nicht gehandelt - auch nicht als Nebenwirkung.
Wie gesagt, ich kann dir nur dieses Buch empfehlen. Michael Hirte ist selbst Kinderarzt und ist auch nicht impfkritisch eingestellt, sondern zeigt dir nur alle für´s und wider´s auf, damit du selbst entscheiden kannst. Eine generelle Aussage wie: "Meine sind auch geimpft und es gab nie Probleme" finde ich persönlich etwas blauäugig, zumal manche Sachen auch erst nach Monaten/Jahren auftreten können und dann niemand mehr auf die Idee kommt, dies mit der Impfung in Verbindung zu bringen.
Wie gesagt, beim 2 Kind machen wir es so, dass wir dem Immunsystem erst mal eine Chance geben sich zu entwickeln (1 Jahr) und dann geimpft wird und auch nicht 6-fach.
Liebe Grüße


Michi

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Re: impfung von säuglingen

Antwort von lena-und-jana-mama, 33. SSW am 02.05.2009, 16:13 Uhr

Hallo,
ich kann dich versteheen. Die 6-fach impfung ist schon ganz schön viel auf einmal für so ein kleines baby.

Allerdings halte ich diese Impfungen schon für sinnvoll.
Ich habe meine beiden anfangs nach Absprache mit meiner KiÄ nur 5 fach impfen lassen (gut ist immer noch viel auf einmal, aber tat meinem Gewissen ganz gut) und später dann noch die Hepatitis B Impfung nachgeben lassen. (Nachteil mehr Spritzen für die Kinder)

So war es wenigstens ein bißchen aufgesplittet und sie haben dennoch alle Impfungen erhalten. Werde ich jetzt bei NR.3 wieder so machen (ich bin nicht für alle Impfungen, lasse z.B. auch nicht gegen Windpocken impfen)

LG
Christine

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Re: impfung von säuglingen

Antwort von SilkeJulia am 02.05.2009, 17:05 Uhr

Hallo,

ich stehe Impfungen ebenfalls kritisch gegenüber und empfehle dir auch das Buch "Impfen Pro und Contra" von Martin Hirte. Es informiert sachlich über die Impfungen und die Krankheiten, gegen die geimpft wird. Man kann also abwägen: Will ich dieses oder jenes Risiko?
Es ist eine sehr schwierige Entscheidung.
Ich habe Jona nach langem Überlegen 5fach impfen lassen. Also Diphterie/Tetanus/Keuchhusten/HiB/Polio und später Masern/Mumps/Röteln.
Hepatitis B wird er bei der J1 geimpft, die Windpocken- und Meningokokkenimpfung habe ich abgelehnt.
Er bekam nach der dritten 5fach-Impfung, die nicht wie die beiden ersten mit Pentavac, sondern mit Inf.-IPV-Hib durchgeführt wurde, eine starke Lokalreaktion und im zeitlichen Zusammenhang traten das erste Mal Hautprobleme auf, die immernoch da sind (ähnlich wie Neurodermitis).

Das Problem, das sich mir vor allem stellte, war: Einen Kombi-Impfstoff mit Diphterie/Tetanus/Polio gibt es nicht. Das wollte ich aber impfen lassen. Also stand ich vor der Wahl, alles einzeln impfen zu lassen oder Pertussis und HiB noch dazuzunehmen. Ich habe mich dann eben für letzteres entschieden...

Würde mein nächstes Kind wohl später impfen lassen, nicht schon mit 4 Monaten.

LG,

Silke

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Re: impfung von säuglingen

Antwort von beckermina, 11. SSW am 02.05.2009, 17:35 Uhr

Impfen ist - wie man hier sieht - ein heißes Thema.
Ich bin mit einem Inder verheiratet und wir haben Verwandschaft in der ganzen Welt. Und wenn ich meinen angeheirateten Vetter sehe, will ich um jeden Preis verhindern, dass mein Kind Polio bekommt. Und oben wurde schon mal erwähnt: dass die meisten Krankheiten heute als ausgerottet gelten, liegt an der konsequenten Impfung der jüngeren Generationen - aber in anderen Ländern sind die noch sehr präsent. Und in Zeiten der Globalisierung werden sie weltweit wieder bedeutsam.

Übrigens zum Thema "später impfen": Dass die Impftermine von der STIKO so gewählt wurden, ist kein Zufall oder Willkür, sondern die Sorge dafür, dass bei den Kindern nach dem Abklingen des Nestschutzes (nach 6 Monaten) eine möglichst breite Immunität besteht.

Wenn man seinen Kindern was Gutes tun will, kann man mit ihnen auf die Alm ziehen, da ist nämlich die Luft gut, aber Impfen ist nach meiner Ansicht eine wichtige Vorsorge für die dauerhafte Gesundheit der Kinder!

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Re: impfung von säuglingen

Antwort von Motty am 02.05.2009, 18:36 Uhr

Ich würde dir auch dieses besagte Buch "Impfen pro und contra" empfehlen.

