Schwanger mit 35 plus

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Geschrieben von S_A_M am 14.01.2007, 12:19 Uhr

Was, wenn es behindert ist...?

...Dann freue ich mich trotzdem!

www.welt.de/data/2007/01/14/1175578.html


Liebe Grüße
Sabine

 
27 Antworten:

Suuper Einstellung..........

Antwort von goldy, nix seit 02.08. SSW am 14.01.2007, 17:43 Uhr

genau so denke ich auch und JEDES Kind
wierklich JEDES, hat das Recht zu LEBEN, solange bis der liebe Gott meint das es seinen soll auf Erden erfüllt hat und dann erst durch seinen Willen ein Engelchen bei im werden soll. Nicht durch Menschenhand.

LG Regina die der Meinung ist, das die ganzen Tests in der SS verboten werden müssen.

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Re: Suuper Einstellung..........

Antwort von Jordis, 7. SSW am 14.01.2007, 18:26 Uhr

Hallo,

ich sehe das nicht ganz so und bin sehr froh, dass man in der SS 3 reguläre USs hat (obwohl man vieles hier nicht erkennen kann und einige Behinderungen sich erst mit der Geburt einstellen), aber dennoch ... manchmal wird doch etwas erkannt.

Da ich absolut unchristlich bin, gibt es für mich KEINEN Gott, der entscheidet, ob ein Leben lebenswert ist oder nicht. Das macht die Natur!!!
Wenn man in unserer aufgeklärten Welt überhaupt von etwas Göttlichem reden kann, dann ist es die Natur und keine einzelne Person!!
Und in der freien Natur (so wie es auch früher war) überleben keine (stark) behinderten Menschen, so wie es auch in der Tierwelt ist.
Da werden kranke geborene Tiere einfach zurückgelassen,weil sie nicht stark genug sind, der Mutter zu folgen, gar in der Natur zu überleben.

Das Thema hatten wir hier schon oft genug, und man wird nie jemand anderen umstimmen können.
Auch ich könnte nicht 100% ig sagen, wie ich mich entscheiden würde, dazu muss man glaube erst in dieser Situation sein.

Meine Tochter hätte ich in der SS verlieren können wegen Blutungen.
Zum Arzt sagte ich, wenn es so sein soll, so sei es. Natürliche Auslese.
Heute ist sie zum Glück kerngesund und 1 1/2 Jahre alt.

Ich bin der Meinung, dass es nicht immer gut ist, wirklich jedes Leben am Leben zu erhalten, wie Geburten in der 23. o . 24. SSW.
Früher wären die Kinder gleich verstorben, heute tut man alles, um es durchzubringen, auch wenn das meist Folgen in (starker) Behinderung(körperlich und vor allem geistig) bedeutet.
Meine Großmutter hat 1945 ein behindertes Kind zur Welt gebracht.
14 Tage später erstickte es meine Urgroßmutter mit einem Kissen ohne Wissen meiner Oma. Sie sagte nur, es hätte aufgehört zu atmen.
Meine Oma war froh dadrüber.
Und meine Oma ist kein schlechter Mensch, ganz im Gegenteil.
Aber wa war gut so.
Das Kind sah aus wie ein alter Greis und ganz krüppelig.
Ich weiß nicht, ob Ihr so ein Kind haben wollt.
Wenn ich in diesem Fall als Mutter entscheiden könnte, die Ärzte dürften ihm eine Spritze geben.
Das klingt hart , aber so denke ich wirlich.

Behinderung ist ja auch nicht gleich Behinderung.
Ein Trisomie 21 krankes Kind ist für mich KEIN Grund abzutreiben oder es nicht zu wollen, aber das ist ja leider nicht die einzige Krankheit.

Ich bewundere jeden, der sich dafür entscheidet, ein behindertes Kind auszutragen und mit ihm zu leben.
Ich könnte es nicht, aber vielleicht bin ich auch zu schwach...

LG Steffi

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@jordis

Antwort von ANIKA84, 25. SSW am 14.01.2007, 18:36 Uhr

sorry aber bei deinem posting weis sich net ob ich heulen oder schreien soll,
deine uroma hat das baby erstickt weil es nicht der norm entsprach???? wie kann man nur so ein unmensch sein!!!!!
und deine oma war froh darüber??? sorry aber da geht mir die hutschnur hoch!

