Nicola Bader, Rechtsanwältin

Nicola Bader, Rechtsanwältin

Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht

Nicola Bader erhielt ihre juristische Ausbildung an der Universität Würzburg, wo sie auch das Referendariat absolvierte. Seit 1997 ist sie als Rechts­anwältin tätig - seit 2000 in ihrer eigenen Kanzlei Bader in Koblenz, wobei der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf den Gebiet des Familienrechtes ( Mutterschutz­gesetz, Bundes­erziehungs­geldgesetz u.a. ) und Vertragsrechtes liegt. In diesen Bereichen nimmt sie regelmäßig an Fortbildungs­lehrgängen teil. Sie ist Fachanwältin für Familienrecht und Honoraranwältin der Verbraucher­zentrale-Rheinland-Pfalz. Nicola Bader ist verheiratet und hat zwei Kinder, Emilia und Justus.

Nicola Bader, Rechtsanwältin

Kinderbetreuung bei dauerhafter Krankheit

Antwort von Nicola Bader, Rechtsanwältin

Frage:

Hallo Frau Bader,

ich weiß nicht, ob ich bei Ihnen richtig bin, bitte entschuldigen Sie bitte, wenn nicht. Ich arbeite seit 01/2017 Vollzeit, da mein Mann (wegen Umstrukturierung seit 03/2017 arbeitslos) aufgrund einer mittelschweren bis schweren Depression mittlerweile auch körperlich so eingeschränkt (Schwindel, Bluthochdruck usw.) ist, dass ich eigentlich täglich befürchten muss, dass er sich nicht mehr um die Kinder kümmern kann. Diese kommen zwar erst 15 Uhr bzw. 16 Uhr nach Hause aber ich bin frühestens kurz nach 17 Uhr zuhause. Mein Schwiegervater fängt zwar einiges ab, aber nicht alles. Er hat heuer eine 30%ige Behinderung zugestanden bekommen, aber diese ist aufrund jahrelanger, täglicher Beschwerden, die auch das Arbeiten fast unmöglich machen, laut Ärzten und VDK lächerlich gering angesetzt.Wir haben auch schon einige Krankehausaufenthalte hinter uns. Es liegen jedoch momentan keine neuen Erkenntnisse vor. Nun meine Frage: wie soll ich das schaffen, wenn er sich dauerhaft auch nicht mehr um die Kinder kümmern kann? Vom Haushalt rede ich garnicht, das würde schon irgendwie gehen. Unser Großer ist sehr "betreuungsintensiv" und tut sich mit der Situation jetzt schon schwer. Welche Rechte bzw. Möglichkeiten haben wir?
Vielen Dank für die Hilfe!

Tiggerinchen

von tiggerinchen am 19.06.2017, 14:34 Uhr

 

Antwort auf:

Kinderbetreuung bei dauerhafter Krankheit

Hallo,
erster Schritt wäre doch, etwas gegen die Depressionen ihres Mannes zu tun.
Bei schweren Depressionen stationär. In dieser Zeit würden Sie eine Haushaltshilfe bekommen.
Ansonsten würde ich mit der Krankenkasse klären, wie es danach weitergehen kann und ob Ihnen dann weiter eine Haushaltshilfe zusteht bzw. andere finanzielle Unterstützung.
Liebe Grüße
NB

von Nicola Bader, Rechtsanwältin am 20.06.2017

Antwort auf:

Kinderbetreuung bei dauerhafter Krankheit

Kannst du die Kinder nicht länger betreuen lassen? Hier gibt es Kiga/Hort bis 18 Uhr. Nicht dass ich das total toll fände, aber es geht ja bei euch nicht anders. Ansonsten: Gibt es weitere Verwandte, die helfen können? Oder ihr beschäftigt eine Babysitterin/Kinderfrau/Ersatzoma, die nachmittags die ein bis zwei Stunden aufpasst, bis du wiederkommst.

Am wichtigsten finde ich aber, dass deinem Mann geholfen wird, es hört sich so an, als sollte das stationär erfolgen, wo dann neben einer Therapie auch eine gute medikamentöse Einstellung erfolgen kann. Wenn es ihm wieder gut ginge, wären eure Probleme ja gleich viel kleiner.

von Philomena0303 am 19.06.2017

Antwort auf:

Kinderbetreuung bei dauerhafter Krankheit

Ruf mal beim medizinischen Dienst der KK an und schildere denen den Fall. Evtl erfüllt ihr die Voraussetzungen für Pflegegeld. Das würde einen Teil deines Einkommenverlustes abfangen. Allerdings dürftest Du als Pflegeperson auch höchsten 30 Std die Woche arbeiten, hast aber Anspruch dich dafür vom AG freistellen zu lasen ähnlich wie bei Elternzeit.

Wichtig ist halt, es muss wirklich eine schwerwiegende Beeinträchtigung vorliegen, falsche Scham wie wenn ich mich anstrenge geht es schon wäre also fatal. Wenn Dein Mann wirklich Hilfe benötigt, soll er da absolut gar nichts beschönigen. Gleiches gilt im übrigen für euern Sohn, auch da kann man prüfen lassen ob es noch "altersgerecht" ist oder schon unter unterstützende Pflege fällt. Und mehr wie ein nein habt ihr ja nicht zu verlieren.

von Danyshope am 19.06.2017

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