Meine beiden würden erst mit über 12 Mon geimpft und dann "nur" 5fach.
Mehr aber nicht.
Kannst gerne PN an mich, denn sich hier im Forum drüber austauschen ist etwas "schwer"

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Re: impfung von säuglingen

Antwort von momworking, 34. SSW am 02.05.2009, 20:14 Uhr

Hallo,
bei uns stellt sich diese Frage nicht.
Ich bekomme unser viertes Kind und selbstverständlich wird es durchgeimpft. Es wird von Anfang an mit so vielen anderen Kindern in Kontakt kommen, dass es mir die Gefahr zu groß ist, dass es sich etwas einfangen könnte.

Grundsätzlich wollte ich noch anmerken, dass ich wohl weiß, dass der "Trend" dahin geht, die Kinder erst mit Vollendung des ersten Lebensjahres zu impfen, dass es dann aber solange auch nicht möglich ist, das Kind z.B. in einer Krippe unterzubringen, eben wegen der Ansteckungsgefahr für alle lehnen viele Kindertageeinrichtungen die Aufnahme ungeimpfter Kinder ab.
Gleiches habe ich auch schon von Tagesmüttern gehört.
Wenn eine solche Unterbringung für euer Kind sowieso nicht in Frage kommt und es eher selten mit älteren Kindern in Kontakt kommt liegt der Fall vllt anders.
Ich betone: VIELLEICHT, für UNS ist nicht-impfen keine Option. Auch mein Mann und ich kommen beruflich jeden Tag mit vielen Kindern in Kontakt, wir hätten Sorge, dass wir etwas "heimschleppen" und das Zwergelchen es dann ausbaden muss.

VlG
Annette

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So, mal entgegen des Stroms

Antwort von huehnchen69 am 03.05.2009, 0:56 Uhr

Hallo dakini,

Wie du zu recht erwartest, findest du hier im Forum hauptsächlich starke Impfbefürworterinnen.
In der Frage gibt es aber kein grundsätzliches "so ist es für alle richtig", sondern es gibt nur ein "so ist es richtig für *uns*", und diese Antwort musst du (ggf mit deinem Partner) jetzt für euch finden.
Auch ich kann, wie ein paar Vorschreiberinnen, "Impfen Pro & Contra" von Hirte empfehlen.
Unsere Impfentscheidung fiel so aus, dass wir mit etwa 1.5 Tetanus haben impfen lassen (vor dem ersten Laufsommer). Im Grundschulalter wollen wir gerne noch (falls nötig) Masern und Mumps impfen lassen, aber leider musste ich feststellen, dass es in D keinen MM-Impfstoff mehr gibt. Bald müssen wir uns überlegen, ob es dann MMR wird, oder was wir sonst machen.

Ich will jetzt nicht ewig viel zu allen Aspekten schreiben, die mir wichtig waren, aber ein paar Punkte, die ich besonders wichtig finde, oder die erwähnt wurden:
Grundsätzlich halte ich Impfungen für eine grandiose, sehr elegante Erfindung. Aber mE sollte man Aufwand und Nutzen extrem sorgfältig gegeneinander abwägen. Und sowas kann bei einem Impf-Gießkannenprinzip nicht gelingen.
Was mich bei Impfungen/-empfehlungen stört, ist folgendes:

* es existieren praktisch keine Studien, die vergleichbare Geimpfte und Ungeimpfte über einen längeren Zeitraum beobachten. Dementsprechend kann nicht abgeschätzt werden, wie viel Asthma, Diabetes, Multiple Sklerose etc. auf Kosten von Impfungen gehen. Viele plötzliche unerklärliche Todesfälle (wie z.B. bei Hexavac) fallen schon irgendwann auf.
Aber solange es eine multikausale Erkrankung ist, wo durch eine Impfung der Prozentsatz ein bisschen steigt, im ohnehin ansteigenden Trend - so etwas läßt sich nur durch aufwändige Studien darstellen, die niemand bezahlt. Und die klinischen Studien vor Einführung einer Impfung sind mE ein Witz. Wer kommt beispielsweise auf die hirnrissige Idee, als "Placebo" die Trägersubstanz ohne das Virus zuzulassen, oder eine andere aktive Impfung - und nicht einfach Kochsalzlösung?

* Ich denke sehr wohl, dass Impfungen bei manchen/einigen Krankheiten einen Beitrag dazu geleistet haben, dass die Krankheit bei uns praktisch ausgestorben ist. Polio beispielsweise. Aber ist das ein Grund, in Deutschland auf alle Zeiten wie Impfjunkies am Tropf der Pharmaindustrie zu hängen? Ist es wirklich die bessere Strategie, über Jahrzehnte alljährlich in Deutschland Millionen von Impfdosen zu verabreichen, so dass selbst bei einer geringen Impfschadensrate von, sagen wir mal, 1:1Mio. jedes Jahr vielleicht 2 Kinder schwerbehindert oder tot sind? Wäre dann bei einem gedachten eingeschleppten Fall nicht eine Quarantäne / Kontaktpersonen-Impfstrategie die bessere Variante? Abgesehen davon denke ich nicht, dass wir wegen der Impfungen hier in D jetzt noch so toll gegen Polio geschützt sind. Denn welcher Erwachsene frischt schon seine Impfungen auf.