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Re: @jordis

Antwort von Jordis , 7. SSW am 14.01.2007, 18:49 Uhr

Hallo,

die kann Dir gut hochgehen.
Ob sie es in diesem Moment toll fand, weiß ich nicht, aber später war sie zufrieden, dass es entweder von allein verstorben ist oder doch mit Hilfe.
Es hätte eh kein langes Leben gefunden.
Diese Krankheit hat einen bestimmten Namen und man hat nur nach heutigen Kenntnissen sehr sehr wenig Lebenserwartung.

Wenn Du mit Deinen 22 Jahren ein solches Kind möchtest, bitteschön.
Meine Oma war froh, denn sie litt eh an großer Hungersnot.
Der Krieg war gerade aus!!!!

Schönen Abend noch ...

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Re: @jordis

Antwort von ANIKA84, 25. SSW am 14.01.2007, 19:40 Uhr

was hat denn mein alter bitteschön damit zu tun?
man kann doch kein kind töten nur weil es behindert ist, auch wenn die lebenserwartung kurz ist, dieses kind war auf der welt, heute würde man gott sei dank für sowas schreckliches und unmenschliches bestraft werden, obwohl diese bestrafung hier zu lande noch viel zu gering wäre!!!
90 jährige haben auch ne lebenserwartung von kurzer zeit, manche könenn garnix mehr und sind schlimmste pflegefälle EGALLL lasst sie uns doch ersticken!*kopfschüttel*


keiner hat das recht einen anderen menschen zu töten und schon garnicht wenn er einmal auf dieser welt ist, abtreibung find ich schon schlimm, aber das??? das ist ahhh

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@Jordis

Antwort von goldy, nix seit 02.08. SSW am 14.01.2007, 19:49 Uhr

Also ich schließe mich Anika84 an und weiss echt nicht was ich dazu sagen soll.*unglaublich*

Es ist doch keine Religionsansich ob ich an Gott glaube oder nicht.
Es ist eine Gewissensfrage. Haben den keine Religiösen Menschen Kein Gewissen? Ich kenne einige Menschen die auch nicht an Gott glauben, aber die würden es auch nicht tun, weil ihnen das GEWISSEN plagen würde.

Ich halte immernoch an das Altertümliche Sprichwort...Lieber ein Kind auf dem Kissen, als auf dem Gewissen, fest.

LG Regina

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Re: @Jordis

Antwort von Jordis, 7. SSW am 14.01.2007, 20:17 Uhr

Hallo noch ein letztes Mal,

also erstmal habe ich es nicht getötet und meine Oma auch nicht.
Und ich würde mein Neugeborenes, wenn es behindert wäre, NIEMALS töten.
Dass das hier klar ist.

Also stellt mich hier nicht als Abschaum hin.
Meine erster Beitrag war in meinen Augen recht neutral geschrieben und ich habe niemanden angegriffen, der dazu eine andere Meinung hat als ich.

Ich habe nicht geschrieben, dass ein behindertes Kind kriegen oder nicht was mit Religion zu tun hat, sondern habe lediglich erwähnt, dass es nicht Gott entscheidet, sondern die Natur.

Aber das ist immer typisch bei solchen Themen. Wie die Raben ...

Und so ein Blödsinn.

"90jährige haben auch keine hohe Lebenserwartung." Sie sind doch 90 geworden.
Was ist das bitte für eine Aussage?
Total aus dem Zusammenhang gerissen.

Und im Übrigen:

Früher wurden viele behinderte Kinder geboren, wo die Eltern entschieden haben, ob es am Leben bleibt oder nicht.
Denkt mal nicht, dass meine Uroma da die einzige war.
Das kam soo oft vor.
Lest mal alte Hebammenbücher!

Und das war mein letzter Beitrag dazu.

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Re: @Jordis

Antwort von ANIKA84, 25. SSW am 14.01.2007, 20:31 Uhr

noch immer kopfschüttel...
na ob sie 90 jahre gelebt haben oder nicht, das kind deiner oma hat auch gelebt gal wie lang leben ist leben ob nu 90 jahre oder 1 sekunde!

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Mal kurz einmischen

Antwort von margreth1203, 00. SSW am 14.01.2007, 20:45 Uhr

Hallo!

