Nicola Bader, Rechtsanwältin

Nicola Bader, Rechtsanwältin

Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht

Nicola Bader erhielt ihre juristische Ausbildung an der Universität Würzburg, wo sie auch das Referendariat absolvierte. Seit 1997 ist sie als Rechts­anwältin tätig - seit 2000 in ihrer eigenen Kanzlei Bader in Koblenz, wobei der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf den Gebiet des Familienrechtes ( Mutterschutz­gesetz, Bundes­erziehungs­geldgesetz u.a. ) und Vertragsrechtes liegt. In diesen Bereichen nimmt sie regelmäßig an Fortbildungs­lehrgängen teil. Sie ist Fachanwältin für Familienrecht und Honoraranwältin der Verbraucher­zentrale-Rheinland-Pfalz. Nicola Bader ist verheiratet und hat zwei Kinder, Emilia und Justus.

Nicola Bader, Rechtsanwältin

Was mache ich wenn der Arbeitgeber sich nicht ans Mutterschutzgesetz hält.

Antwort von Nicola Bader, Rechtsanwältin

Frage:

Hallo

Ich bin in der 12 Woche und habe folgendes Problem:

Ich arbeite Vollzeit in einer Spielhalle ich bin dort den ganzen Tag alleine d.h. ich habe keine reguläre Pause ich kann mal was essen wenn grad keiner da ist oder die Gäste grad nichts brauchen, aber eine richtige 30 minütige Pause in der ich mich zurückziehen kann habe ich nicht. Meine Frauenärztin sagte mir das dies nicht zulässig ist und mein Chef mir Berufsverbot erteilen müsste. Auch dürfte ich nicht alleine arbeiten ich müsste jederzeit die Möglichkeit haben meinen Arbeitsplatz sofort zu verlassen wenn ich irgendwie krank bin.
Als ich dies meinem Chef mitteilte ist er total ausgerastet naja das Fazit war er erteilt mir kein Berufsverbot. Dann habe ich meine Frauenärztin angerufen und plötzlich wusste sie ja gar nicht mehr so genau ob das auch für meine Branche gelte.
Dann habe ich meine Gewerkschaft angerufen diese sagte es stimmt ich muss meinen Arbeitsplatz jederzeit verlassen können wenn irgendwas ist und nicht erst wenn nach ein paar Stunden Ersatz gefunden wurde (bisher war das immer so wenn jemand krank war wenn man Pech hatte musste man eben krank arbeiten) Außerdem sagte mir die Gewerkschaft wenn mein Chef sich nicht an das Gesetz hält muss meine Ärztin mir zu meinem Schutz Berufsverbot erteilen.
Jetzt sitze ich hier zuhause bin total gestresst und weiß nicht mehr weiter. Ich bin enttäuscht von meinem AG und meiner Frauenärztin.
Ich weiß nicht soll ich jetzt erstmal zu meinem Hausarzt gehen und mich krankschreiben lassen soll ich zur Arbeit gehen und mich gefährden. Vielleicht gibt es ja noch irgendeine andere Möglichkeit diese Sache zu klären ohne das Arbeitsklima komplett zu ruinieren.

Nono777

von Nono777 am 03.10.2017, 05:19 Uhr

 

Antwort auf:

Was mache ich wenn der Arbeitgeber sich nicht ans Mutterschutzgesetz hält.

Hallo,
wenden Sie sich an das Gewerbeaufsichtsamt
Liebe Grüße
NB

von Nicola Bader, Rechtsanwältin am 07.10.2017

Antwort auf:

Was mache ich wenn der Arbeitgeber sich nicht ans Mutterschutzgesetz hält.

Wovon bist du jetzt mehr gestresst? Von den widersprechenden Aussagen der Frauenärztin und deines AG und der Hoffnung auf ein Beschäftigungsverbot, oder von der Arbeit selber?

Und was genau ist da jetzt gefährdend an deiner Arbeit?

Wenn der Arbeitgeber sich nicht ans Mutterschutzgesetz hält, kannst du die Gewerbeaufsicht anrufen und dann wird das geklärt.

von uriah am 03.10.2017

Antwort auf:

Was mache ich wenn der Arbeitgeber sich nicht ans Mutterschutzgesetz hält.

@uriah,

https://de.wikipedia.org/wiki/Empathie

floe

von la-floe am 03.10.2017

Antwort auf:

Was mache ich wenn der Arbeitgeber sich nicht ans Mutterschutzgesetz hält.

@uriah

Ich habe nie gesagt das die Arbeit gefährdend ist. Allerdings wäre eine Pause schon mal schön. Und ich muss jederzeit die Möglichkeit haben meinen Arbeitsplatz zu verlassen im Falle einer Krankheit oder eines Notfalls.
Also wenn du nichts konstruktives mitzuteilen hast warum äußert du dich?

von Nono777 am 04.10.2017

Antwort auf:

Was mache ich wenn der Arbeitgeber sich nicht ans Mutterschutzgesetz hält.

@Nono

Da muss ich Uriha jetzt in Schuld nehmen. Konkretes wurde genannt, halt nur recht blöde "verpackt".

Dein Ansprechpartner sollte wirklich das Gewerbeamt sein wenn der AG meint das Mutterschutzgesetz gilt für ihn nicht. Nur die können was machen. Kostet dich einen Anruf, dann weiß Du mehr.

von Danyshope am 04.10.2017

Antwort:

Nono

Die Arbeitsunterbrechung ist dafür gedacht, dass man mal zwischendurch was essen, auf die Toilette oder kurz mal die Beine hochlegen kann. Das müsste möglich sein, bzw. mit dem Chef geklärt werden.

In dringenden medizinischen Notfällen kann jeder natürlich den Notarzt rufen und sich abholen lassen - egal ob die Kunden dann in dem Laden sind oder nicht. Das ist dann eben so. Und wenn du krank wirst, dann muss es eine Telefonnummer geben, wo du dich abmeldest. Das dürfte ja jedem Mitarbeiter prinzipiell passieren können. Jeder kann einen Herzinfarkt bekommen, jeder kann morgens zur Arbeit gehen und um 12 Uhr mit Norovirus auf dem Klo sitzen. Dafür muss der Chef eine Lösung haben. Dann werden die Kunden eben hinausgebeten und der Laden abgeschlossen.

von uriah am 04.10.2017

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