* Impfungen schützen nie 100%ig. Und bei manchen Krankheiten fände ich es besser, ich weiss, womit ich es zu tun habe, als dass Eltern und Ärzte denken "kann ja nicht sein, ist ja geimpft". Das kommt bei Keuchhusten sehr, sehr oft vor (ist auch eine Impfung mit notorisch schlechter Wirksamkeit), aber selbst bei Masern habe ich das schon gehört, dass der Ausschlag erst als Allergie o.ä durchging, das Kind tagelang unter Menschen war, bevor irgendwann klar wurde, dass es die Masern sind. Wenn die Kinder nicht geimpft sind, sind weder Eltern noch Ärzte normalerweise so leichtfertig.

* Bei manchen Impfempfehlungen scheint mir die Strategie wenig durchdacht. Beispielsweise wurde ich als 12jährige gegen Röteln geimpft, damals auch nur die Mädchen. Besser hätte ich es gefunden, wenn erstmal der Titer bestimmt worden wäre. Aber sonst fand ich das eine elegante Strategie: Mädchen hatten die Chance, als Kinder die völlig problemlosen Röteln durchzumachen und lebenslangen Schutz zu bekommen. Und wenn das nicht klappt, gibt es die Impfung, die man kurz vor Beginn der Fruchtbarkeit bekommt. Wenn Säuglinge geimpft werden, und durch geringe Zirkulation von Wildviren keine Boosterung stattfindet, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass mit ca. 30, wenn Frauen dann mal schwanger werden, kein Schutz mehr da ist. Warum aber von der alten Strategie abgewichen wurde - ist mir unklar, und mE nicht hinreichend begründet.

Manche argumentierten, Impfnebenwirkungen wären ja höchstens Fieber, Schmerzen an der Einstichstelle etc., und dass das mit den Folgen der Krankheiten nicht zu vergleichen wäre. Dabei gibt es mE zweierlei zu bedenken: Impfschäden können durchaus schwerwiegend sein, von Tod über Schwerstbehinderung, Hirn-, Nerven-, Autoimmunerkrankungen und einiges mehr. Schwere Impfschäden sind einigermaßen selten (verläßliche Zahlen nicht zu bekommen). Aber das darf man nicht einfach mit der Wahrscheinlichkeit für die Schäden durch die Erkrankung gegenrechnen, sondern als weiteren Faktor die Erkankungswahrscheinlichkeit einrechnen. Mag sein, dass die Wahrscheinlichkeit, durch Polio eine lebenslange Lähmung zu behalten, bei 1:10Tsd liegt, und damit höher als die für einen schweren Impfschaden. Aber wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich in D mit Polio infiziere? WiPos hinterlassen praktisch nie bleibende Schäden. Will ich dafür wirklich ein unbekanntes Impfrisiko auf mich nehmen? Wo sieht man die Gefahr, dass sich ein Säugling mit HepB infiziert?
Natürlich gibt es in Einzelfällen gute Gründe für die eine oder andere Impfung. Eine Posterin schrieb über die Verwandtschaft in Indien - wenn ich nach Indien führe, oder Besuch von dort bekäme (einem der 4 Länder, wo es Polio noch gibt), würde ich auch dagegen impfen. Oder wenn z.B. eines der Elternteile Hep-B infiziert ist. Oderoderoder. Aber das kann eben mE nur jeder Einzelne für sich entscheiden.
Ein "verantwortungslos" lasse ich jedenfalls nur für die Eltern gelten, die keinen Plan von gar nix haben, und die Entscheidung darüber, was sie in ihr gesundes Baby reinspritzen lassen, davon leiten lassen, was die Kasse bezahlt.

Und das Argument, dass man ungeimpft Probleme mit KiGa oder Schule bekommt, ist natürlich Quatsch. Das mag sein, wenn man auf einen bestimmten privaten KiGa/Krippe/TaMu angewiesen ist. Denn private KiGas/Schulen können sich ihre Kinder natürlich nach beliebigen Kriterien aussuchen, und dazu kann auch der Impfstatus gehören. Staatlichen/sonstwie öffentlichen Einrichtungen ist das jedoch nicht möglich. Da es in D keine Impfpflicht gibt, darf natürlich auch nicht aufgrund des Impfstatus einem Kind der Besuch einer Einrichtung verweigert werden (Sondermaßnahmen bei Epidemien ausgenommen). Wir haben jedenfalls mit unseren nur Tetanus-geimpften Kindern selbstverständlich keine Probleme in KiGa oder Schule.

Dir wünsche ich auf jeden Fall, dass du eine Entscheidung findest, mit der du dich wohlfühlst!
Liebe Grüße,
Sabine


Trotzdem wieder lang geworden...

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danke

Antwort von dakini, 23. SSW am 03.05.2009, 14:47 Uhr

danke für die vielen vielen kommentare...

werde mit einigen von euch kontakt per PN aufnehmen!

liebe grüße und genießt die sonne

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