Hab das grad alles gelesen.

Ich muß sagen, die Zeit damals - 1945 und so, die kannst doch echt nicht mit heute vergleichen.

Was da wohl alles passiert ist mit Kindern, ich will es gar nicht wissen....

Meine Mama ist auch 1946 geboren worden und sie hatten nichts zu essen...

Es war bestimmt keine leichte Zeit.

Und dann in so einer schweren Zeit ein behindertes Kind zu bekommen, das keine Lebenschance hat, das ist mit großer Sicherheit schwer gewesen und das kannst mit heute nicht vergleichen.

Ich finde es nicht richtig, daß so ein Kind einfach erstickt wird, aber was war zu dieser Zeit bitteschön schon alles richtig?? (Nazi-Zeit)?Ich denke da waren rauhere Sitten an der Tagesordnung und die Menschen kämpften nach dem Krieg ums nackte Überleben...

Aber das ist ein komplexes Thema und kann heute von UNS bestimmt gar nicht begriffen werden, wie sich die Menschen damals gefühlt haben müssen...


Lg

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Re: Mal kurz einmischen

Antwort von Jordis, 7. SSW am 14.01.2007, 21:03 Uhr

danke.
Genau so seh ich das auch.
Manchmal wusste man sich nicht anders zu helfen.

Ob es richtig war oder nicht, wer mag das beurteilen???

Außerdem geht es hier ja nicht um meine Uroma, sondern siehe Ausgangsthema!

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@Jordis

Antwort von margreth1203 am 14.01.2007, 21:09 Uhr

Ja, das habe ich verfolgt und ich denke, das kann heute keiner von uns beurteilen, was damals alles los war und wie sich die Menschen gefühlt haben und wie hoffnungslos und aussichtslos oft die Situationen waren.

Richtig kann es zwar nie sein, so etwas zu tun, was Deine Uroma getan hat, aber wie gesagt, damals im Krieg oder kurz nach dem Krieg war NICHTS richtig, was geschehen ist und es war bestimmt für viele ein purer Überlebenskampf und wie Du gesagt hast, der einzigste Ausweg...

Da kann und braucht man heute niemanden verurteilen.

Wie gesagt, ich will ehrlich nicht wissen, was da alles so passiert ist damals zu deren Zeit. Mir reichen so alte Filme oder Dokus aus dier Zeit, da muß ich immer abschalten, da wird mir schlecht... Horror pur!



eutzutage ist alles anders und da geht es nicht mehr ums Überleben der Mutter/Familie, wenn ein behindertes Kind auf die Welt kommt, da geht es um die Lebensqualität

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nachtrag

Antwort von margreth1203 am 14.01.2007, 21:13 Uhr

Sorry, jetzt hab ich noch nicht ganz fertig geschrieben, meinen letzten Satz:


ich wollte schreiben: Früher in Krieg bzw. Nachkriegszeit ging es vermutlich oft ums nackte Überleben der Mutter/Familie, wenn sie ein behindertes Kind auf die Welt gebracht haben und heute geht es hauptsächlich darum, wie sehr die lebensqualität eingeschränkt wird, wenn man ein behindertes Kind hat. Das ist ein großer Unterschied!

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ich habe Gänsehaut ...trotzdem verstehe ich Jordis Oma

Antwort von Leah-Malin0804, 19. SSW am 14.01.2007, 22:11 Uhr

meine Mutter hat auch schrecklich gehungert in der Nachkriegszeit ... ich denke mal die Frau war einfach überfordert

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Re: Was, wenn es behindert ist...?

Antwort von eva 1202 am 14.01.2007, 23:25 Uhr

Eins vorab ich bewundere jeden, der das kann. Aber man kann das erst sagen, wer davon betroffen ist.Also ich kann jetzt sagen: Bravo, aber ich hab auch 3 gesunde Kinder. Klar es gibt verschiedene Behinderungen, aber Trisomie 21 ist ein Leben für das Kind und nicht mit dem Kind. Also bitte nur die, die selbst ein behindertes Kind haben und sich freiwillig dafür entschieden haben.
LG

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Es geht ja nicht um Jordis Oma.........

Antwort von goldy, nix seit 02.08. SSW am 15.01.2007, 10:08 Uhr

Natürlich waren es andere Zeiten und schwer genug für alle.
Aber heute gehts uns doch gut. Auch mit einem Behinderten Kind hat man auch unterstützung. Alleine schon die Terapien oder Hilfsmittel, sprich Rollstuhl oder andere Technischen Gegenstände die man für den Alltag eben brauch damit man ein wenig entlastung hat.
Heute ists einfach die super Bequemlichkeit. Kein ausgehen mehr und die Unaphängigkeit wird doch sehr groß geschrieben. In meinen Augen auch purer Egoismus. Die Menschen die sich gegen ein Behindertes Kind entscheiden und es dan zur Welt bringen um es sterben zu lassen, sind Egoisten. Sie sagen zwar das sie mit dem Kind leiden würden und das sie sich das nicht mitanschauen könnten, wie das Kind (angeblich) leidet.
So ein Quatsch....Wer ein Behindertes Kind kennt, weiss, das solch ein Kind nicht leidet. Eher die Eltern weil die Mitmenschen einen großen Bogen um sie machen. Aber die Eltern leiden meist NICHT wegen dem Kind.
In unserer Stadt gibts eine Familie wo das 1. Kind und das 7. Kind ein Mongölchen sind...Und glaubt mir, die Kinder sehen nicht unglücklich aus. Eher sehr zufrieden und immer ein dickes Grinsen auf der Backe.
Und eine Bekannte hat auch ein Mongölchen, sie ist schon 17j alt. Als die kleine geboren wurde haben sie sofort wieder ein Kind nachgelegt damit sie nicht alleine ist. Die Kinder sind nur 14 Mon. auseinander. Und 2j später kam dan auch noch ein 3. Kind.
Und die Familie sieht NICHT verzweifelt aus, eher im gegenteil.

Und diese typische Aussage....
Oh das könnte ich nicht schaffen!!!

Naklar kann man das schaffen wenn man erst in der sytuation ist. Oder meint ihr das NUR die Menschen damals im Krieg das alles überlebt und geschafft haben weil sie sich das ausgesucht haben? Nein.
Not macht erfinderisch und man fängt an zu kämpfen und steckt den Kopf nicht in den Sand. Oder währe es besser gewesen sich die Kugel zu geben?

Und genauso ists mit einem Behinderten Kind. Nur man gibt dem Kind die Kugel und rettet seinen eigenen ARSCH.

Sorry für diese ausdrucksweise, aber so denke ich eben.

LG Regina

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Was ist denn bitte ein Mongölchen?

Antwort von junonie am 15.01.2007, 11:17 Uhr

Ein kleines Kind? Ein Kind aus der Mongolei? Was soll das sein?

j

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Re: Was ist denn bitte ein Mongölchen?

Antwort von goldy am 15.01.2007, 11:25 Uhr

Hallo, das ist die (nette) ausdrucksweise von einem Kind mit down syndrom.
Ich dachte das es hir verständlich währe, sorry!

LG Regina

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Nett??? Was ist daran nett??

Antwort von junonie am 15.01.2007, 11:50 Uhr

Wohl eher sehr abwertend und geringschätzig.

Stell dir mal vor du wärst dick und alle würden dich als Fette bezeichnen. Wär auch nicht schön, oder?

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nett...

Antwort von margreth1203 am 15.01.2007, 12:01 Uhr

wenn sie dick wäre würden sie halt 'dickerchen' sagen und das finde ich netter als 'fette'....




Lg

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Re: Nett??? Was ist daran nett??

Antwort von goldy am 15.01.2007, 12:07 Uhr

Äh, genauso hat die Mutter, meine Bekannte die das Kind mit Down Sxndrom hat bezeichnet. Es war bestimmt nicht abwärtend von ihr gemeint. Ich habe es hir NUR übernommen. Sorry, wenn ich Dir damit auf den Schlipps getreten bin.

LG Regina

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Re: Trotzdem geboren

Antwort von S_A_M am 15.01.2007, 12:56 Uhr

Mensch, gerade ganz schön was los in der Presse ;-)

www.tagesspiegel.de/gesundheit/archiv/15.01.2007/3018403.asp#

Liebe Grüße
Sabine

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Stellt Euch mal folgende Frage ...

Antwort von Krötchen am 15.01.2007, 15:50 Uhr

Ihr seit vor die Wahl gestellt: Wollt Ihr ein gesundes, oder ein behindertes Kind?

Naaaaa??? Wer sagt, er will KEIN gesundes Kind, der lügt!!! Und dann stellt Euch gleich die nächste Frage: Warum will ich lieber ein gesundes? Weil das Leben mit dem behinderten soooo schön ist, so schön, dass man darüber urteilen kann? Weil man alles schaffen kann? Na sicherlich kann ein Mensch über sich hinauswachsen (aber wie lange?), keine Frage, aber wer die Wahl hat ... Und so haben eben auch die Frauen heutzutage die Wahl ... manche nehmen sie an, andere nicht und wiederum andere gackern herum und urteilen über etwas, was sie nicht einzuschätzen vermögen. Seltsame Welt, in der wir leben! Und was damals im Krieg passiert ist ... Mädels ... wer von uns hier hat auch nur ANNÄHREND eine Ahnung? NIEMAND!!! "Schindlers Liste" ist schon grauenvoll, aber nur ein Bruchteil von dem, was wirklich abging. Bitte erst überlegen und eventuell dann doch NIX schreiben, eh´nur dummes, beleidigendes Zeug raus kommt!

Sorry, dass ich mich einmischen musste!

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Ich stand schon vor der Wahl und weiss wovon ich schreibe...

Antwort von goldy am 15.01.2007, 16:49 Uhr

Ich wurde in meiner 2. SS in der 17.ssw mit medikamenten und beruhigungsmittel vollgestopft weil ich sehr krank war und sonst gestorben währe.
Ich hatte keine Wahl und muste diese nehmen. Mein Fa war der Meinung das mein Kind nicht gesund zur Welt kommt und wollte mir auch dieverse Tests andrehen, die ich aber bewust ablehnte.

Naklar hatte ich sehr viel Angst, aber NICHTS hätte meinen Endschluss endern können. Schwiegermutter wollte auch das ich das Kind abtreiben sollte und konnte micht gaaarnicht verstehen warum ich in der Heutigen Gesellschaft ein behindertes Kind bekommen wollte...

Es war eine schlimme Zeit, aber leider durch andere Menschen verursacht. Ich wollte NUR DIESES Kind.

Er kam 1 Woche eher. Kerngesund und bildhübsch. Und wie oft schaue ich das Kind an und denke mir, das viele andere Mütter sich dagegen entschieden hätten.
Er ist jetzt 5j alt, 134cm groß, 31kg schwer und hat schuhe in 36.
Wie du siehst ein extrem großes kerlchen.
Ich bin sooo froh das ich mich damals nicht durch diese tests und andere Dinge entmutigt lassen hab.

LG Regina, die auch ein behindertes Kind genommen hätte.

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Re: Ich stand schon vor der Wahl und weiss wovon ich schreibe...

Antwort von Cosma am 16.01.2007, 14:35 Uhr

Hallo,

ich behaupte mal eher, daß es bei uns einfach ein tabuThema ist, ein behindertes Kind zu haben.
Wer kennt schon persönlich jemanden, der ein behindertes Kind hat ?
Mal abgesehen davon, daß viele, die wirklich jemanden im Umfeld haben, der eine Behinderung hat, das dann oft als gar nicht mehr so schlimm empfinden.

Aufklärung tut Not - Aufklärung darüber, daß Behinderung nicht gleich Behinderung ist.

Zum Thema Extrem-Frühgeburten will ich als Medizinerin noch sagen, daß es meist die Eltern sind, die es dann, sobald das Kind geboren ist, wollen, daß alles Mögliche getan wird, um das Leben zu erhalten.

Ärzte müssen diese Kinder Erstversorgen und grundsätzlich ein Leben ermöglichen.
Dennoch wird es (bei solchen Extremstfällen) immer ein Gespräch geben, daß auch ein Sterbenlassen, sofern von den Eltern erwünscht, legitim ist. Ich rede hier von Frühchen, die wirklich vorraussehbar größte Schäden und viel Leiden vor sich haben würden.

Ich habe noch niemals erlebt oder gehört, daß Eltern das wollten, immer wurde am Leben festgehalten.

Aber ein "leichter" behindertes Kind, daß viel bessere Lebensbedingungen zu erwarten hätte, wird statistisch viel häufiger abgetrieben.

Für Viele ist es eben doch erst das wirkliche Kind, wenn es geboren ist.

Das macht mich oft sehr nachdenklich.
Letztlich landet man bei der Frage:
Wann ist Leben leben und was ist lebenwert ?
Und auch bei der Frage der heutigen Zeit: Wo gibt es noch Herausforderungen, die wir annehmen können / müssen, die uns vielleicht an nichtgewollte Grenzen bringt ?
Wer ist heute noch bereit dazu, Leid (sofern es dann überhaupt Leid ist) zu tragen und zu ertragen ?

Ich seh schon, ich bin am besten in der Medizinethik aufgehoben *gg

Cosma

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Re: Stellt Euch mal folgende Frage ...

Antwort von S_A_M am 16.01.2007, 17:42 Uhr

Hmmmm, was ist mit der Frage:

Möchtest du lieber ein lebendes Kind oder ein totes Kind, dessen Tod du entschieden hast?

Von den Frauen, die sich für einen Abbruch entschieden haben, liest man eher weniger und wenn, dann sind es eher die Berichte "Mir geht es prima, ich startete gleich den nächsten Versuch und würde es immer wieder so machen".

Von den Frauen, Müttern, die jahrelang in Therapie sind um sich wieder im Spiegel ansehen zu können, deren Familie darunter leidet, dass die Ehefrau und Mutter bei jedem Kinderwagen in Tränen ausbricht, die mit Gedanken "Am liebsten würde ich auch tot sein" kämpfen, die mit einer Trauer fertig werden müssen, die gesellschaftlich nicht anerkannt ist oder aufgefangen wird (schließlich war es ja eine freie Entscheidung) und die nicht zuletzt lebenslang tragen müssen, ihre Zustimmung zum Tod des eigenen Kindes gegeben zu haben - von den Frauen, Müttern, liest und hört man wenig oder gar nichts.

Viele können ihre Beweggründe nichtmal den lebenden Kindern sagen, aus Sorge, bei ihnen Ängste zu schüren, die sich mitunter in psychische Auffälligkeiten auswachsen ("Was, wenn ich auch behindert werde? Muss ich dann auch sterben, weil du mich nicht mehr willst?" oder "Weil ich da bin und du dich um mich kümmer musst, ist das Baby jetzt tot. Weil ich da bin durfte es nicht da bleiben"). Sagt man es der weiteren Familie oder entscheidet man sich für den oft jahrelangen Lügenweg, es einfach als eine normale Fehlgeburt laufen zu lassen?

Es ist ein schweres Thema, aber zu glauben, dass es sich mit einem toten Kind pauschal besser leben lässt als mit einem lebenden Kind mit Behinderung... Nicht das sich da die ein oder andere verschätzt...

"...Und da habe ich gedacht ´ja, so schlimm wie das, was passiert, wenn ich mein ungeborenes Kind töte, kann das Leben mit ihm nicht sein`, so. Und es ist nicht nur nicht schlimmer, es ist sogar wunderschön. So im Nachhinein jetzt. Aber der Entscheidungsprozess war halt wirklich, ´ich kann mein Kind nicht töten. Das kann ich nicht, geht nicht, das bring` ich nicht.`" (Interviewausschnitte Frau Clemens, in: Marion Baldus: Von der Diagnose zur Entscheidung, 2006, S. 80-99)

"Seltsame Welt, in der wir leben!" Ja, irgendwie schon...

Soviel von mir, liebe Grüße
Sabine

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Re: Was, wenn es behindert ist...?

Antwort von S_A_M am 16.01.2007, 18:04 Uhr

Und wie ist das Leben mit deinem Kind mit Down-Syndrom? Und sehen es deiner Erfahrung nach die meisten Eltern so, dass sie nur für ihr Kind mit Trisomie 21 leben und nicht mit ihm?

Falls ja, bin ich bei meinen Freunden und Bekannten wohl auf den harten Kern derer gestoßen, die wie alle Eltern auch für ihr Kind leben, aber vor allem ein Leben mit ihm führen und das nicht gehen ein anderes eintauschen würden.

Liebe Grüße
Sabine

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@SAM.............

Antwort von goldy am 16.01.2007, 18:51 Uhr

Das was ich denke und fühle bei diesem Thema, hast du in deinen Text gepackt.
Ich Danke Dir!

LG Regina

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